Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Cichlasoma dimerus stammt aus dem tropischen und subtropischen Südamerika, wo er in Bolivien, Brasilien, Uruguay und Argentinien verbreitet ist.
Sein Habitat ist das gesamte Flusssystem des Rio Paraguay, der untere Rio Paraná und der weitere Verlauf des Rio Paraná bis nach Buenos Aires. Die von ihm bevorzugten Gewässerbereiche sind dicht mit Pflanzen bewachsen. Diese Barsche sind äußerst widerstandsfähig und überleben auch in sehr sauerstoffarmen, schlammigen und flachen Gewässern in der Trockenzeit von Juli bis August.
In den Heimatgewässern wurden folgende Wasserwerte gemessen: elektrischer Leitwert 10-90 µS/cm, Gesamthärte 2 °dH, pH-Wert 5,5 bis 7,0. Die Wassertemperatur betrugen von Juli-August 6,5 - 13 °C (in Argentinien).
Aquaristik-Info
Temperatur: 15 °C - 29 °C (optimal: 24-25 °C)
pH-Wert: ca. 6,0-7,2
Gesamthärte: 2-8 °dH
Wasserregion: unten-Mitte
Aquarium: ab 100 cm Seitenlänge (für 1 Paar)
Schwierigkeit: einfach, auch für Anfänger geeignet
Fütterung:
Omnivor: Lebendfutter (z.B. Bachflohkrebse), Frostfutter, Futtergranulate, auch pflanzliche Nahrung
Haltung:
Das Becken sollte einen grob sandigen Bodengrund besitzen. Es sollte auch einige Versteckmöglichkeiten (z.B. Felsen, Blumentöpfe oder Wurzelverstecke) aufweisen. Am Boden sollte sich mindestens 1 handgroßer Stein mit einer glatten Oberfläche zum Ablaichen der Eier befinden.
Wir empfehlen außerdem eine robuste Randbepflanzung mit Barschpflanzen wie z.B. Helanthium bolivianum, Anubias barteri var. nana, Vallisneria americana oder Cryptocoryne wendtii. Diese Fische stellen keine besonderen Ansprüche an das Wasser, trotzdem sollte ein regelmäßiger Wasserwechsel von 30-50% durchgeführt werden.
Diese Barsche sollten paarweise gehalten werden. Sie können bedenkenlos mit anderen friedlichen Arten vergesellschaftet werden.
Zucht:
Diese Fische sind Substratlaicher und laichen ihre Eier in der Regel auf festen, glatten Gegenständen am Beckenboden ab. Beide Elternfische betreiben Brutpflege und die Männchen verteidigen äußerst aggressiv die Fischbrut.
Nach dem Schlupf, der bei einer Wassertemperatur von 25 °C nach etwa 60-72 Stunden erfolgt, betten die Elternfische die Fischlarven sofort in eine zuvor angelegte Bodenvertiefung (Grube) um. Bis zum Freischwimmen der Jungfische nach etwa 4-6 Tagen werden diese mehrfach in andere Gruben umgebettet.
Die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder zerkleinertem Trockenfutter gefüttert werden. Bei guter Fütterung erreichen die Jungfische in einem halben Jahr eine Länge von etwa 9-10 cm.