Fischlexikon: Gestreifter Schiffshalter (Echeneis naucrates)
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Salzwasserfische"
| Name: | Gestreifter Schiffshalter | |
| Ordnung: | Carangiformes | |
| (deutsch) | Carangiformes | |
| Familie: | Echeneidae | |
| (deutsch) | Schiffshalter | |
| Gattung: | Echeneis | |
| Gattung+Art: | Echeneis naucrates | |
| Gesamt: | 3174 Fischarten | |
Übersicht
Der Gestreifte Schiffshalter (Echeneis naucrates) ist ein Salzwasserfisch aus der Familie der Schiffshalter (Echeneidae) und der Ordnung Carangiformes. Er kann eine Länge von etwa 110 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Live sharksucker”.
Merkmale
Merkmale des Gestreiften Schiffshalters:
- der Körper des Gestreiften Schiffshalters ist schlank, gestreckt und stromlinienförmig
- sein Körper ist von winzigen Schuppen bedeckt
- auf seinem abgeflachten Kopf des Gestreiften Schiffshalters sitzt eine Saugscheibe, die aus dem vorderen, hartstrahligen Teil der Rückenflosse gebildet wurde. Sie erstreckt sich von der Oberseite des Kopfes bis zum vorderen Teil des Körpers
- diese Saugscheibe besteht aus robusten, flexiblen Membranen, die angehoben und abgesenkt werden können
- das Maul des Gestreiften Schiffshalters ist stark oberständig, das heißt, der Unterkiefer ist stark verlängert
- die Kiefer, das Pflugscharbein (Vomer) und die Zunge sind mit dünnen, länglichen (villiformen) Zähnen ausgestattet
- der Körper ist von winzigen Schuppen bedeckt
- die Grundfärbung des des Gestreiften Schiffshalters ist dunkelgrau bis dunkelbraun, die Bauchseite ist dunkel
- entlang der Körperachse verläuft ein Längsstreifen, der immer dunkler als die Grundfärbung ist und einen weißlichen Saum besitzt
- die Schwanzflosse des Gestreiften Schiffshalters ist schwarz mit weißen Spitzen
- Flossenformel: D 0/32-42, A 0/29-41
Größe
Der Gestreifte Schiffshalter ( Echeneis naucrates) kann eine maximale Länge von etwa 110 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 2,3 Kilogramm erreichen.
Maximales Alter
Der Gestreifte Schiffshalter (Echeneis naucrates) kann vermutlich ein Alter von etwa zwei bis acht Jahren erreichen.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Der Gestreifte Schiffshalter (Echeneis naucrates) ist zirkumtropisch verbreitet, da er in allen tropischen und warm-gemäßigten Gewässern der Welt außer im östlichen Pazifik vorkommt.
Der Gestreifte Schiffshalter ist sowohl in Küstennähe als auch vor der Küste in einer maximalen Tiefe von 50 Metern anzutreffen.
Fortpflanzung
Die Laichzeit des Gestreiften Schiffshalters (Echeneis naucrates) liegt im Mittelmeer im Frühjahr und Frühsommer. In tropischen Gewässern kann die Fortpflanzung hingegen das ganze Jahr über erfolgen.
Die Weibchen geben ihre Eier im Freiwasser ab, wo sie von den Männchen befruchtet werden.
Die kugelförmigen Eier sind pelagisch (freischwimmend) und besitzen eine harte Schale, die sie vor Austrocknung und Beschädigung schützt.
Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven zunächst von einem Dottersack. Zu Beginn ihres Lebens besitzen sie noch keine Saugscheibe, die sich erst während des Wachstums entwickelt, wenn die Jungtiere eine Länge von etwa 40 bis 80 mm erreicht haben. Erst dann beginnen sie, sich an Wirten festzusaugen.
Die Männchen des Gestreiften Schiffshalters erreichen die Geschlechtsreife bei einer Länge von etwa 45 Zentimetern, die Weibchen bei etwa 50 Zentimetern.
Nahrung
Junge Gestreifte Schiffshalter (Echeneis naucrates) ernähren sich als Putzerfische an Riffstationen von kleinen parasitären Krebstieren, darunter Ruderfußkrebse (Copepoda), Asseln (Isopoda) und Muschelkrebse (Ostracoda).
Wenn sie sich an einen Wirt festsaugen, ernähren sie sich von diesen Parasiten, von den Futterresten ihres Wirts sowie von kleinen Nahrungspartikeln, die sie mit ihren villiformen Zähnen aus dem Wasser filtern.
Ohne Wirt bleiben diese Fische in Küstennähe und schließen sich mitunter mit anderen Individuen zusammen. Ihre Nahrung besteht dann aus frei lebenden Krebstieren, kleinen Tintenfischen und kleinen Fischen.
Krankheiten
Der Gestreifte Schiffshalter (Echeneis naucrates) ist ein robuster Meeresfisch, der als Symbiont auf Haien, Schildkröten und anderen großen Fischen lebt.
Krankheiten treten vor allem in Gefangenschaft (zum Beispiel im Aquarium) oder bei geschwächten Tieren auf. Wie viele andere Meerwasserfische ist er anfällig für typische parasitäre und bakterielle Hauterkrankungen.
Literaturhinweis
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