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Fischlexikon der Salzwasserfische: Sladenia shaefersi


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Name: Sladenia shaefersi
Ordnung: Lophiiformes
(deutsch) Armflosser
Familie: Lophiidae
(deutsch) Seeteufel
Gattung: Sladenia
Gattung+Art: Sladenia shaefersi
Gesamt: 1301 Fischarten

Info

Sladenia shaefersi ist ein Salzwasserfisch aus der Tiefsee, der laut Wikipedia eine maximale Länge von etwa 100 Zentimetern erreichen kann. Er lebt im westlichen Atlantik in Wassertiefen von etwa 900 bis zu 1.200 Metern. Er gehört zur Ordnung der Armflosser (Lophiiformes) und zur Familie der Seeteufel (Lophiidae). Sein englischer Name lautet „Shaefer's anglerfish“.


Maximales Alter

Das maximale Alter von Sladenia shaefersi ist zurzeit noch unbekannt.


Merkmale

Sladenia shaefersi

Sladenia shaefersi

wichtige Merkmale von Sladenia shaefersi:

  • Sladenia shaefersi hat einen eher rundlichen als dorsoventral abgeflachten Kopf mit einem deutlich gewölbten Nacken
  • der hintere Teil des Körpers und der Schwanzstiel sind hingegen zusammengedrückt
  • die Haut ist mit zahlreichen kleinen, spitzen, haarähnlichen Filamenten bedeckt
  • von der Oberkante der Augenhöhle bis zur Schnauze von Sladenia shaefersi verläuft ein glatter Knochenkamm. Die wenigen Stacheln am Kopf sind niedrig, abgerundet und unter der Haut kaum wahrnehmbar
  • das Maul ist sehr groß und breit. Die Zähne sind relativ klein und borstenartig, wobei die Zähne in der Mitte des Gaumens größer sind als die an den Seiten
  • die Grundfärbung variiert von gräulich bis dunkelbraun
  • Kopf und Körper sind mit einem Netz aus hellen Linien und Rosetten bedeckt
  • Die 1. Rückenflosse besitzt 2 Stachelstrahlen, wobei der 1. Stachel als sogenannte Lockangel („Illicium”) umgebildet ist. An dessen Spitze befindet sich ein kleiner Köder, die sogenannte „Esca”. Mit diesem lockt er kleine Beutetiere an
  • die 2. Rückenflosse befindet sich hinter dem Kopf und besitzt 8 oder 9 Weichstrahlen
  • er benutzt seine kräftigen, armähnlichen Brust- und Bauchflossen, um sich über den Meeresgrund zu „bewegen“
  • Flossenformel: D (insgesamt) II/9, A 0/6, P 0/17, V I/5

Größe

Sladenia shaefersi kann laut Wikipedia eine Länge von etwa 100 Zentimetern erreichen. Dabei werden die Weibchen deutlich größer als die Männchen.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Sladenia shaefersi ist im Westatlantik verbreitet. Dieser Seeteufel lebt von der Küste South Carolinas über den Golf von Mexiko und die Karibik bis zur Nordküste Südamerikas sowie bei abgelegenen Seebergen wie dem Corner Rise Seamount.

Er ist ein Bewohner der Tiefsee und lebt in Wassertiefen von etwa 900 bis zu 1.200 Metern. Er bevorzugt felsige Substrate, Steinformationen und Korallenschutt auf Kontinentalabhängen und Seebergen. Dort liegt er in der Regel bewegungslos am Meeresgrund und lauert auf seine Beute.


Fortpflanzung

Wann genau Sladenia shaefersi die Geschlechtsreife erlangt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht.

Auch die genaue Laichzeit ist noch nicht bekannt. Bei verwandten Seeteufel-Arten liegt der Schwerpunkt jedoch meist in den Winter- bis Sommermonaten. Es wird vermutet, dass die Fische zum Laichen in noch tiefere Gewässerabschnitte abwandern.

Wir gehen davon aus, dass diese Art, wie alle Seeteufel (Lophiidae), ihre Eier nicht einzeln ins Wasser abgibt, sondern sie in ein großes, schwimmfähiges Gallertband (Laichband) einbetten. Dieses Laichband treibt frei in der obersten, sogenannten pelagialen Wasserschicht. Durch Strömung und Wellengang wird das Band mit der Zeit zerrissen, wodurch die Eier über weite Strecken im Meer verteilt werden.

Konkrete Zahlen, wie viele Eier die Weibchen produzieren, liegen derzeit nicht vor. Die Anzahl schwankt je nach Körpergröße des Weibchens. Die Befruchtung erfolgt durch äußere Befruchtung. Dabei gibt das Männchen seine Spermien direkt ins Wasser ab, wo sie in die Gallerthülle des treibenden Laichbands eindringen.

Wir vermuten, dass auch bei dieser Art, wie bei allen Seeteufeln (Lophiidae), die nur wenige Millimeter großen Fischlarven je nach Wassertemperatur nach wenigen Tagen bis Wochen schlüpfen. Diese verbleiben nach dem Schlüpfen für einige Tage im schützenden Laichband und ernähren sich von ihrem Dottersack. Sobald dieser aufgezehrt ist, verlassen sie das Laichband und leben als Teil des Zooplanktons pelagisch im offenen Wasser.

Anfangs sehen die Fischlarven relativ bizarr aus, da ihre Bauchflossen zu sehr langen, fadenförmigen Fortsätzen verlängert sind. Diese unterstützen sie beim Schweben im Wasser. Später verändert sich ihr Körper: Sie verlieren die langen Schwebefortsätze und führen von nun an eine benthische Lebensweise in tieferen Bereichen. Dort graben sie sich im Sand oder Schlamm ein und beginnen ein Leben als Lauerjäger.


Nahrung

Sladenia shaefersi ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen sowie von kleinen, bodenbewohnenden und freischwimmenden Organismen der Tiefsee. Dazu gehören Krebstiere, wie beispielsweise Flohkrebse (Amphipoda), Ruderfußkrebse (Copepoda) und Garnelen sowie Weichtiere (Mollusken).

Sladenia shaefersi ist ein Lauerjäger, der sich im Sand oder Schlamm vergräbt und dort perfekt getarnt auf seine Opfer wartet. Zum Beutefang nutzt sie eine hochspezialisierte Jagdtechnik: Über dem Maul befindet sich ein modifizierter erster Rückenflossenstrahl, die sogenannte Angel („Illicium”). An dessen Spitze befindet sich ein kleiner, fleischiger Köder („Esca”), der wie ein kleiner, zappelnder Wurm oder ein Fischchen hin und her bewegt wird.

Neugierige Beutetiere werden von diesem Köder angelockt und schwimmen direkt vor das Maul von Sladenia shaefersi. Sobald sich das Opfer nah genug vor dem großen Maul befindet, reißt Sladenia shaefersi dieses schnell auf. Der dadurch entstehende Unterdruck saugt die Beute in den Schlund hinein. Dieser Vorgang dauert nur wenige Millisekunden.

Das Maul ist mit spitzen, nach innen gebogenen Zähnen besetzt. Sie funktionieren wie eine Reuse: Die Beute kann leicht hineingleiten, aber nicht mehr entkommen. Sladenia shaefersi kann Beutetiere fressen, die fast so groß sind wie er selbst. Vorausgesetzt, sie passen in sein Maul.


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