Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Panda-Panzerwels (Hoplisoma panda)
Der Panda-Panzerwels (Hoplisoma panda) stammt ursprünglich aus Südamerika und ist dort vor allem im peruanischen Teil des oberen Amazonasbeckens verbreitet.
Seine Heimat sind vor allem die Einzugsgebiete des Rio Ucayali in Peru. Er bewohnt klare, oft kühle und sauerstoffreiche Fließgewässer und ihre Nebenflüsse.
Diese Welse leben bevorzugt über feinem Sandgrund oder abgerundetem Kies.
Diese Gewässer weisen oft eine moderate Strömung sowie dichte Vegetation oder Versteckmöglichkeiten durch Treibholz und Falllaub auf.
Da viele dieser Bäche durch Schmelzwasser der Anden gespeist werden, verträgt der Panda-Panzerwels zeitweise recht kühle Temperaturen bis etwa 19 °C.
Aquaristik-Info
Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 20 °C – 26 °C
pH-Wert: 6,0 – 7,8
Gesamthärte: 2 – 18 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 60 Liter (Aquariumvolumen berechnen)
Fütterung:
abwechslungsreiche und schnellsinkendes Futter wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex, Algentabletten, Gemüse
Haltung:
Da der Panda-Panzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Das Becken sollte daher am besten abgedeckt werden. Er liebt sauerstoffreiches, klares und schwach durchströmtes Wasser.
Das Becken sollte gut bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.
Es sollten unbedingt auch Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Wurzeln o. Ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens fünf bis zehn Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.
Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.
Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 5 bis 6 Monaten ein. Der entscheidende Auslöser für das Ablaichen ist oft die Simulation der Regenzeit durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser.
Bei der Paarung schwimmt das Weibchen unruhig durch das Becken und putzt potenzielle Laichstellen. Die Männchen folgen ihm aufgeregt. Bei der Befruchtung stellt sich das Männchen quer vor den Kopf des Weibchens, sodass ihre Körper ein „T” bilden.
Während dieser Stellung gibt das Männchen Sperma ab. Das Weibchen nimmt dieses (vermutlich über das Maul oder die Kiemen) auf und leitet es zu den Eiern weiter.
Das Weibchen bildet mit seinen Bauchflossen eine kleine Tasche, in der es ein bis mehrere Eier auffängt. Anschließend schwimmt es zu einer zuvor gereinigten, glatten Fläche – meist die Aquarienscheibe, Pflanzenblätter oder Laichmopps – und klebt die Eier dort einzeln oder in kleinen Gruppen fest.
Dieser Vorgang kann sich über Stunden hinziehen, wobei pro Laichakt oft 15 bis 25 (bei hochkonditionierten Tieren bis zu 80–120) Eier abgelegt werden.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa vier bis fünf Tagen. Nach weiteren zwei bis drei Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.
Nach ca. 10 bis 14 Tagen können gesiebte Cyclops, feines Frostfutter oder zerriebene Futtertabletten (z. B. mit Spirulina) gefüttert werden.
weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung
Hoplisoma.