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Fischlexikon: Goldfisch (Carassius gibelio forma auratus)
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Süßwasserfische"
(Carassius gibelio forma auratus)
Info
Der Goldfisch ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Der Goldfisch ist eine anspruchslose, sehr robuste Art, die gerne in Aquarien und Teichen gehalten wird und die in unseren Gewässern problemlos überleben kann.
Er besitzt einen hochrückigen, gedrungenen Körper, ohne Barteln und langer, leicht eingebuchteter Rückenflosse.
Merkmale
Die wichtigsten Merkmale des Goldfisches (Stammform):
- der Golfisch besitzt viele Farbvariationen von orange, rot, silber, gold bis weiß
- sein Körper ist hochrückig und seitlich abgeflacht
- er besitzt eine endständige Mundspalte ohne Barteln
- er besitzt große Schuppen
- seine Seitenlinie ist vollständig
- die Rückenflosse ist lang mit gerader oder konkav eingebuchteter Oberkante
- er hat eine kurze Afterflosse
- die Schwanzflosse ist deutlich eingebuchtet
- seine Schwanwurzel ist immer ungefleckt
- er besitzt 27-32 Schuppen entlang der Seitenlinie
- erster Kiemenbogen mit 35-48 Reusendornen
- Flossenstrahlen: D 0/17-25, A 0/7-11, P 0/13-16, V 0/7-11, C 0/19
- Schlundzähne: 4-4
Größe
Je nach Zuchtform kann der Goldfisch bis zu 35-40 cm lang werden.
Maximales Alter
Der Golfdisch kann 30 Jahre alt werden.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Goldfische sind typische Karpfenfische und verfügen, ausgenommen die anatomisch und organisch veränderten Zuchtformen, über alle Körpereigenschaften und Verhaltensweisen des Giebels.
Das heißt, sie sind Generalisten, die sich in sämtliche Süßwasserbiotope außerhalb der polaren Zonen einnischen können. Aus den verschiedensten Gründen durch Menschen ausgesetzt, ist der Goldfisch darum ein weltweit verbreitetes Neozoon, das mit der ursprünglichen Fischfauna erfolgreich konkurriert.
Goldfische leben mit Ausnahme der Antarktis auf allen Kontinenten, auf Inseln und haben sich aufgrund ihrer hohen Salinitätstoleranz auch Brackwasserbereiche erschlossen.
Aquaristik-Info
Temperatur: 4° C - 30° C
pH-Wert: 7,5-8,5
Gesamthärte: unter 30° (nicht zu weiches Wasser)
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 200 Liter
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet
Fütterung:
Allesfresser (pflanzliche Nahrung ist ebenfalls notwendig!)
Haltung:
Das Becken sollte einen (feinen - 0,3-0,8 mm Korngröße) Sandboden und einige Wasserpflanzen (dieser Fisch laicht an Wasserpflanzen ab) aufweisen. Der Goldfisch sollte in Gruppen von ca. 3-6 Fischen gehalten werden. Er ist ein friedlicher und anspruchslor Fisch der sehr alt wird. Er ist jedoch ein Laichräuber!
Zucht:
(siehe weiter unten unter Fortpflanzung)
Fortpflanzung
Die Fortpflanzungszeit fällt in seine Heimat in die Monate April bis Juni bei Wassertemperaturen von 18-22 Grad. Die Eiablage erfolgt an Wasserpflanzen. Die Jungtiere sind zunächst grau bis bräunlich und färben sich erst später um.
Innerhalb der Karauschengattung hebt sich der Goldfisch (Giebel) durch die Fähigkeit zu gynogenetischer Fortpflanzung ab. Der Giebellaich muss nicht durch den Samen eines artgleichen Männchens befruchtet werden, es genügt das in das Ei eindringende Spermium einer anderen Karpfenfischart, um die Eientwicklung anzustossen.
Zu dieser unvollkommenen Fortpflanzung sind auch die Goldfische befähigt und sie ist ein grundlegendes Instrument bei der Vermehrung sogenannter Hochzuchten (schleiferflossige Rassestandards). Letztendlich ist die Gynogenese auch der wichtigste Beleg für die Abstammung des Goldfischs.
