Malachitgrünoxalat

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Malachitgrün (Malachitgrünoxalat)

Malachitgrünoxalat

Malachitgrünoxalat

Malachitgrün ist ein rein synthetischer Triphenylmethanfarbstoff.

Trotz seines Namens besteht es nicht aus dem bekannten grünen Mineral Malachit (Kupfercarbonat).

In seiner Reinform enthält es kein Kupfer. In der Aquaristik wird fast ausschließlich die Variante Malachitgrünoxalat verwendet, da sie sich hervorragend in Wasser löst.

Wirkung in der Aquaristik

Der Stoff wirkt extrem stark gegen einzellige Parasiten, Pilze und Bakterien. Er ist das Standardmittel der Wahl bei folgenden Problemen:

  • Ichthyophthiriose: Bekämpfung der gefährlichen Weißpünktchenkrankheit
  • Pilze: Tötet Eipilze der Gattung Saprolegnia ab
  • Hautparasiten: Vernichtet freischwimmende Schwärmer im Wasser

Der Farbstoff dringt in die Zellen der Erreger ein und stört dort deren Zellatmung und Stoffwechsel empfindlich.

Gefahr für Fische (besonders für Welsartige)

Malachitgrün ist ein hochwirksames, aber auch sehr giftiges Medikament. Seine Verträglichkeit hängt stark von der Fischart ab:

  • Erhöhtes Risiko für Welse: Welse, Schmerlen und andere schuppenlose Fische besitzen keine schützende Schuppenschicht, weshalb sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Sie nehmen den Wirkstoff direkt über ihre empfindliche Schleimhaut auf
  • Gefahr von Organschäden: Eine Überdosierung oder zu lange Anwendung kann die Schleimhäute zerstören und innere Organe schädigen
  • Strenges Verbot bei Nutztieren: Strenges Verbot bei Nutztieren. Aufgrund seiner mutagenen und krebserregenden Wirkung ist der Einsatz bei Speisefischen in der EU seit 2004 komplett verboten. Die Anwendung ist nur bei Zierfischen legal

Wenn Sie ein Medikament mit Malachitgrünoxalat in einem Aquarium mit Welsen anwenden müssen, beachten Sie bitte folgende Regeln:

  1. Dosis halbieren: Beginnen Sie bei Welsen oder Schmerlen immer mit der halben Dosierung der Herstellerangabe
  2. Wasser stark belüften: Das Mittel zehrt Sauerstoff. Schließen Sie unbedingt eine Membranpumpe an
  3. Filterung anpassen: Entfernen Sie vor der Behandlung Aktivkohle und Torf aus dem Filter
  4. Licht ausschalten: Der Wirkstoff zerfällt unter Lichteinfall sehr schnell und verliert seine Wirkung

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