Fischlexikon: die Familie "Ophichthidae" (Schlangenaale)


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Schlangenaale (Ophichthidae)

Systematik

Familie:
Ophichthidae
(Schlangenaale)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Ophichthidae (Schlangenaale)

Die Schlangenaale (Ophichthidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Aalartigen. Sie besteht aus etwa 300 Arten in 52 Gattungen.

Der Name kommt aus dem griechischen ophis bedeutet Schlange und ichthys Fisch.

Der fossiler Schlangenaal Goslinophis ist aus der nordita-
lienischen Monte-Bolca-Formation, die aus Ablagerungen der Tethys im Eozän entstand, bekannt. Schlangenaale gehören zu den Aalartigen Fischen und darin, zusammen mit den acht weiteren Familien zur Unterordnung Congroidei.

Fast allen Angehörigen dieser Unterordnung, so auch den Schlangenaale fehlen die Schuppen.

Das Stirnbein ist zusammengewachsen.


Verbreitung

Schlangenaale leben in subtropischen und tropischen Meeren in Küstenregionen, über Sandböden oder in Korallenriffen. Einige Arten gehen auch in Flussmündungen.


Anatomie/Merkmale

Schlangenaale ähneln den Muränen. Sie sind langgestreckt, die Anzahl ihrer Wirbel beträgt zwischen 110 und 270.

Die Brustflossen sind sehr klein oder fehlen, ebenso die Schwanzflosse, deren Funktion von den langen, weit nach hinten reichenden Rücken- und Afterflosse übernommen wird.

Die Schwanzspitze ist bei vielen Arten knöchern verstärkt und ermöglicht es den Fischen sich sehr schnell rückwärts in den Sand zu bohren. Das Maul der Schlangenaale ist end- oder stark unterständig.

Die Bezahnung der einzelnen Arten ist sehr verschieden, neben konischen Fangzähnen treten auch stumpfe Zähne auf, um hartschalige Beutetiere zu zermahlen.

Im Unterschied zu den Muränen, deren Nasenlöcher in Augenhöhe sitzen, befinden sich die Nasenlöcher der Schlangenaale weit vorn über der Schnauzenspitze und enden in nach unten gebogenen Röhrchen. Schlangenaale werden elf Zentimeter bis 1,7 Meter lang.

Lebensweise

Die meisten Arten sind nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich versteckt im Sand, nur der Kopf schaut oft hinaus, nachts gehen die Räuber auf Nahrungssuche. Die Tiere sind nicht so sehr an ihr Versteck gebunden wie Muränen.

Sie fressen Fisch oder Krebstiere, einige haben sich auf Kopffüßer spezialisiert. Die Beute wird gustatorisch (über den Geschmacksinn) aufgespürt. Die Fortpflanzung der Schlangenaale ist weitgehend unbekannt.

Bei einigen Arten konnte beobachtet werden, das sie Gruppen bilden und zum Laichen an die Wasseroberfläche schwimmen.


Systematik

Der fossiler Schlangenaal Goslinophis ist aus der norditalienischen Monte-Bolca-Formation, die aus Ablagerungen der Tethys im Eozän entstand, bekannt.

Schlangenaale gehören zu den Aalartigen Fischen und darin, zusammen mit den acht weiteren Familien zur Unterordnung Congroidei. Fast allen Angehörigen dieser Unterordnung, so auch den Schlangenaale fehlen die Schuppen. Das Stirnbein ist zusammengewachsen.

  • Unterfamilie Ophichthinae
    • Gattung Rhinophichthus
    • Tribus Bascanichthyini
      • Gattung Allips (Allips McCosker, 1972 )
      • Gattung Bascanichthys (Jordan & Davis, 1891 )
      • Gattung Caralophia (Böhlke, 1955)
      • Gattung Dalophis (Rafinesque, 1810)
      • Gattung Ethadophis (Rosenblatt & McCosker, 1970)
      • Gattung Gordiichthys (Jordan & Davis, 1891)
      • Gattung Leptenchelys (Myers & Wade, 1941)
      • Gattung Phaenomonas (Myers & Wade, 1941)
    • Tribus Callechelyini
      • Gattung Aprognathodon (Böhlke, 1967)
      • Gattung Callechelys (Kaup, 1856)
      • Gattung Letharchus (Goode & Bean, 1882)
      • Gattung Leuropharus (Rosenblatt & McCosker, 1970)
      • Gattung Paraletharchus (McCosker, 1974)
      • Gattung Xestochilus (McCosker, 1998)
    • Tribus Ophichthini
      • Gattung Aplatophis (Böhlke, 1956)
      • Gattung Brachysomophis (Kaup, 1856)
      • Gattung Echelus (Rafinesque, 1810)
      • Gattung Echiophis (Kaup, 1856)
      • Gattung Elapsopis (Kaup, 1856)
      • Gattung Evips (McCosker, 1972)
      • Gattung Herpetoichthys (Kaup, 1856)
      • Gattung Hyphalophis (McCosker & Böhlke, 1982)
      • Gattung Kertomichthys (McCosker & Böhlke, 1982)
      • Gattung Leiuranus (Bleeker, 1853)
      • Gattung Lethogoleos (McCosker & Böhlke, 1982)
      • Gattung Malvoliophis (Whitley, 1934)
      • Gattung Myrichthys (Girard, 1859)
      • Gattung Mystriophis (Kaup, 1856)
      • Gattung Ophichthus (Ahl, 1789)
      • Gattung Ophisurus (Lacepède, 1800)
      • Gattung Phyllophichthus (Gosline, 1951)
      • Gattung Pisodonophis (Kaup, 1856)
      • Gattung Quassiremus (Jordan & Davis, 1891)
      • Gattung Scytalichthys (Jordan & Davis, 1891)
      • Gattung Xyrias (Jordan & Snyder, 1901)
    • Tribus Sphagebranchini
      • Gattung Apterichtus (Duméril, 1806)
      • Gattung Caecula (Vahl, 1794)
      • Gattung Cirrhimuraena (Kaup, 1856)
      • Gattung Cirricaecula (Schultz in Schultz, Herald, Lachner, Welander & Woods, 1953)
      • Gattung Hemerorhinus (Weber & de Beaufort, 1916)
      • Gattung Ichthyapus (Brisout de Barneville, 1847)
      • Gattung Lamnostoma (Kaup, 1856)
      • Gattung Stictorhinus (Böhlke & McCosker, 1975)
      • Gattung Yirrkala (Whitley, 1940)
  • Unterfamilie Myrophinae
    • Gattung Skythrenchelys (Castle & McCosker, 1999)
    • Tribus Benthenchelyini
      • Gattung Benthenchelys (Fowler, 1934)
    • Tribus Myrophini
      • Gattung Ahlia (Jordan & Davis, 1891)
      • Gattung Asarcenchelys (McCosker, 1985)
      • Gattung Glenoglossa (McCosker, 1982)
      • Gattung Mixomyrophis (McCosker, 1985)
      • Gattung Muraenichthys (Bleeker, 1853)
      • Gattung Myrophis (Lütken, 1852)
      • Gattung Neenchelys (Bamber, 1915)
      • Gattung Pseudomyrophis (Wade, 1946)
      • Gattung Schismorhynchus (McCosker, 1970)
      • Gattung Schultzidia (Gosline, 1951)
      • Gattung Scolecenchelys (Ogilby, 1897)

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