Fisch-Familien




Familie:
Falsche Dornwelse (Auchenipteridae)
Ordnung:
Welsartige
(Siluriformes)
Klasse:
Knochenfische (Osteichthyes)
Die Falschen Dornwelse (Auchenipteridae) oder "Trugdornwelse" sind eine Familie südamerikanischer Welse aus der Ordnung der Welsartigen (Siluriformes).
Die Falschen Dornwelse (Auchenipteridae) stammen aus Südamerika und bewohnen Brasilien südlich bis Rio de Janeiro, die Guyanas, das südliche Trinidad, Venezuela, Kolumbien und das östliche Ecuador, Peru, Bolivien und Panama.
Mit Ausnahme der brackwasserbewohnenden Art Pseudauchenipterus nodosus leben alle Falschen Dornwelse im Süßwasser.
Der Körper der Falschen Dornwelse (Auchenipteridae) ist schuppenlos. Der Bereich zwischen dem Kopf und dem Ansatz der Rückenflosse ist mit Knochenplatten bedeckt, die sich unter der Haut befinden.
Falsche Dornwelse haben in der Regel 3 Paar relativ kurze Barteln, 1 am Oberkiefer und 2 am Unterkiefer. Das längste Bartelpaar befindet sich am Oberkiefer.
Die kurze Rückenflosse befindet sich weit vorne, direkt hinter dem Ende der Kiemen. Der 1. Flossenstrahl der Rückenflosse und der Bauchflossen ist zu einem kräftigen Stachel entwickelt.
Eine kleine Fettflosse ist meist vorhanden, sie kann aber auch fehlen. Die Afterflosse kann lang oder kurz ausgebildet sein. Alle Arten verfügen wahrscheinlich über eine innere Befruchtung. Zu diesem Zweck sind bei einigen Gattungen die ersten 2 bis 4 Flossenstrahlen der Afterflosse zu einem Begattungsorgan umgebildet.
Ein Seitenlinienorgan ist vorhanden. Die Seitenlinie ist meist verzweigt oder verläuft zickzackförmig.
Die meisten Arten der Falschen Dornwelse sind nachtaktiv. Diese Welse ernähren sich von Krebstieren, Würmern, Insektenlarven, kleinen Fischen, Detritus und gelegentlich auch von Früchten.
Welse sind eigentlich sehr robuste Fische und werden selten krank. Voraussetzung ist jedoch eine artgerechte Haltung (Futter, Wasserwerte etc.).
Probleme können jedoch auftreten, wenn Welse mit anderen Fischarten vergesellschaftet werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies zum Tod der Welse führen. Auch Schnecken- oder Algenbekämpfungsmittel können Kupfer enthalten!
Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können aber auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.
Es gibt 2 Unterfamilien und 22 Arten (Stand: Mai 2024)
Literaturhinweise:
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