Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Prachtcorydoras ist Südamerika: Zentralbrasilien (Rio Guaporé) und Bolivien (Rio Guaporé). Dieser Wels ist sehr scheu und lebt in kleinen Gruppen am Gewässergrund. Er ist Darmatmer und benötigt daher freien Zugang zur Wasseroberfläche.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22° C - 28° C
pH-Wert: 6,0-8,0
Gesamthärte: 2°-25°
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 100 cm
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Wels Tabletten, Trockenfutter, Tubifex
Haltung:
Der Prachtcorydoras ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit er sich nicht erkältet (Becken daher am besten abdecken).
Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweist. Das Becken sollte bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein heller, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Moorkienwurzeln o.ä.) vorhanden sein.
Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens 4-6 Tieren gehalten werden, er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen und friedlichen Arten vergesellschaften. Stress jeglicher Art sollte vermieden werden.
Zucht:
Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft. Wir empfehlen pro Männchen 2 Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen.
Das Weibchen klebt nacheinander seine Eier an Pflanzen, Steinen oder den die Beckenscheiben (Substratlaicher), vorher putzt es diese Stellen. Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 26°-27° C nach ca. 3-4 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.