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Fischlexikon: Marmorierter Panzerwels (Hoplisoma paleatum)


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Süßwasserfische"

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Name: Marmorierter Panzerwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Hoplisoma
Gattung+Art: Hoplisoma paleatum
Gesamt: 3188 Fischarten

Übersicht

Der Marmorierte Panzerwels (Hoplisoma paleatum, Synonym: Corydoras paleatus) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplisoma. Er kann eine maximale Länge von etwa 7 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Peppered corydoras”.

Der Marmorierte Panzerwels stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Südamerika. Sein natürliches Vorkommen erstreckt sich über das La-Plata-System in Argentinien, Brasilien (Rio Grande do Sul, Paraná), Uruguay und Paraguay.


Merkmale

Blauer Panzerwels (Hoplisoma nattereri)

Marmorierter Panzerwels (H. paleatum)

wichtige Merkmale des Marmorierten Panzerwelses:

  • sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Die höchste Körperstelle befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse
  • seine Augen sind relativ groß
  • das Maul des Marmorierten Panzerwelses ist mit mehreren Barteln umgeben
  • die Körperfärbung ist meist silbrig, gelblich, golden, bläulich oder grünlich
  • sein Körper ist mit großen, dunklen Flecken bedeckt. Auch sein Kopf weist mehrere dunkle Flecken oder Striche auf
  • seine Flossen sind durchsichtig, die Rückenflosse ist hoch und kurz und die Schwanzflosse ist tief eingekerbt. Die Rücken-, Schwanz- und Analflosse besitzen zudem ein dunkles Strich- oder Punktmuster
  • der Marmorierte Panzerwels besitzt, wie alle Arten dieser Gattung, eine Fettflosse
  • weibliche Exemplare des Marmorierten Panzerwelses werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Sie werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen

Größe

Der Marmorierte Panzerwels (Hoplisoma paleatum) erreicht eine maximale Länge von etwa sieben Zentimetern, wobei die Weibchen etwas größer werden als die Männchen. Männchen werden etwa ein Zentimeter kleiner.


Maximales Alter

Bei guter Pflege kann der Marmorierte Panzerwels (Hoplisoma paleatum) im Aquarium etwa 10 bis 15 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Marmorierte Panzerwels (Hoplisoma paleatum) stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Südamerika. Sein natürliches Vorkommen erstreckt sich über das La-Plata-System in Argentinien, Brasilien (Rio Grande do Sul, Paraná), Uruguay und Paraguay

Er bewohnt subtropische Fließ- und Stillgewässer, darunter langsam fließende Flüsse, Bäche, Teiche und saisonale Überschwemmungsgebiete. Er bevorzugt Bereiche mit feinem Sand oder Kies, in denen er nach Nahrung gründeln kann. Diese Welse halten sich oft in Ufernähe bei dichter Vegetation oder unter Falllaub auf.

Da er aus südlicheren (subtropischen) Regionen stammt, verträgt er kühlere Temperaturen besser als viele andere tropische Arten und ist sehr robust gegenüber wechselnden Wasserbedingungen.


Aquaristik-Info

Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 20 °C – 26 °C
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 18 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 80 Liter (Aquariumvolumen berechnen)

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex

Haltung:
Da der Marmorierte Panzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Das Becken sollte daher am besten abgedeckt werden. Er liebt sauerstoffreiches, klares und schwach durchströmtes Wasser.

Das Becken sollte gut bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.

Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Wurzeln o. Ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens fünf bis zehn Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.

Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.

Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 4 bis 6 Monaten ein. Zu diesem Zeitpunkt haben die Tiere oft eine Größe von 3 bis 5 cm erreicht. Zur Förderung der Laichbereitschaft empfiehlt sich eine proteinreiche Ernährung, beispielsweise mit Tubifex oder roten Mückenlarven.

Wir empfehlen zwei Weibchen pro Männchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen.

Das Männchen präsentiert dem Weibchen seine Flanke. Das Weibchen presst sein Maul gegen die Geschlechtsöffnung des Männchens. In dieser Position nimmt das Weibchen das Sperma direkt mit dem Maul auf.

Während das Weibchen das Sperma im Maul hält, legt es gleichzeitig einige Eier (meist 100–200 pro Gelege) in eine Tasche, die es aus seinen Bauchflossen bildet. Anschließend schwimmt es zu einer sauberen Stelle, putzt diese und heftet die Eier dort fest. Durch das aufgenommene Sperma werden die Eier dabei befruchtet.

Die stark klebenden Eier werden bevorzugt an Aquarienscheiben (oft knapp unter der Oberfläche), Pflanzenblättern oder glatten Dekorationsgegenständen angebracht. Nach dem Laichvorgang sollten die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernt werden.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa vier bis sechs Tagen. Nach weiteren zwei bis drei Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.

Da diese Art hohe Ansprüche an die Wasserqualität stellt, gelingt eine erfolgreiche Zucht nur bei optimalen Wasserbedingungen.

weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Der Marmorierte Panzerwels (Hoplisoma paleatum) ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen (Detritus).


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. FishBase (englisch)
Urheberrechte für den Text
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