Fischlexikon: die Familie "Rhincodontidae" (Walhaie)


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Walhaie (Rhincodontidae)

Systematik

Familie:
Rhincodontidae
(Walhaie)


Klasse:
Chondrichthyes
(Knorpelfische)

Rhincodontidae (Walhaie)

Der Walhai (Rhincodon typus) ist der größte Hai und zugleich der größte Fisch der Gegenwart. Der Walhai ist die einzige Art der Gattung Rhincodon, der einzigen Gattung innerhalb der Familie Rhincodontidae. Der Walhai gehört der Ordnung der Ammenhaiartigen an.


Verbreitung

Walhaie bevorzugen eine Wassertemperatur von 21 bis 25 °C und sind weltweit in fast allen warmen, tropischen und subtropischen Gewässern anzutreffen, wobei es Regionen gibt, in denen sie gehäuft auftreten. In der Regel handelt es sich hierbei um Gebiete mit saisonaler Planktonblüte oder Regionen, in denen planktonreiches kälteres Auftriebswasser zu beobachten ist.

Walhaie wandern häufig zwischen küstennahen und küstenfernen Gebieten. Männliche Walhaie legen dabei beträchtliche Strecken zurück, weibliche nur kürzere; sie scheinen regelmäßig in das Gebiet ihrer Geburt zurückzu-
kehren. Auch männliche Haie kehren regelmäßig zu bestimmten Stellen zurück. Sie treten vereinzelt aber auch in Gruppen von bis zu 100 Tieren auf.


Anatomie/Merkmale

Walhaie sind von gräulicher, bräunlicher oder bläulicher Farbe. Der Bauch ist hell gefärbt, der Rücken ist mit hellen Streifen und Flecken überzogen, die in Querlinien angeordnet sind. Das große Maul erstreckt sich über die gesamte Breite der abgeflachten und stumpfen Schnauze. Er hat als einziger Vertreter der Haie ein endständiges Maul. Die etwa 3600 kleinen Zähne stehen in mehr als 300 dichten Reihen angeordnet.

Die Tiere besitzen fünf Kiemenspalten, zwei Rückenflossen sowie Brust- und Analflossen. Der obere Lappen der Schwanzflosse ist etwa ein Drittel länger als der untere. Mit einer Dicke von bis zu 15 cm hat er die dickste Haut aller Lebewesen der Erde.

Das bisher längste gemessene Individuum eines Walhais war 13,7 m lang. Es gibt auf Sichtungen beruhende Berichte von bis zu 18 oder 20 m langen Individuen, doch beruhen diese wohl vor allem auf einer besonders bei großen Tieren häufigen Überschätzung sowie Übertreibungen.

Walhaie können ein Gewicht von über 12 Tonnen erreichen. Sie ernähren sich ähnlich wie Riesenhaie und Riesenmaulhaie von Plankton und anderen Kleinstlebewesen, die sie durch Ansaugen des Wassers filtrieren. Nach neueren Untersuchungen fressen sie aber auch Fische bis zur Größe von Makrelen und kleinen Thunfischen.

Wegen seiner Nahrungsspezialisierung ist dieser Hai ungefährlich für den Menschen, zu Unfällen kann es jedoch durch die Größe und Kraft der Tiere kommen.

Walhaie saugen das Wasser aktiv an (bis zu 6000 l/h) und pressen es durch ihre Kiemen, die mit einem schwammartigen Filtrierapparat versehen sind. Dieser wird aus Knorpelspangen gebildet, welche die einzelnen Kiemenbögen wie ein Gitter miteinander verbinden und auf denen untereinander verfilzte Hautzähnchen sitzen.

Um ihren enormen Nahrungsbedarf zu decken, filtern sie auf diese Weise neben Plankton auch kleine Fische und andere Meeresbewohner aus dem Wasser. Häufig "stehen" sie dabei senkrecht, den Kopf zur Wasseroberfläche gerichtet im Wasser, oder sie bewegen den aus dem Wasser ragenden Kopf von einer Seite zur anderen und öffnen und schließen dabei das Maul (7–28 Mal pro Minute).


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