Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii)
Das Verbreitungsgebiet des Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii) umfasst das tropische Südamerika.
Er kommt im unteren Amazonas und in den Nebenflüssen des Rio Parnaíba in den brasilianischen Bundesstaaten Ceará, Piauí und Maranhão vor.
Er lebt in schnellfließenden und sauerstoffreichen Bach- und Flussläufen. Er lebt hauptsächlich auf weichen, sandigen Böden, in denen er nach Nahrung sucht.
Oft findet man den Juli-Panzerwels in Bereichen mit dichter Ufervegetation, in der er sich verstecken kann.
Aquaristik-Info
Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 23 °C – 26 °C
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 12 °dH
Aquariumgröße: etwa 80 Liter (Aquariumvolumen berechnen)
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex
Haltung:
Der Juli-Panzerwels ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten (Becken daher am besten abdecken). Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser.
Das Becken sollte gut bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.
Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Wurzeln o. Ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens sechs Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.
Zucht:
Ein Herabsetzen der Wassertemperatur um 2–3 °C mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur fördert die Laichbereitschaft. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen. Das Weibchen laicht seine ca. 100 Eier, die etwa 2 mm groß sind, an Pflanzen, Steinen oder den Beckenscheiben ab (Substratlaicher). Das Männchen befruchtet diese. Nach dem Laichvorgang sollten die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernt werden.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 24–26 °C nach ca. 5–6 Tagen. Nach weiteren zwei bis drei Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden. Diese Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität, weshalb die Zucht nur gelingt, wenn diese stimmt.
weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung
Hoplisoma.