Steckbrief: Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii)
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Süßwasserfische"
| Name: | Juli-Panzerwels | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Callichthyidae | |
| (deutsch) | Panzer- und Schwielenwelse | |
| Gattung: | Hoplisoma | |
| Gattung+Art: | Hoplisoma julii | |
| Gesamt: | 3238 Fischarten | |
Übersicht
Der Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii, Synonym: Corydoras julii) ist ein südamerikanischer Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplisoma. Er kann eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Leopard Corydoras“.
Diese Art wird oft mit dem Dreibinden-Panzerwels (Corydoras trilineatus) verwechselt. Der Juli-Panzerwels (Corydoras julii) ist jedoch am Kopf stärker gepunktet, während der Dreibinden-Panzerwels mehr gebändert ist.
Merkmale
Merkmale des Juli-Panzerwelses:
- Der Körper ist leicht hochrückig und seitlich abgeflacht. Die höchste Stelle befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse. Die Bauchlinie verläuft flach.
- Die Schnauze des Juli-Panzerwelses ist kurz und vorne dorsal abgerundet.
- Wie bei allen Arten dieser Gattung verlaufen auf den Körperseiten zwei Reihen von sich überlappenden Knochenplatten. Der übrige Körper ist schuppenlos.
- Die Grundfärbung des Juli-Panzerwelses ist meist silbrig glänzend, silbrig-hellbraun, silbrig-blau oder silbrig-grünlich.
- In der Mitte seiner Körperflanken verläuft ein schwarzes, gepunktetes Längsband, das sich von der übrigen Zeichnung abhebt.
- Der restliche Körper des Juli-Panzerwelses, einschließlich des Kopfes, ist von dunklen Punkten, unregelmäßig gepunkteten Linien oder Strichen gezeichnet. Die Zeichnungen am Kopf bestehen dabei mehr aus einzelnen Punkten.
- Die Flossen sind farblos und fast durchsichtig. Die Schwanz- und Afterflosse sind ebenfalls von dunklen Bändern durchzogen. Die Rückenflosse ist im oberen Drittel schwarz.
- Auf der Spitze der Rückenflosse sitzt ein großer schwarzer Fleck, der mitunter fast die Hälfte der Rückenflosse bedeckt.
- Auf den Kiemendeckeln kann sich unten ein rötlich-goldener Schimmer zeigen.
- Weibliche Exemplare werden etwas größer, sind hochrückiger und wirken deutlich massiver. Sie können bis zu einem Zentimeter länger werden und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen. Meist sind die Flossenspitzen der Männchen spitzer als die der Weibchen.
- Flossenformel: D (insgesamt) I/7, A I/7
Weitere Informationen zu den anatomischen Merkmalen dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.
Größe
Der Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii) erreicht eine maximale Standardlänge von etwa 5,5 bis 6 Zentimetern. Die Weibchen werden etwas größer als die Männchen.
Maximales Alter
Der Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii) kann bei guter Pflege in einem Aquarium etwa 7 bis 10 Jahre alt werden.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Juli-Panzerwelses umfasst das tropische Südamerika. Er kommt im unteren Amazonas sowie in den Nebenflüssen des Rio Parnaíba in den brasilianischen Bundesstaaten Ceará, Piauí und Maranhão vor.
Er lebt in schnellfließenden und sauerstoffreichen Bach- und Flussläufen. Er lebt hauptsächlich auf weichen, sandigen Böden, in denen er nach Nahrung sucht. Oft findet man ihn in Bereichen mit dichter Ufervegetation, in der er sich verstecken kann.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22 bis 26 °C
pH-Wert: 6,0 bis 7,4
Gesamthärte: bis 12 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 80 bis 100 cm Länge für eine kleine Gruppe (Aquariumvolumen berechnen)
Schwierigkeitsgrad: Die Haltung ist einfach, die Zucht jedoch schwieriger
Fütterung:
Wir empfehlen abwechslungsreiches und schnell sinkendes Futter, zum Beispiel kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter oder Tubifex. Ab und zu kann auch etwas überbrühtes Gemüse gegeben werden. Füttert mehrmals täglich kleine Portionen.
Haltung:
Panzerwelse sind akzessorische Darmatmer. Sie müssen daher stets freien Zugang zur Wasseroberfläche haben. Die Wasseroberfläche darf niemals vollständig mit Schwimmpflanzen zugewuchert sein.
Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen wie Hornkraut (Ceratophyllum), Tausendblatt (Myriophyllum) oder Sumpffreunde (Limnophila) vorhanden sein.
Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum und bewuchsfreie Bodenfläche zum Gründeln vorhanden sein. Wichtiger als die Höhe ist die Grundfläche des Aquariums.
Da dieser Fisch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt und sehr gesellig ist, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6, besser jedoch 10 oder mehr Tieren gehalten werden.
Er darf niemals allein gehalten werden. Auch in kleineren Gruppen können diese Fische verkümmern. Er lässt sich gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei größeren Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.
Weitere Informationen zur Haltung und Lebensweise dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.
Zucht:
In der Regel tritt die Geschlechtsreife im Alter von etwa 6 bis 8 Monaten ein. Das Ablaichen wird häufig durch die Simulation der Regenzeit ausgelöst. Dies kann beispielsweise durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine längere, intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie durch weiches Wasser mit einer Gesamthärte von unter 8 °dH und einem pH-Wert von 5,8 bis 6,5 erreicht werden.
Um die Regenzeit zu simulieren, sollte die Wassertemperatur im Zuchtbecken von etwa 25 °C auf 21 bis 22 °C gesenkt werden.
Für die Aufzucht der Larven sollte der Wasserstand im Aufzuchtbehälter auf etwa 8 bis 12 cm abgesenkt werden. Da die Larven nach dem Aufzehren des Dottersacks zur Wasseroberfläche schwimmen müssen, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen, verkürzt ein niedriger Wasserstand diese Distanz und verhindert so das Ertrinken der Larven.
Weitere Informationen zur Zucht und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.
Fortpflanzung
(siehe Abschnitt „Aquaristik – Zucht“)
Nahrung
Der Juli-Panzerwels (Hoplisoma julii) ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Zooplankton, kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Würmern sowie gelegentlich von Detritus und Algen.
Krankheiten
Werden Welse gemeinsam mit anderen Fischarten gehalten, die mit dem Medikament „Malachitgrün” behandelt werden, sollte dieses nur mit Vorsicht und in der vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und führen in der Regel zu ihrem Tod.
Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.
Literaturhinweis
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