Fischlexikon: die Familie "Plotosidae" (Korallenwelse)


 Deutsche Bezeichnung auswählen 

 

 Wissenschaftliche Bezeichnung auswählen 

 

Korallenwelse (Plotosidae)

Systematik

Familie:
Plotosidae
(Korallenwelse)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Plotosidae (Korallenwelse)

Die Familie der Korallenwelse (Plotosidae) oder Aalwelse bestehen aus 40 Arten in neun Gattungen


Verbreitung

Korallenwelse (Plotosidae) leben im Indischen Ozean und im Westpazifik bis zu den Fidschiinseln, in Riffen und in angrenzenden Brack- und Süßgewässern leben. Mehr als die Hälfte der Arten lebt in Süßgewässern Australiens und Neuguineas.


Anatomie/Merkmale

Korallenwelse haben einen langgestreckten Körper mit einem aalartigen, zugespitzten oder abgerundeten Schwanz, der von einem Flossensaum aus zusammgewachsener zweiter Rücken-, Schwanz- und Afterflosse umgeben ist.

Die Schwanzflosse ist spitz oder abgerundet. Die erste Rückenflosse ist kurz und hat einen Stachel. Die Gattung Plotosus und einige andere haben Giftdrüsen in ihren Stacheln in der Rücken- und den Bauchflossen, die schon tödliche Verletzungen verursacht haben.

Eine Fettflosse fehlt. Der Kopf ist für Welse relativ klein, die Zähne sind konisch. Im Unterkiefer finden sich auch backenzahnähnliche Zähne. Die Kiemenmembranen sind nicht miteinander verwachsen. Die Anzahl der Branchiostegalstrahlen liegt bei sieben bis 14. Mit ihren meist vier Paaren Barteln suchen sie ihr Futter am Bodengrund. Die Schwimmblase ist ohne Knochenkapsel.

Der nur aus einer Süßwasserquelle in Südaustralien bekannte Neosilurus gloveri ist mit 8,4 Zentimeter die kleinste Art. Die größte Art Plotosus canius erreicht 1,5 Meter und lebt von den Küsten Indiens bis nach Neuguinea sowohl im Meer als auch in den Unterläufen der Flüsse. Große Arten werden kommerziell befischt. Es wird versucht sie in Aquakulturen zu züchten.

Fortpflanzung

Süßwasserarten der Korallenwelse betreiben Brutpflege und bauen Nester in den Kiesgrund. Meerwasserarten laichen versteckt. Die Jungfische bilden dichte kugelförmige Schwärme, die über den Boden "rollen". So sind die Einzeltiere für einen Raubfisch nicht zu identifizieren und sind geschützt.


Systematik

  • Familie Korallenwelse (Plotosidae)
    • Gattung Anodontiglanis
      • Anodontiglanis dahli (Rendahl, 1922)
    • Gattung Cnidoglanis
      • Cnidoglanis macrocephalus (Valenciennes, 1840)
    • Gattung Euristhmus, Ogilby, 1899
      • Euristhmus lepturus (Günther, 1864)
      • Euristhmus microceps (Richardson, 1845)
      • Euristhmus nudiceps (Günther, 1880)
    • Gattung Neosiluroides, Allen & Feinberg, 1998
      • Neosiluroides cooperensis (Allen & Feinberg, 1998)
    • Gattung Neosilurus, Steindachner, 1867
      • Neosilurus ater (Perugia, 1894)
      • Neosilurus brevidorsalis (Günther, 1867)
      • Neosilurus coatesi (Allen, 1985)
      • Neosilurus equinus (Weber, 1913)
      • Neosilurus gjellerupi (Weber, 1913)
      • Neosilurus gloveri (Allen & Feinberg, 1998)
      • Neosilurus hyrtlii (Steindachner, 1867)
      • Neosilurus idenburgi (Nichols, 1940)
      • Neosilurus mollespiculum (Allen & Feinberg, 1998)
      • Neosilurus novaeguineae (Weber, 1907)
      • Neosilurus pseudospinosus (Allen & Feinberg, 1998)
    • Gattung Oloplotosus, Weber, 1913
      • Oloplotosus luteus (Gomon & Roberts, 1978)
      • Oloplotosus mariae (Weber, 1913)
      • Oloplotosus torobo (Allen, 1985)
    • Gattung Paraplotosus, LacBleeker, 1863
      • Paraplotosus albilabris (Valenciennes, 1840)
      • Paraplotosus butleri (Allen, 1998)
      • Paraplotosus muelleri (Klunzinger, 1880)
    • Gattung Plotosus, La Cepède, 1803
      • Plotosus canius (Hamilton, 1822)
      • Plotosus fisadoha (Ng & Sparks, 2002)
      • Plotosus japonicus (Yoshino & Kishimoto, 2008)
      • Plotosus limbatus (Valenciennes, 1840)
      • Gestreifter Korallenwels (Plotosus lineatus), Thunberg, 1787
      • Plotosus nhatrangensis (Prokofiev, 2008)
      • Plotosus nkunga (Gomon & Taylor, 1982)
      • Plotosus papuensis (Weber, 1910)
    • Gattung Porochilus, Weber, 1913
      • Porochilus argenteus (Zietz, 1896)
      • Porochilus meraukensis (Weber, 1913)
      • Porochilus obbesi (Weber, 1913)
      • Porochilus rendahli (Whitley, 1928)
    • Gattung Tandanus, Mitchell, 1838
      • Tandanus bostocki (Whitley, 1944)
      • Tandanus tropicanus (Welsh et al., 2014)
      • Tauwels (Tandanus tandanus), Mitchell, 1838

Urheberrechte

Dieser Artikel wurde der "Wikipedia" entnommen und von uns bearbeitet. Er steht unter dieser Nutzungslizenz.


Nutzungsbedingungen

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) lizenzrechtlich geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu diesen Lizenzen findet Ihr [hier].


Haftungsausschluss

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.