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Karibischer Riffhai beim Füttern
Der Karibische Riffhai (Carcharhinus perezi) ist ein Hai aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus. Sein englischer Name lautet "Caribbean reef shark".
Der Karibische Riffhai kann eine Länge von etwa 300 cm und ein Gewicht von etwa 70 kg erreichen.
Er kommt in den tropischen Gewässern des westlichen Atlantiks von Florida bis Brasilien vor und ist in der Karibik der am häufigsten anzutreffende Riffhai. Nördlich der Florida Keys ist er jedoch äußerst selten anzutreffen.
Ist der Karibische Riffhai gefährlich für den Menschen?
Karibische Riffhaie gelten im Allgemeinen nicht als aggressiv gegenüber Menschen und sind für Taucher und Schnorchler in der Regel ungefährlich.
Wenn sie sich jedoch bedroht fühlen, zeigen sie manchmal ein Drohverhalten, bei dem sie in kurzen, ruckartigen Bewegungen schwimmen, häufig die Richtung ändern und wiederholt für ein bis eineinhalb Sekunden ihre Brustflossen senken. Dieses Verhalten ist weniger ausgeprägt als das des Grauen Riffhais (C. amblyrhynchos).
Laut den Statistiken des „Florida Museum of Natural History“ und dessen SAF - International Shark Attack File wurden 4 unprovozierte Angriffe auf Menschen verzeichnet. Keiner dieser Angriffe endete tödlich. „Unprovoziert” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Haie weder angefasst noch gefüttert wurden. Hier findet ihr weitere Informationen über die gefährlichsten Raubfische der Welt.
Bedrohung des Karibischen Riffhais durch den Menschen
Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „stark gefährdet“ (Endangered) geführt. Seine Population ist vor Belize und Kuba aufgrund von Überfischung zurückgegangen und in anderen Regionen wird weiterhin auf ihn gefischt.
Zudem ist er durch die Verschlechterung und Zerstörung seines Lebensraums, der Korallenriffe, bedroht. Die kommerzielle Fischerei dieser Art ist in den Gewässern der Vereinigten Staaten verboten. Aufgrund ihrer Bedeutung für den Ökotourismus sind sie auf den Bahamas sowie in einer Reihe von Meeresschutzgebieten (MPAs) vor Brasilien und an anderen Orten geschützt.
Die Jungtiere des Karibischen Riffhais werden von größeren Haien, wie dem Tigerhai (Galeocerdo cuvier) oder dem Bullenhai (Carcharhinus leucas), gejagt.