Fischlexikon: Kopfbinden-Panzerwels (Hoplisoma melini)
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Süßwasserfische"
| Name: | Kopfbinden-Panzerwels | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Callichthyidae | |
| (deutsch) | Panzer- und Schwielenwelse | |
| Gattung: | Hoplisoma | |
| Gattung+Art: | Hoplisoma melini | |
| Gesamt: | 3186 Fischarten | |
Übersicht
Der Kopfbinden-Panzerwels (Hoplisoma melini, Synonym: Corydoras melini) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplisoma. Er kann eine maximale Länge von etwa fünf bis sechs Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Bandit corydoras”.
Der Kopfbinden-Panzerwels stammt aus dem tropischen Südamerika, wo er im Einzugsgebiet des oberen Rio Negro und des Rio Meta verbreitet ist.
Merkmale
wichtige Merkmale des Kopfbinden-Panzerwelses:
- sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht
- das Maul des Kopfbinden-Panzerwelses ist von kurzen Bartelpaaren umgeben
- seine Augen sind relativ groß
- deine Körperfärbung ist silbrig-grau bis weißlich-rosa
- durch die Augen des Kopfbinden-Panzerwelses verläuft eine schwarze Querbinde über seinen Kopf, eine weitere schwarze Längsbinde vom Beginn seiner Rückenflosse über seinen Rücken bis zum unteren Rand der Schwanzflosse.
- seine Körperflanken enthalten außerdem mehrere punktierte Längsbinden. Seine Kiemendeckel sind oft gelblich bis golden gefärbt
- der vordere Teil seiner Rückenflosse ist schwarz gefärbt. Die anderen Flossen sind in der Körperfarbe gefärbt, manchmal auch fast transparent
- der erste Brust- und Rückenflossenstrahl des Kopfbinden-Panzerwelses sind kräftig, stachelartig und arretierbar
- eine Fettflosse ist vorhanden
- weibliche Exemplare des Kopfbinden-Panzerwelses werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Sie werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
Größe
Der Kopfbinden-Panzerwels (Hoplisoma melini) erreicht eine maximale Länge von etwa 5 bis 6 cm erreichen.
Maximales Alter
Bei guter Pflege kann der Kopfbinden-Panzerwels (Hoplisoma melini) im Aquarium etwa 8–10 Jahre alt werden.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Kopfbinden-Panzerwelses (Hoplisoma melini) ist Südamerika. Er kommt in Kolumbien im Stromgebiet des Río Meta sowie in den Flüssen Río Guaviare, Río Caquetá und Río Vaupés (auch Uaupés genannt) vor. In Brasilien ist er im oberen Einzugsgebiet des Rio Negro, insbesondere in den Flüssen Río Vaupés (Uaupés) und Río Papuri, verbreitet.
Sein Lebensraum sind vorwiegend tropische Fließgewässer mit sehr weichem und saurem Wasser (Schwarzwasser). Die Fische bevorzugen schattige Bereiche mit dichter Ufervegetation und langsamer bis mäßiger Strömung. Diese Gewässer sind durch feine, sandige und weichgründige Böden geprägt, die oft mit Falllaub und organischem Material bedeckt sind.
Aquaristik-Info
Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 22 °C – 27 °C
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 12 °dH
Aquariumgröße: etwa 80 Liter (Aquariumvolumen berechnen)
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex
Haltung:
Da der Kopfbinden-Panzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten (Becken daher am besten abdecken). Er liebt sauerstoffreiches, klares und schwach durchströmtes Wasser.
Das Becken sollte gut bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.
Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Wurzeln o. Ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens fünf bis sechs Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.
Zucht:
Zur Förderung der Laichbereitschaft empfiehlt sich ein Herabsetzen der Wassertemperatur um 2–3 °C mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung.
Wir empfehlen pro Männchen zwei Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen. Das Weibchen laicht seine etwa 100 Eier, die ca. 2 mm groß sind, an Pflanzen, Steinen oder den Beckenscheiben ab (Substratlaicher). Das Männchen befruchtet diese. Nach dem Laichvorgang sollten die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernt werden.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 25–27 °C nach ca. fünf Tagen. Nach weiteren zwei bis drei Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.
Diese Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität, weshalb eine erfolgreiche Zucht nur bei optimalen Wasserbedingungen gelingt.
weitere Informationen:Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.
Fortpflanzung
(siehe unter "Aquaristik")
Nahrung
Der Kopfbinden-Panzerwels (Corydoras julii) ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.
Krankheiten
Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.
Literaturhinweis
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