Fischlexikon: die Familie "Lepidosirenidae" (Südamerikanische Lungenfische)


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Südamerikanische Lungenfische (Lepidosirenidae)

Systematik

Familie:
Lepidosirenidae
(Südamerikanische Lungenfische)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Lepidosirenidae (Südamerikanische Lungenfische)

Südamerikanische Lungenfische (Lepidosirenidae) sind Süßwasserfische aus der Ordnung der Lungenfische (Lepidosireniformes). Sie besteht lediglich aus der Gattung "Lepidosiren" die nur die Art "Lepidosiren paradoxa" enthält.


Verbreitung

Südamerikanische Lungenfische (Lepidosirenidae) leben in Brasilien, im Amazonasgebiet und im Gran Chaco, in Paraguay und im unteren Stromgebiet des Río Paraná.


Anatomie/Merkmale

Die Körperform dieser Lungenfische ist langgestreckt und aalartig. Der vordere Körper ist rund, weiter hinten flacht er seitlich ab. Die fadenförmigen Brust- und Bauchflossen sind fadenförmig ausgezogen und kürzer als die der Afrikanischen Lungenfische (Protopteridae). Ihre Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind zusammengewachsen.

Südamerikanische Lungenfische (Lepidosirenidae) besitzen 5 Kiemenbögen und 4 Kiemenspalten. Sie sind in der Regel bräunlich bis gräulich-braun gefärbt und besitzen manchmal dunkle Flecken. Juvenile (junge) Exemplare sind erheblich dunkler als die erwachsenen Exemplare, manchmal sind sie komplett schwarz gefärbt.

Lebensweise

Auch die Südamerikanischen Lungenfische (Lepidosirenidae) sind wie alle Lungenfische äußerst träge und langsam in ihrer Fortbewegung. Ihr Habitat sind vorzugsweise stehende bzw. ruhige Sümpfe oder stark verkrautete Gewässer. Diese Gewässer können sehr sauerstoffarm sein, da diese Fische auch atmosphärische Luft einatmen können.

Zur Trockenzeit graben sie sich tief im schlammigen Bodengrund des Gewässers ein und überdauern so die Trockenzeit. Etwas Wasser muss jedoch immer vorhanden sein, da sie, im Gegensatz zu den Afrikanischen Lungenfischen, ein völliges Austrocknen des Gewässers nicht überleben würden.

Fortpflanzung

Laichzeit der Südamerikanischen Lungenfische (Lepidosirenidae) ist die Regenzeit. Dann graben die Männchen über 1 m tiefe Tunnel in den Bodengrund, in die die Weibchen ihre Eier ablegen. Die Brutpflege wird von den Männchen übernommen.

Den Männchen wachsen während der Brutpflege an den Bauchflossen kiemenartige Anhänge. Diese werden stark durchblutet, produzieren Sauerstoff und nehmen Kohlendioxid auf. Damit verbessern sie den Sauerstoffgehalt des Wassers um das Gelege. Nach der Brutpflege verschwinden diese kiemenartigen Anhänge wieder.

Ernährung

Adulte (erwachsene) Südamerikanische Lungenfische (Lepidosirenidae) ernähren sich in freier Natur hauptsächlich von Apfelschnecken (Ampullariidae), kleinen Krebstieren und Algen. Juvenile (junge) Exemplare ernähren sich hauptsächlich von Insektenlarven und Schnecken.


Systematik


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