Fischlexikon: die Familie "Ictaluridae" (Katzenwelse)


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Katzenwelse (Ictaluridae)

Systematik

Familie:
Ictaluridae
(Katzenwelse)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Ictaluridae (Katzenwelse)

Die Katzenwelse (Ictaluridae (Gr.: „ichthys “ = Fisch; „ailouros“ = Katze)), auch Zwergwelse genannt, sind eine Familie der Welsartigen (Siluriformes).


Verbreitung

Katzenwelse (Ictaluridae) sind in Nordamerika, vom südlichen Kanada bis Guatemala heimisch. Ursprünglich kamen sie nur östlich der Rocky Mountains vor, wurden vom Menschen aber auch in die westlichen US-Staaten und weiteren Ländern auch auf anderen Kontinenten verbreitet.

Der Braune Zwergwels oder Katzenwels (Ameiurus nebulosus) wurde in West-, Mittel- und Osteuropa, der Getüpfelte Gabelwels (Ictalurus punctatus) in Südostengland und der Schwarze Zwergwels (Ameiurus melas) in Mittel- und Süditalien eingeführt.


Anatomie/Merkmale

Katzenwelse sind schuppenlos und besitzen gestreckte, im Vorderteil im Querschnitt fast runde und nach hinten zunehmend seitlich abflachende Körper.

Die größten Arten Ictalurus furcatus und Pylodictis olivaris können eine Maximallänge von 1,6 Meter erreichen und 60 kg schwer werden. Arten der Gattung Noturus werden dagegen nur 6 bis 30 Zentimeter lang.

Die Köpfe sind groß und breitz. Katzenwelse tragen immer acht Barteln um das Maul, das längste Bartelpaar auf dem Oberkiefer, ein am hinteren Nasenloch und zwei unterhalb des Unterkiefers.

Kiefer und Gaumenbein sind bezahnt. Eine Fettflosse ist vorhanden, klein und fähnchenartig oder langgestreckt und saumartig. Rücken- (nicht bei Prietella) und Brustflosse verfügen über einen sehr starken Stachelstrahl, der mit Haut überzogen ist, mit Giftdrüsen in Verbindung steht und in abgespreizter Stellung arretiert werden kann.

Die Rückenflosse hat üblicherweise sechs Weichstrahlen. Die Afterflosse ist lang. Das Gaumenbein ist zahnlos (nicht bei der ausgestorbenen Gattung Astephus).

Aus Höhlengewässern in Texas und dem nordöstlichen Mexiko sind vier blinde, pigmentlose Arten bekannt (Gattungen Prietella, Trogloglanis und Satan). Satan eurystomus lebt in einer artesischen Quelle bei San Antonio in Texas in einer Tiefe von 380 Metern.

Lebensweise

Katzenwelse sind nachtaktive Raubfische, die ihre Beute auf dem Gewässerboden erjagen. Sie fressen Schnecken, Würmer, Insekten, Krebstiere, Fischlaich und kleine Fische.

Sie betreiben Brutpflege. Das Männchen oder beide Elternteile bewachen die Eier (je nach Art 45 bis 300), die als Klumpen oder Schnur zusammenhalten, und die kaulquappenähnlichen Larven.


Systematik

Äußere Systematik

Innerhalb der Ordnung der Welsartigen (Siluriformes) sind die Katzenwelse am nächsten mit den ostasiatischen Panzerkopfwelsen (Cranoglanididae) verwandt und bilden mit diesen die Überfamilie Ictaluroidea

Innere Systematik

Es gibt 50 rezente Arten in 7 Gattungen, von denen 3 monotypisch sind:

  • Familie Ictaluridae (Katzenwelse), Gill, 1861
    • Gattung Ameiurus (Rafinesque, 1820)
    • Gattung † Astephus (Cope, 1873)
    • Gattung Ictalurus (Rafinesque, 1820)
      • Ictalurus australis (Meek, 1904)
      • Ictalurus balsanus (Jordan & Snyder, 1899)
      • Ictalurus dugesii (Bean, 1880)
      • Blauer Katzenwels (Ictalurus furcatus), Lesueur, 1840
      • Ictalurus lupus (Girard, 1858)
      • Ictalurus mexicanus (Meek, 1904)
      • Ictalurus ochoterenai (de Buen, 1946)
      • Ictalurus pricei (Rutter, 1896)
      • Getüpfelter Gabelwels (Ictalurus punctatus), Rafinesque, 1818
    • Gattung Noturus (Rafinesque, 1818)
      • Noturus albater
      • Noturus baileyi (Taylor, 1969)
      • Noturus crypticus (Burr, Eisenhour & Grady, 2005)
      • Noturus elegans (Taylor, 1969)
      • Noturus eleutherus (Jordan, 1969)
      • Noturus exilis
      • Noturus fasciatus (Burr, Eisenhour & Grady 2005)
      • Noturus flavater
      • Noturus flavipinnis (Taylor, 1969)
      • Noturus flavus (Rafinesque, 1818)
      • Noturus funebris
      • Noturus furiosus (Jordan & Meek, 1889)
      • Noturus gilberti (Jordan & Evermann, 1889)
      • Noturus gladiator (Thomas & Burr, 2004)
      • Steinwels (Noturus gyrinus), Mitchill, 1818
      • Noturus hildebrandi (Bailey & Taylor, 1950)
      • Noturus insignis (Richardson, 1836)
      • Noturus lachneri (Taylor, 1969)
      • Noturus leptacanthus (Jordan, 1877)
      • Noturus maydeni
      • Noturus miurus (Jordan, 1877)
      • Noturus munitus (Suttkus & Taylor, 1965)
      • Noturus nocturnus (Jordan & Gilbert, 1886)
      • Noturus phaeus (Taylor, 1969)
      • Noturus placidus (Taylor, 1969)
      • Noturus stanauli (Etnier & Jenkins, 1980)
      • Noturus stigmosus (Taylor, 1969)
      • Noturus taylori (Douglas, 1972)
      • Noturus trautmani (Taylor, 1969)
    • Gattung Prietella (Carranza, 1954)
      • Prietella lundbergi (Walsh & Gilbert, 1995)
      • Prietella phreatophila (Carranza, 1954)
    • Gattung Pylodictis (Rafinesque, 1819)
    • Gattung Satan (Hubbs & Bailey, 1947)
      • Satan eurystomus (Hubbs & Bailey, 1947)
    • Gattung Trogloglanis (Eigenmann, 1919)
      • Trogloglanis pattersoni (Eigenmann, 1919)

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