Fischlexikon: die Familie "Serranidae" (Sägebarsche)


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Sägebarsche (Serranidae)

Systematik

Familie:
Serranidae
(Sägebarsche)


Klasse:
Osteichthyes
(Knochenfische)

Serranidae (Sägebarsche)

Die Sägebarsche (Serranidae) sind eine Familie kleiner bis sehr großer Meeresfische aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes). Mit über 500 Arten gehören sie zu den artenreichsten Fischfamilien.

Zu den Sägebarschen gehören als Unterfamilie auch die imposanten Zackenbarsche und die meist rötlichen Fahnenbarsche (Anthiinae), die zu den häufigsten Fischen der Außenriffhänge gehören.


Verbreitung

Fast alle Sägebarsche leben küstennah in tropischen und subtropischen Regionen aller Ozeane. In Australien und Neuguinea gibt es auch einige wenige Süßwasserarten. Die meisten Arten leben in flacherem Wasser oberhalb von 300 Metern, nur wenige tiefer.


Anatomie/Merkmale

Viele Sägebarsche sind große, massige Fische von typischer Barschgestalt. Ihre Größe reicht von 2,3 Zentimetern langen Pseudogramma guineensis bis zum Riesenzackenbarsch (Epinephelus lanceolatus), der 2,70 Meter lang und bis zu 400 Kilogramm schwer werden kann.

Auf dem Kiemendeckel befinden sich drei Dornen, ein zentraler großer und oben und unten jeweils ein kleiner. Der Vorkiemendeckel ist fein gezähnt. Die Seitenlinie ist vollständig und reicht nicht bis auf die Schwanzflosse.

Bei einigen Fahnenbarschen folgt sie der Rückenflossenbasis, bei einer Art fehlt sie. Die Rückenflosse ist normaler-weise durchgehend, hart- und weichstrahliger Teil können durch eine Einbuchtung voneinander getrennt sein. Ihr vorderer Teil wird von sieben bis zehn (13 bei Acanthistius und Niphon) Stacheln gestützt.

Die Afterflosse hat drei Flossenstacheln, die Bauchflossen einen Stachel und fünf Weichstrahlen. Die Schwanzflosse ist abgerundet, spatenfömig oder sichelförmig, nur selten gegabelt. Bei viele Fahnenbarsch-Männchen sind die Flossen lang ausgezogen.

Der Unterkiefer steht bei vielen Arten vor. Es gibt normalerweise 24 Wirbel, 25 bis 28 bei den Fahnenbarschen und 30 bei Niphon. Die Anzahl der Branchiostegalstrahlen liegt bei 7. Viele Arten sind bunt gefärbt, viele dienen als Speisefische.

Lebensweise

Die meisten Arten findet man im Bereich von Korallenriffen und an den Küsten tropischer und subtropischer Gewässer. Die eigentlichen Sägebarsche und die Zackenbarsche ernähren sich von Fischen, Kopffüßern und Krebstieren, die Fahnenbarsche von Zooplankton.

Alle daraufhin untersuchte Arten sind Hermaphroditen. Die meisten zeitlich gestaffelte Hermaphroditen, die als Männchen geschlechtsreif werden und sich später in Weibchen verwandeln. Einige Arten z.B die der Hamletbarsche (Hypoplectrus), sind simultane Hermaphroditen, d.h. haben gleichzeitig funktionierende weibliche und männliche Keimdrüsen.

Eine Selbstbefruchtung findet nicht statt, da bei einem Laichvorgang nur Eier oder Spermien abgegeben werden. Simultaner Hermaphroditismus gilt als primitiver als zeitlich gestaffelter Hermaphroditismus. Große Sägebarsche produzieren große Mengen an Laich. Die Larven sind planktonisch und lassen sich von den Meeresströmungen zu geeigneten Lebensräumen transportieren.


Systematik

Äußere Systematik

Die Sägebarsche werden in die Ordnung der Barschartigen (Perciformes) gestellt und sind dort die einzige Familie der Unterordnung Serranoidei.

Innere Systematik

Die Sägebarsche werden in 5 bis 7 Unterfamilien unterteilt.

  • Familie Sägebarsche (Serranidae)
    • Unterfamilie Fahnenbarsche (Anthiinae)
    • Unterfamilie Diploprioninae
      (Diploprion, die einzige Gattung, wird beim Catalog of Fishes den Seifenbarsche zugerechnet)
    • Unterfamilie Seifenbarsche (Grammistinae)
    • Unterfamilie Zackenbarsche (Epinephelinae)
    • Unterfamilie Zwergzackenbarsche (Liopropomatinae)
    • Unterfamilie Niphoninae
      (Niphon, die einzige Gattung, ist nah mit den Echten Barschen (Percidae) verwandt und und wurde in eine eigenständige Fischfamilie gestellt, die Niphonidae)
    • Unterfamilie Eigentliche Sägebarsche (Serraninae)

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