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Fischlexikon: Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti)


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Salzwasserfische"

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Name: Zwerg-Seepferdchen
Ordnung: Syngnathiformes
(deutsch) Seenadelartige
Familie: Syngnathidae
(deutsch) Seenadeln
Gattung: Hippocampus
Gattung+Art: Hippocampus bargibanti
Gesamt: 3183 Fischarten

Übersicht

Das Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti), auf englisch "Pygmy seahorse", "Bargibant's seahorse" oder "Gorgonian seahorse", ist ein Fisch aus der Familie der Seenadeln (Syngnathidae) und der Gattung Seepferdchen (Hippocampus). Es ist eines der kleinsten Seepferdchen, die zurzeit bekannt sind. Diese Seepferdchen werden nach der ersten bekannten Art als „bargibanti-Artenkomplex“ oder als „Pygmäenseepferdchen“ bezeichnet.

Seepferdchen zählen zu den zu den bedrohten Arten. Der internationale Handel findet unter der Kontrolle des Washingtoner Artenschutzabkommen statt.


Merkmale

Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti) - Urheber:Steve Childs - Lizenz:CC BY-SA 2.0

Zwerg-Seepferdchen auf Wirtskoralle

Die wichtigsten Merkmale des Zwerg-Seepferdchen:

  • seine Körperform ist typisch für Seepferdchen. Sein kompletter Köörper ist um die kurzen Dornen von kleinen Höckern bzw. Knoten (warzenartigen Tuberkeln) bedeckt
  • die Körperfärbung ist davon abhängig, auf welcher Gorgonie (Hornkoralle) sie leben: Exemplare, die auf der Flecht-Gorgonie (Muricella plectana) leben, besitzen eine hellgraue Grundfärbung mit roten Tuberkeln, Exemplare, die auf Muricella paraplectana leben, besitzen eine gelbliche Grundfärbung mit orangefarbenen Tuberkeln. Diese Art scheint das Aussehen ihrer Wirtskoralle zu imitieren
  • die Schnauze dieser Art ist äußerst kurz
  • bei Zwerg-Seepferdchen besitzen die Kiemenöffnungen eine einzige Austrittsöffnung, die sich in der Mitte ihres Hinterkopfes befindet
  • wie bei allen Seepferdchen dient der meist zusammengewickelte Schwanz (Wickelschwanz) zur Verankerung an ihren Wirtskorallen oder auch an Artgenossen. Dieser Schwanz wird nicht seitlich (wie bei Knochenfischen), sondern nach unten bewegt. Bei großer Gefahr flüchten Seepferdchen aber auch mit ausgestrecktem Schwanz
  • die Männchen besitzen gemäß einigen Wissenschaftlern keine Bruttasche. Sie gehen davon aus, dass sich Eier und Embryos im Körper des Weibchens entwickeln, und diese somit somit lebendgebärend wären. Es gibt jedoch auch Berichte die davon ausgehen, dass auch bei dieser Art die Männchen Bruttaschen besitzen und die Eier und Embryos ausbrüten
  • Flossenformel: D (gesamt) 0/13-15

Größe

Das Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti) wird maximal ca. 2-2,5 cm lang.


Maximales Alter

Nicht bekannt.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Zwerg-Seepferdchen ist der West-Pazifik: Indonesien, Neukaledonien, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland. Es lebt in kleinen Gruppen ausschließlich auf Hornkorallen (Gorgonien) in Wassertiefen von ca. 15-60 m. Es ist derart gut getarnt, dass man es fast nicht entdeckt.


Aquaristik-Info

Temperatur: ca. 22° - 28° C
Aquarium: ab ca. 100 Liter
Schwierigkeitsgrad: nur für Experten!

Fütterung:
Lebendfutter (bevorzugt!), Mysis, Zooplankton

Haltung:
Dieses Seepferdchen kann nur zusammen mit seiner Wirtskoralle (Muricella) gehalten werden. Es wird vermutet, dass Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti) ihre Nahrung nicht direkt aus dem Wasser aufnehmen können, sondern diese von den Polypen der Gorgonie picken.

Die Haltung von Seepferdchen ist meldepflichtig (CITES). Beim Kauf sollte daher unbedingt auf entsprechende Nachweise geachtet werden. Um diese bedrohte Art nicht weiter zu gefährden, sollte man unbedingt Nachzuchten kaufen.

Zucht:
(siehe unter Fortpflanzung)


Fortpflanzung

Gesicherte Erkenntnisse über das Fortpflanzungsverhalten des Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti) liegen uns zurzeit nicht vor.

Die Fortpflanzung dieser Art ist sehr umstritten: laut einigen Wissenschaftlern besitzen die Männchen keine Bruttasche. Sie gehen davon aus, dass sich Eier und Embryos im Körper des Weibchens entwickeln, und diese somit lebendgebärend wären. Andere wiederum gehen davon aus, dass auch bei dieser Art die Männchen Bruttaschen besitzen und die Eier und Embryos ausbrüten


Nahrung

Es wird vermutet, dass Zwerg-Seepferdchen (Hippocampus bargibanti) ihre Nahrung nicht direkt aus dem Wasser aufnehmen können, sondern diese von den Polypen der Gorgonie picken. Gesicherte Erkenntnisse über die Ernährungsweise dieser Art liegen und zurzeit jedoch nicht vor.


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