Fischlexikon: die Familie "Catostomidae" (Saugkarpfen)


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Saugkarpfen (Catostomidae)

Systematik

Familie:
Catostomidae
(Saugkarpfen)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Catostomidae (Saugkarpfen)

Die Familie der Saugkarpfen (Catostomidae), Sauger oder Saugdöbel sind eine Familie aus der Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes).


Verbreitung

Saugkarpfen (Catostomidae) kommen in Nordamerika, dem nordöstlichen Sibirien und im östlichen China (1 Art) vor. Verbreitungsschwerpunkt ist Nordamerika, wo sie zu den häufigsten Fischarten gehören.


Anatomie/Merkmale

Saugkarpfen (Catostomidae) aus schnell fließenden Gewässern sind schlanke Fische, Arten aus aus langsam fließenden Gewässer hochrückig gebaut.

Die 11 cm bis maximal 1,20 Meter langen Fische, die meisten bleiben unter 60 cm, sind meist unscheinbar und bräunlich oder gräulich gefärbt.

Das Maul der Saugkarpfen st meist unterständig und protaktil (vorstülpbar), bei den Planktonfressern ist es endständig geformt.

Die Lippen dieser Fische sind normalerweise fleischig, dick und mit Papillen oder Härchen. Saugkarpfen besitzen keine Barteln.

Auf der Pharyngealia steht eine Reihe mit 16 oder mehr Schlundzähnen. Die Schwimmblase ist groß, mit 2 bis 3 Kammern.

Lebensweise

Saugkarpfen (Catostomidae) nehmen vor allem benthische Nahrung mit ihren dicklippigen, unterständigen Mäulern zu sich.

Ein speziell angepasster Ökotyp sind die kleinen Bergsauger wie Hypentelium, die in schnellfließenden Bergbächen leben und mit ihren mit Hornplatten besetzten Lippen Algen und wirbellose Tiere von den Steinen abschaben, analog zu den Schmerlen in der alten Welt.

Ein weiterer Typ bilden die hochrückigen Planktonfresser der großen Seen und großen, langsam fließenden Flüsse. Sie leben im offenen Wasser.


Systematik

Äußere Systematik

Die Saugkarpfen gehören zur Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes). Verwandtschaftsanalysen zur genauen Stellung der Familie unter Verwendung molekulargenetischer Daten führten zu unterschiedlichen Ergebnissen, denen zufolge die Saugkarpfen einerseits die Schwestergruppe aller Schmerlenfamilien, andererseits aber die Schwestergruppe aller Karpfenartigen sind.

Innere Systematik

Es gibt etwa 80 Arten, die meisten in den Gattungen Catostomus und Moxostoma:

  • Unterfamilie Catostominae
    (Nordöstliches Sibirien bis Mexiko, Flossenformel: Dorsale 10-18, Anale 7, 30-120 Schuppen entlang der Seitenlinie)
    • Tribus Catostomini
      • Gattung Catostomus ( Lesueur, 1817)
      • Gattung Chasmistes (Jordan, 1878)
      • Gattung Deltistes (Seale, 1896)
      • Gattung Xyrauchen (Eigenmann & Kirsch in Kirsch, 1889)
    • Tribus Moxostomatini
      • Gattung Erimyzon (Jordan, 1876)
      • Gattung Hypentelium (Rafinesque, 1818)
      • Gattung Minytrema (Jordan, 1878)
      • Gattung Moxostoma (Rafinesque, 1820)
      • Gattung Thoburnia (Jordan & Snyder in Jordan, 1917)
  • Unterfamilie Ictiobinae
    (Kanada bis Guatemala (nicht in Flüssen, die in den Pazifik entwässern), Flossenformel: Dorsale 22-32, Anale 7-11, 33-43 Schuppen entlang der Seitenlinie, 115-190 Schlundzähne)
    • Gattung Carpiodes (Rafinesque, 1820)
    • Gattung Ictiobus (Rafinesque, 1820)
  • Unterfamilie Cycleptinae
    (Flossenformel: Dorsale 28-37, Anale 7, 51-59 Schuppen entlang der Seitenlinie)
    • Gattung Cycleptus (Rafinesque, 1819)
  • Unterfamilie Myxocyprininae
    (Östliches China (Stromgebiet des Gelben Fluss und des Jangtse, Flossenformel: Dorsale 52-57, Anale 12-14, 47-55 Schuppen entlang der Seitenlinie, Jungfische mit hochrückigem Körper und sehr hoher Rückenflosse)
    • Gattung Myxocyprinus (Gill, 1878)

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