Fischlexikon: die Familie "Lampridae" (Gotteslachse)


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Gotteslachse (Lampridae)

Systematik

Familie:
Lampridae
(Gotteslachse)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Lampridae (Gotteslachse)

Die Gotteslachse (Lampris (Gr.: „lampros“ = klar)) auch Mondfische oder Opah genannt, sind eine aus zwei Arten bestehende Gattung pelagisch lebender Meeresfische aus der Ordnung der Glanzfischartigen (Lampriformes). Lampris ist die einzige rezente Gattung der Familie Lampridae.


Verbreitung

Der Gotteslachs (Lampris guttatus) lebt im Atlantik, im Mittelmeer, in gemäßigten Regionen des Indischen Ozean
und im Ost-Pazifik von Alaska bis nach Südkalifornien. Im Sommer gelegentlich in der Nordsee.

Der Südliche Gotteslachs (Lampris immaculatus) Gilchrist, 1904, lebt in den Meeren der südlichen Hemisphäre, in gemäßigten und kalten Regionen zwischen dem 34° südlicher Breite und dem südlichen Polarmeer.


Anatomie/Merkmale

Gotteslachse werden einen bis 1,80 Meter lang. Ihr hochrückiger Körper ist oval, seitlich stark abgeflacht und von sehr kleinen Cycloidschuppen bedeckt.

Rücken- und Afterflosse sind lang, die sichelfömigen, hochelastischen Brustflossen sind das Hauptantriebsorgan. Sie sind flügelartige und setzen in einem waagrechten Scharniergelenk an. Sie werden von zwei starken, antagonistischen roten Muskeln bewegt, die am breiten Coracoid ansetzen.

Der Schultergürtel ist extrem stark ausgebaut und erreicht ein Drittel des Körpervolumens. Das Volumen liegt bei anderen Fischen nur bei 1/30 bis 1/140. Der vordere Abschnitt der Seitenlinie verläuft in einem hohen Bogen über der Brustflosse.

Das Maul ist stark vorstülpbar (protaktil). Gotteslachse haben 43 bis 46 Wirbel. Sie sind goldglänzend oder purpurn gefärbt, der Rücken ist blau oder blaugrün, die Flossen sind rot.

Gotteslachse leben als Einzelgänger im freien Wasser und ernähren sich von Kalmaren, pelagischen Krebsen, Flügelschnecken und kleinen Fischen. Man vermutet das Lampris durch seine Färbung gut getarnt ist, sich in Fisch- oder andere Tierschwärme mittreiben lassen kann und durch plötzlichen Vorstoß des hochentwickelten Mundapparates Beutetiere einsaugt.


Systematik

Arten:

Neben den beiden rezenten Arten wurde auch ein großer fossiler Gotteslachs aus dem späten Oligozän von Neuseeland beschrieben. Megalampris keyesi wird in eine eigene Gattung eingeordnet und wurde mit vier Metern etwa doppelt so lang wie Lampris guttatus.


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