Fortpflanzung
Seeteufel (Lophius piscatorius)
Männliche Seeteufel (Lophius piscatorius) erreichen, je nach Lebensraum, nach etwa 4-6 Jahren und einer Länge von 40 bis 50 Zentimetern die Geschlechtsreife. Weibchen werden dagegen erst nach etwa 6 bis 14 Jahren und einer Länge von 70 bis 85 Zentimetern geschlechtsreif.
Die Laichzeit des Seeteufels liegt im Ostatlantik im Frühjahr zwischen Februar und Juni.
Die Laichgründe liegen in Wassertiefen zwischen etwa 400 und über 1.000 Metern. Beliebte Laichgründe befinden sich in den tiefen Gewässern westlich und nördlich der Britischen Inseln sowie Irlands.
Die Weibchen produzieren je nach Körpergröße zwischen 300.000 und 2.800.000 Eier pro Saison. Diese werden nicht einzeln ins Wasser abgegeben, sondern sind in ein riesiges, schwimmfähiges, violett gefärbtes und bis zu 10 Meter langes sowie 45 Zentimeter breites Gallertband (Laichband) eingebettet.
Dieses treibt frei in der obersten (epipelagialen) Wasserschicht. Durch Strömung und Wellengang wird das Band mit der Zeit zerrissen, wodurch die Eier über weite Strecken im Meer verteilt werden.
Je nach Wassertemperatur schlüpfen die nur wenige Millimeter großen Fischlarven nach einigen Tagen bis Wochen. Nach dem Schlüpfen leben sie zunächst pelagisch nahe der Wasseroberfläche. Dort treiben sie über Wochen oder Monate hinweg oft hunderte Kilometer weit mit den Meeresströmungen mit.
Anfangs sehen sie relativ sehr bizarr aus, da ihre Bauchflossen zu extrem langen, fadenförmigen Fortsätzen verlängert sind. Diese unterstützen sie beim Schweben im Wasser. Zunächst ernähren sie sich von ihrem Dottersack, danach von winzigen Krebstieren und Plankton.
Sobald die Jungfische eine Länge von etwa 7 bis 9 cm erreicht haben, verändert sich ihr Körper: Sie verlieren die langen Schwebefortsätze und führen von nun an eine benthische Lebensweise in tieferen Bereichen. Dort graben sie sich im Sand oder Schlamm ein und beginnen ein Leben als Lauerjäger.