Fischlexikon: Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras melini)
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Süßwasserfische"
| Name: | Kopfbinden-Panzerwels | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Callichthyidae | |
| (deutsch) | Panzer- und Schwielenwelse | |
| Gattung: | Corydoras | |
| Gattung+Art: | Corydoras melini | |
| Gesamt: | 3165 Fischarten | |
Übersicht
Der Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras melini), auf englisch "Bandit corydoras" oder "False bandit catfish", ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Corydoras.
Merkmale
Die wichtigsten Merkmale des Kopfbinden-Panzerwelses:
- sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht
- seine Körperfärbung ist silbrig-grau bis weißlich-rosa. Durch die Augen verläuft eine schwarze Querbinde über seinen Kopf, eine weitere schwarze Längsbinde vom Beginn seiner Rückenflosse über seinen Rücken bis zum unteren Rand der Schwanzflosse. Seine Körperflanken enthalten außerdem mehrere punktierte Langsbinden. Seine Kiemendeckel sind oft gelblich bis golden gefärbt
- der vordere Teil seiner Rückenflosse schwarz gefärbt. Die anderen Flossen sind in der Körperfarbe gefärbt, manchmal auch fast transparent
- der 1. Brust- und Rückenflossenstrahl ist kräftig, stachelartig und arretierbar
- er besitzt eine Fettflosse
- sein Mund ist von kurzen Bartelpaaren umgeben
- seine Augen sind relativ groß
- weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Weibchen werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
Größe
Der Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras melini) wird maximal ca. 5-6 cm lang.
Maximales Alter
Der Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras melini) wird maximal ca. 10 Jahre alt.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Kopfbinden-Panzerwelses ist Südamerika: Kolumbien und Brasilien. Sein Habitat sind schattige, sandige, weichgründige Gewässerbereiche.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22° C - 27° C
pH-Wert: 6,0-7,5
Gesamthärte: 2°-14°
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 60 Liter
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex
Haltung:
Der Kopfbinden-Panzerwels ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten (Becken daher am besten abdecken). Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweist.
Das Becken sollte gut bepflanzt (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung) sein, jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher, nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Moorkienwurzeln o.ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden, er läßt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen und friedlichen Arten vergesellschaften.
Zucht:
Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft. Wir empfehlen pro Männchen 2 Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen.
Das Weibchen klebt seine Eier an Pflanzen, Steinen oder den Beckenscheiben (Substratlaicher), vorher putzt es diese Stellen. Nach dem Laichvorgang sollte man die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernen.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 26°-27° C nach ca. 4-5 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.
Fortpflanzung
(siehe oben unter "Aquaristik-Info")
Nahrung
Der Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras melini) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.
Krankheiten
Welse sind eigentlich äußerst robuste Fische und erkranken auch selten. Voraussetzung ist jedoch eine artgerechte Haltung (Futter, Wasserwerte usw.).
Es kann jedoch zu Problemen kommen, wenn Welse zusammen mit anderen Fischarten gehalten werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies bei Welsen zum Tode führen. Auch Schnecken- oder Algenbekämpfungsmittel können Kupfer enthalten!
Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können jedoch auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.
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