Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Schwarzen Schwielenwelses ist Südamerika: östlich der Anden und nördlich von Buenos Aires, einschließlich des Orinoco, Trinidad, Küstenflüsse von Guayana, Amazonas Drainage, Paraguay, der untere Paraná Fluss und die Küstensysteme im Süden Brasiliens (11°N - 37°S). Sein Habitat sind sumpfige Süß- und Brackwasserregionen (bis zu einer Salinität von 16 ppt).
Aquaristik-Info
Temperatur: 18° C - 25° C
pH-Wert: 5,9-7,2
Gesamthärte: ?
Wasserregion: unten
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven, Chironomidenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Wels Tabletten, Trockenfutter, Tubifex, pflanzliches Futter.
Haltung:
Der Schwarze Schwielenwels ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit er sich nicht erkältet (Becken daher am besten abdecken). Die Fähigkeit zur Darmatmung tritt erst ein, nachdem dieser Wels mehr als 32 Tage alt ist.
Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweisen sollte. Das Becken sollte mit Schwimmpflanzen bepflanzt und auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten und Laichhöhlen (Pflanzen, Moorkienwurzeln, Tonröhren o.ä.) vorhanden sein.
Zucht:
Der Schwarze Schwielenwels wird mit 1 Jahr geschlechtsreif. Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, starke und abrupte Teilwasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft.
Zunächst baut das Männchen in einer Höhle oder unter einem größeren Blatt ein Schaumnest gebaut. Dieses Nest wird vom Männchen aggressiv verteidigt.
Die Paarung erfolgt in unmittelbarer Nähe des Schaumnestes. Bei der Paarung klemmt das Männchen mit seinen Brustflossen die Barteln des Weibchens an seinen Körper, drückt das Weibchen dadurch gegen seine Bauchseite und stößt dabei gleichzeitig Samenfäden aus. Danach laicht das Weibchen 2-4 Eier und fängt diese mit Ihren Bauchflossen auf. Nun lässt das Männchen das Weibchen wieder frei und dieses schwimmt durch die Spermawolke und befruchtet damit die Eier. Das Weibchen klebt nun nacheinander die Eier an bzw. in das Schaumnest.
Manche Quellen berichten, dass das Weibchen die Eier und das Sperma in den Mund nimmt und im Mund die Befruchtung stattfindet.
Das Pärchen wiederholt diesen Vorgang, bis die Eier befruchtet und angeklebt wurden. Ein Männchen kann auch mit mehreren Weibchen laichen.
Das Männchen bewacht das Gelege und auch die Fischlarven. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen entfernt werden.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 23°-24° C nach ca. 3-4 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.