Fischlexikon: die Familie "Batrachoididae" (Froschfische)


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Froschfische (Batrachoididae)

Systematik

Familie:
Batrachoididae
(Froschfische)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Batrachoididae (Froschfische)

Froschfische (Batrachoididae), auch Krötenfische genannt sind bodenbewohnende Fische tropischer und subtropischer Regionen.


Verbreitung

Froschfische (Batrachoididae) sind in subtropischen Regionen des Atlantik, des Indischen Ozeans und des Pazifik verbreitet. Der Lusitanische Krötenfisch (Halobatrachus didactylus) kommt auch im Mittelmeer und an der Atlantikküste Südwesteuropas bis zur Biskaya vor. Einige Arten leben in Mittel- und Südamerika im Süßwasser.


Anatomie/Merkmale

Froschfische (Batrachoididae) besitzen einen langgestreckten Körper, einen großen abgeflachten Kopf und ein großes Maul. Der Unterkiefer steht vor und überragt den Oberkiefer. Die Augen befinden sich eher auf der Kopfoberfläche als an den Kopfseiten.

Die kleinen Kiemenspalten befinden sich vor der Brustflossenbasis. Die 3 Kiemenbögen sind unten zusammengewachsen. Diese Fische besitzen 6 Branchiostegalstrahlen. Am Kopf, besonders am Rand des Oberkiefers, wachsen oft zahlreiche, zerfranste Hautlappen oder Barteln.

Die 1. Rückenflosse besteht nur aus 2 bis 3 dicken Hartstrahlen. Die 2. Rückenflosse und die Afterflosse sind lang und werden von vielen Weichstrahlen gestützt. Die Bauchflossen haben 1 harte und 2 bis 3 weiche Strahlen und sitzen weit vorne, vor den großen, fächerförmigen Brustflossen.

Froschfische (Batrachoididae) haben keine Rippen und sind normalerweise schuppenlos. Lediglich bei wenigen Arten finden sich kleine Cycloidschuppen. Eine Schwimmblase, mit der einige Arten grunzende oder quakende Geräusche erzeugen können, ist vorhanden ebenso ein oder mehrere Seitenlinienorgane am Kopf und an den Flanken.

Die Arten der Unterfamilie Thalassophryninae haben Giftstacheln, die Unterfamilie Porichthyinae Leuchtorgane.

Froschfische werden 5,5 bis 57 Zentimeter lang und sind meist von dunkler, bräunlicher Farbe mit Punkten oder sattelförmigen schwärzlichen Flecken. Nur der Korallen-Krötenfisch (Sanopus splendidus), der in Korallenriffen lebt, hat eine auffällige Färbung.


Systematik

Äußere Systematik

Die Froschfische (Batrachoididae) sind die einzige Familie der Froschfischartigen (Batrachoidiformes). Sie wurden traditionell in die (in damaligem Umfang) heute nicht mehr als monophyletisch angesehene Überordnung der Paracanthopterygii eingeordnet, sind nach neueren phylogenetischen Forschungsergebnissen aber Teil der Barschverwandten.

Innere Systematik

Es gibt vier Unterfamilien, 23 Gattungen und etwa 80 Arten:

  • Unterfamilie Batrachoidinae
    Die Batrachoidinae leben an den Küsten Afrikas, Südasiens, Australiens, sie sind also auf die Alte Welt beschränkt. Die Tiere haben drei Rückenflossen-Hartstrahlen und eine bis drei Seitenlinien. 6 Gattungen und etwa 25 Arten:
    • Gattung Amphichthys, Swainson, 1839
    • Gattung Batrachoides, Lacepède, 1800
    • Gattung Opsanus, Rafinesque, 1818
    • Gattung Potamobatrachus, Collette, 1995
    • Gattung Sanopus, Smith, 1952
    • Gattung Vladichthys, Greenfield, 2006
  • Unterfamilie Halophryninae
    Die Halophryninae leben an den Küsten Nord-, Mittel- und Südamerikas. Je eine Art auch im Süßwasser Mittel- und Südamerikas. Die Tiere haben drei Rückenflossen-Hartstrahlen und eine bis drei Seitenlinien. 13 Gattungen und etwa 30 Arten:
    • Gattung Allenbatrachus
    • Gattung Austrobatrachus, Smith, 1949
    • Gattung Barchatus
    • Gattung Batrachomoeus, Ogilby, 1908
    • Gattung Batrichthys, Smith, 1934
    • Gattung Bifax, Greenfield, Mee & Randall, 1994
    • Gattung Chatrabus, Smith, 1949
    • Gattung Colletteichthys, Greenfield, 2006
    • Gattung Halobatrachus, Ogilby, 1908
    • Gattung Halophryne, Gill, 1863
    • Gattung Perulibatrachus, Roux & Whitley, 1972
    • Gattung Riekertia, Smith, 1952
    • Gattung Triathalassothia, Fowler, 1943
  • Unterfamilie Porichthyinae
    Die Porichthyinae leben im östlichen Pazifik und im westlichen Atlantik, an den Küsten Amerikas. Drei Arten im Süßwasser. Die Tiere haben zwei Rückenflossen-Hartstrahlen und mehrere Seitenlinien. Einige Arten haben Leuchtorgane entlang den Seitenlinien. Es sind die einzigen in flachem Wasser lebenden Fische mit Leuchtorganen. Sie sollen bei der Balz benutzt werden. 2 Gattungen und 15 Arten:
    • Gattung Aphos, Hubbs & Schultz, 1939
    • Gattung Bootsmannfische (Porichthys), Girard, 1854
  • Unterfamilie Thalassophryninae
    Die Thalassophryninae leben im östlichen Pazifik und im westlichen Atlantik, an den Küsten Amerikas und in Mittel- und Südamerika im Süßwasser. Die zwei Strahlen der ersten Rückenflosse sind hohl und stehen mit Giftdrüsen in Verbindung. Die Fische haben eine Seitenlinie, die aber auch fehlen kann, und keine Schuppen. 2 Gattungen und 11 Arten:
    • Gattung Daector, Jordan & Evermann, 1898
    • Gattung Thalassophryne, Günther, 1861

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