Fischlexikon: Ageneiosus polystictus
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Süßwasserfische"
| Name: | Ageneiosus polystictus | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Auchenipteridae | |
| (deutsch) | Falsche Dornwelse | |
| Gattung: | Ageneiosus | |
| Gattung+Art: | Ageneiosus polystictus | |
| Gesamt: | 3165 Fischarten | |
Übersicht
Ageneiosus polystictus ist ein Süßwasserfisch aus Südamerika, wo er in Brasilien und Kolumbien verbreitet ist. Dieser Delfinwels erreicht eine maximale Länge von ca. 50 cm. Ageneiosus polystictus gehört zur Familie der Falschen Dornwelse (Auchenipteridae) und zur Gattung Ageneiosus.
Merkmale
Merkmale von Ageneiosus polystictus:
- der Körper von Ageneiosus polystictus ist langgestreckt und walzenförmig (welsförmig)
- der Kopf ist groß und dorsal abgeflacht, das Maul ist unterständig (der Oberkiefer steht hervor) und tief gespalten
- die Unterlippe kann gelblich gefärbt sein
- der Körper ist schuppenlos. Der Bereich zwischen dem Kopf und dem Ansatz der Rückenflosse ist mit Knochenplatten bedeckt, die unter der Haut liegen
- die Grundfärbung von Ageneiosus polystictus ist hellgrau
- die Bauchseite ist schmutzig weiß
- der gesamte Körper einschließlich Kopf und Flossen ist mit runden schwarzen Punkten oder Flecken bedeckt
- eine kleine Fettflosse ist vorhanden
- die Schwanzflosse ist in der Mitte nur minimal eingebuchtet
- bei geschlechtsreifen Männchen sind die unverzweigten und das erste Paar der verzweigten Afterflossenstrahlen verdickt und verlängert und bilden ein röhrenförmiges, intermittierendes (temporäres) Organ, das durch ein Integument mit dem Vorderrand der Afterflosse verbunden ist. Die Geschlechtspapille des Männchens befindet sich als einfache Pore am distalen Ende des intermittierenden Organs
- Flossenformel: D I/6, A IV-VI/26-33
Größe
Ageneiosus polystictus erreicht eine maximale Länge von ca. 50 cm.
Maximales Alter
Das Höchstalter von Ageneiosus polystictus ist uns zurzeit nicht bekannt.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Ageneiosus polystictus stammt ursprünglich aus Südamerika, wo er im Einzugsgebiet des Rio Negro und des unteren Rio Branco in Brasilien verbreitet ist. Er lebt im Klarwasser und im Schwarzwasser.
Aquaristik-Info
Temperatur: 25 °C - 30 °C
pH-Wert: ca. 6,0-7,0
Gesamthärte: 2-10 °dH
Aquarium: ab ca. 250 cm Beckenlänge
Fütterung:
Fleischfresser: Wirbellose, Krebstiere und lebende kleine Fische (können auch an Muschelfleisch und gefrorene Fische gewöhnt werden)
Haltung:
Ein weicher, sandiger Bodengrund ist ideal, aber nicht unbedingt erforderlich. Die zusätzliche Einrichtung ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks, wir empfehlen jedoch eine relativ schwache Beleuchtung sowie einige Treibholzstücke, Wurzeln und Steine. Diese Welse benötigen viel Platz zum Schwimmen, da sie nach der Eingewöhnungsphase viel Zeit im freien Wasser verbringen.
Bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischen ist zu beachten, dass dieser Wels alles frisst, was in sein Maul passt.
Wichtig ist auch eine gute Filterung, da diese Welse relativ viel fressen und dementsprechend viel Kot ausscheiden. Das Wasser sollte auch eine gewisse Oberflächenbewegung und Strömung aufweisen.
Zucht:
Berichte über Zuchterfolge im Aquarium liegen uns zurzeit nicht vor (Stand: Mai 2024).
Fortpflanzung
Über das Fortpflanzungsverhalten von Ageneiosus polystictus liegen uns zurzeit nur wenige gesicherte Informationen vor. Die Paarungszeit fällt mit dem Beginn der Regenzeit zusammen.
Bei geschlechtsreifen Männchen sind die unverzweigten und das erste Paar der verzweigten Afterflossenstrahlen verdickt und verlängert und bilden ein röhrenförmiges, intermittierendes (temporäres) Organ, das durch ein Integument mit dem Vorderrand der Afterflosse verbunden ist. Die Geschlechtspapille des Männchens befindet sich als einfache Pore am distalen Ende des intermittierenden Organs.
Nahrung
Die Jungfische sind Allesfresser. Erwachsene Tiere von Ageneiosus polystictus scheinen sich ausschließlich von Fischen zu ernähren.
Krankheiten
Welse sind eigentlich sehr robuste Fische und werden selten krank. Voraussetzung ist jedoch eine artgerechte Haltung (Futter, Wasserwerte etc.).
Probleme können jedoch auftreten, wenn Welse mit anderen Fischarten vergesellschaftet werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies zum Tod der Welse führen. Auch Schnecken- oder Algenbekämpfungsmittel können Kupfer enthalten!
Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können aber auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.
Literaturhinweis
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