Nahrung
Der Goldfisch ist ein Allesfresser, der vielfältigste tierische und pflanzliche Nahrung zu sich nimmt.
Fisch-Krankheiten
häufige Krankheiten bei Karpfenfischen (Cyprinidae):
- Koi-Herpesvirusinfektion
Die Koi-Herpesvirusinfektion ist eine durch das Koi-Herpesvirus (KHV) verursachte seuchenartige, akut bis subakut verlaufende virale Infektionskrankheit der Karpfen und Koi-Karpfen [weiterlesen...] - Beulen- oder Knotenkrankheit
Zuerst bilden sich in der Muskulatur härtere Beulen, die mit der Zeit weicher werden und dann nach außen wie ein Geschwür aufbrechen [weiterlesen...] - Cyprinidenkrankheiten durch Flagellaten
Erkrankungen durch Trypanosomen verlaufen in den meisten Fällen symptomfrei, lediglich bei stärkerem Befall kann es zu Nierenschäden, Bauchwassersucht und Glotzaugen kommen [weiterlesen...] - Fleckenseuche
Die erkrankten Fische weisen in der Haut fleckenartige (runde, ovale oder längliche) Rötungen bzw. weißgraue Nekrosen auf. Später lösen sich an diesen Stellen die Schuppen ab [weiterlesen...] - Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)
Insbesondere der aufgetriebene Bauch ermöglicht eine klinische Verdachtsdiagnose. Bei der pathologischen Untersuchung stellen sich ein blutig-seröses Exsudat in der Leibeshöhle, Ödeme und punktförmige Blutungen der inneren Organe dar [weiterlesen...] - Ichthyobodo necator (Costia necatrix)
Erste Anzeichen für einen Befall mit diesem Parasiten ist ein schmieriger, grauer Belag auf der Hautoberfläche des Fisches bis hin zur Hauttrübung [weiterlesen...] - Infektiöse Bauchwassersucht
Der Bauch der erkrankten Fische ist bei der Infektiösen Bauchwassersucht extrem angeschwollen, die Fische sondern einen hellen, schleimigen Kot ab, der Afterausgang ist entzündet [weiterlesen...] - Karpfenlaus (Argulus foliacaeus)
Die Karpfenlaus ist nur wenig wirtsspezifisch und bei einer Vielzahl von Fischen aus zahlreichen Fischfamilien nachgewiesen [weiterlesen...] - Kiemennekrose (KN)
An den Kiemen zeigen sich Schwellung, Schleimvermehrung, Erweiterung der Kapillaren und schließlich Blutungen [weiterlesen...] - Kratzwürmer
Die Symptome durch den Kratzwurmbefall sind sehr unterschiedlich und hängen von den infizierten Arten, deren Alter und Konstitution sowie von der Anzahl und der Art der Parasiten ab [weiterlesen...] - Pilzerkrankung (Mykose)
Eine Pilzerkrankung (Mykose) oder Pilzinfektion tritt stets als Sekundärinfektion auf. Pilzerkrankungen nennt man auch "Fischschimmel" oder "Wasserschimmel" [weiterlesen...] - Samtkrankheit
Bei einem starken Befall erscheint die Haut "samtartig", daher der Name "Samtkrankheit". Die Färbung dieses samtartigen Belages ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...] - Nierensphaerosporose
Die Nierensphaerosporose wird bei adulten (erwachsenen) Cypriniden ab dem 2. oder 3. Lebensjahr durch den Parasiten Sphaerospora renicola verursacht [weiterlesen...] - Rotfleckenkrankheit (PFRD)
Erkrankte Jungfische werden lethargisch, schwimmen nah der Wasseroberfläche oder sinken zum Gewässergrund. Auffallend ist das Zittern des kompletten Körpers der Jungfische [weiterlesen...] - Schwimmblasenentzündung (SBE)
Erste Anzeichen für eine Schwimmblasenentzündung sind eine Verdickung sowie eine deutlich gelbliche bis braune Trübung der Schwimmblasenwand im hinteren Bereich der Verbindungsstelle von vorderer und hinterer Kammer [weiterlesen...]
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