Fortpflanzung
Wann genau Sladenia shaefersi die Geschlechtsreife erlangt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht.
Auch die genaue Laichzeit ist noch nicht bekannt. Bei verwandten Seeteufel-Arten liegt der Schwerpunkt jedoch meist in den Winter- bis Sommermonaten. Es wird vermutet, dass die Fische zum Laichen in noch tiefere Gewässerabschnitte abwandern.
Wir gehen davon aus, dass diese Art, wie alle Seeteufel (Lophiidae), ihre Eier nicht einzeln ins Wasser abgibt, sondern sie in ein großes, schwimmfähiges Gallertband (Laichband) einbetten. Dieses Laichband treibt frei in der obersten, sogenannten pelagialen Wasserschicht. Durch Strömung und Wellengang wird das Band mit der Zeit zerrissen, wodurch die Eier über weite Strecken im Meer verteilt werden.
Konkrete Zahlen, wie viele Eier die Weibchen produzieren, liegen derzeit nicht vor. Die Anzahl schwankt je nach Körpergröße des Weibchens. Die Befruchtung erfolgt durch äußere Befruchtung. Dabei gibt das Männchen seine Spermien direkt ins Wasser ab, wo sie in die Gallerthülle des treibenden Laichbands eindringen.
Wir vermuten, dass auch bei dieser Art, wie bei allen Seeteufeln (Lophiidae), die nur wenige Millimeter großen Fischlarven je nach Wassertemperatur nach wenigen Tagen bis Wochen schlüpfen. Diese verbleiben nach dem Schlüpfen für einige Tage im schützenden Laichband und ernähren sich von ihrem Dottersack. Sobald dieser aufgezehrt ist, verlassen sie das Laichband und leben als Teil des Zooplanktons pelagisch im offenen Wasser.
Anfangs sehen die Fischlarven relativ bizarr aus, da ihre Bauchflossen zu sehr langen, fadenförmigen Fortsätzen verlängert sind. Diese unterstützen sie beim Schweben im Wasser. Später verändert sich ihr Körper: Sie verlieren die langen Schwebefortsätze und führen von nun an eine benthische Lebensweise in tieferen Bereichen. Dort graben sie sich im Sand oder Schlamm ein und beginnen ein Leben als Lauerjäger.