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Fischlexikon: Liparis fabricii


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Salzwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Liparis fabricii
Ordnung: Perciformes
(deutsch) Barschartige
Familie: Liparidae
(deutsch) Scheibenbäuche
Gattung: Liparis
Gattung+Art: Liparis fabricii
Gesamt: 3227 Fischarten

Übersicht

Liparis fabricii

Liparis fabricii

Liparis fabricii ist ein Salzwasserfisch aus der Familie der Scheibenbäuche (Liparidae). Liparis fabricii stammt aus dem Arktischen Ozean, wo er in Wassertiefen bis etwa 2.500 Metern vorkommt.

Er wird maximal ca. 21 bis 22 Zentimeter lang. Seine englische Bezeichnung lautet "Gelatinous snailfish ".

Ausgehend von Schleppnetzuntersuchungen, bei denen innerhalb relativ kurzer Zeit viele Hundert Exemplare gefangen wurden, kommt Liparis fabricii wahrscheinlich in Schwärmen vor.


Merkmale

Liparis fabricii

Liparis fabricii

Die wichtigsten Merkmale von Liparis fabricii:

  • Liparis fabricii besitzt einen länglichen, kaulquappenartigen Körper, der sich stark in Richtung Schwanz verjüngt
  • der schuppenlose Körper ist glatt und von einer weichen, gallertartigen, schleimigen Konsistenz, die an eine Kaulquappe erinnert. Er kann leicht aufreißen.
  • der Kopf von Liparis fabricii ist sehr groß (im Vergleich zu seiner Gesamtgröße)
  • wie bei den meisten Vertretern der Gattung Liparis ist das Seitenlinienorgan auf dem Körper stark reduziert oder äußerlich kaum sichtbar. Die Sinneswahrnehmung erfolgt primär über gut entwickelte Porenkanäle direkt am Kopf
  • die Augen von Liparis fabricii sind relativ groß
  • auf jeder Kopfseite befinden sich zwei Nasenporen
  • sein Maul ist zu einer Saugscheibe geformt und besitzt einfache, ungeteilte Zähne
  • die Schnauze ist stumpf und vorne angerundet
  • junge Exemplare von Liparis fabricii sind heller gefärbt, wobei die Pigmentzellen (Melanin enthaltende Pigmentzellen, , sogenannte Melanophoren) als bräunliche Flecken direkt unter der Haut sichtbar sind
  • mit zunehmendem Alter des Fisches nimmt die Anzahl der Pigmentzellen zu, bis der Fisch im späteren Alter fast vollständig schwarz wird
  • besondere Zeichnungsmerkmale sind nicht vorhanden
  • das Peritoneum (Bauchfell) besitzt bei lebenden Exemplaren einige silbrige Zeichnungen bzw. Markierungen. Bei toten Exemplaren verblassen diese Markierungen recht schnell und das Bauchfell wird völlig schwarz bzw. dunkel
  • männliche Exemplare von Liparis fabricii entwickeln auch kleine Beulen, wenn sie zur Geschlechtsreife gelangen
  • die Rücken- und Afterflossen von Liparis fabricii sind sehr lang und überlappen die Schwanzflosse
  • seine Bauchflossen sind zusammengewachsen und bilden eine Saug- bzw. Haftscheibe
  • die großen Brustflossen von Liparis fabricii sind zwar relativ zerbrechlich, dienen aber als primäres Fortbewegungsmittel
  • seine Schwanzflosse ist klein und außen abgerundet
  • Liparis fabricii unterscheidet sich von anderen Scheibenbäuchen durch das dunkle Peritoneum (Bauchfell) und die Anzahl der Weichstrahlen seiner Afterflosse (37-42)

Größe

Die maximale Länge von Liparis fabricii beträgt etwa 21 bis 22 Zentimeter, die durchschnittliche Länge liegt bei 12 bis 13 Zentimetern.


Maximales Alter

Die Lebenserwartung von Liparis fabricii liegt bei ungefähr sechs Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Liparis fabricii stammt aus dem Arktischen Ozean und dem Nordatlantik. Er kommt vor in Kanada, Grönland, Spitzbergen und der nördlichen Barentssee sowie in der Arktischen See vor der Nordwestküste Russlands, an den Küsten Sibiriens und des arktischen Alaska und Kanadas. Er lebt in Regionen in Wassertiefen zwischen ca. 1.800 m und 2.500 m.


Fortpflanzung

Liparis fabricii ist ovipar (eierlegend) und das Weibchen kann etwa 485 bis 735 Eier mit einem Durchmesser von 2,1 bis 2,7 Millimetern legen.

Die Fortpflanzungszeit ist in den Sommer- und Herbstmonaten.

Die Eier werden vermutlich am Meeresboden abgelegt (demersal), und die daraus schlüpfenden Larven leben zunächst pelagisch als Teil des Planktons.


Nahrung

Die Nahrung von Liparis fabricii besteht vermutlich hauptsächlich aus kleinen benthischen und auch pelagischen Krebstieren – meist Flohkrebsen der Familie Hyperiidae –, Weichtieren, Vielborstern und anderen kleinen Wirbellosen.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
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