Fortpflanzung
Wann Sladenia remiger die Geschlechtsreife erlangt, ist wissenschaftlich noch nicht erforscht. Die Bestimmung der Paarungszeit in der Tiefsee ist äußerst schwierig, da dort kaum jahreszeitliche Rhythmen existieren.
Die Weibchen geben ihre Eier nicht einzeln ins Wasser ab, sondern betten diese in ein riesiges, schwimmfähiges Gallertband (Laichband) ein. Dieses Laichband treibt frei in der obersten, sogenannten pelagialen Wasserschicht. Durch Strömung und Wellengang wird das Band mit der Zeit zerrissen, wodurch die Eier über weite Strecken im Meer verteilt werden.
Konkrete Zahlen, wie viele Eier die Weibchen produzieren, liegen derzeit nicht vor. Die Befruchtung erfolgt über eine äußere Befruchtung. Dabei gibt das Männchen seine Spermien direkt ins Wasser ab, wo sie in die Gallerthülle des treibenden Laichbandes eindringen.
Je nach Wassertemperatur schlüpfen die nur wenige Millimeter großen Fischlarven nach wenigen Tagen. Nach dem Schlüpfen bleiben die winzigen Larven zunächst noch für einige Tage im schützenden Schleimband und ernähren sich von ihrem Dottersack. Sobald dieser aufgezehrt ist, verlassen sie das Schleimband und leben als Teil des Zooplanktons pelagisch im offenen Wasser.
Anfangs sehen die Fischlarven relativ bizarr aus, da ihre Bauchflossen zu sehr langen, fadenförmigen Fortsätzen verlängert sind. Diese unterstützen sie beim Schweben im Wasser. Zunächst ernähren sie sich von ihrem Dottersack, danach von winzigen Krebstieren und Plankton.
Sobald die Jungfische eine Länge von etwa 4 bis 6 cm erreicht haben, verändert sich ihr Körper: Sie verlieren die langen Schwebefortsätze und führen von nun an eine benthische Lebensweise in tieferen Bereichen. Dort graben sie sich im Sand oder Schlamm ein und beginnen ein Leben als Lauerjäger.