Fisch-Familien




Familie:
Reisfische (Adrianichthyidae)
Ordnung:
Hornhechtartige
(Beloniformes)
Klasse:
Knochenfische (Osteichthyes)
Reisfische (Adrianichthyidae) sind eine Familie von Süß- und Brackwasserfischen, die zur Ordnung der Hornhechtartigen (Beloniformes) zählt.
Vermutlich werden Reisfische seit dem 17. Jahrhundert als Aquarienfische gehalten. Der Japanische Reisfisch war eine der ersten dafür genutzten Arten und wurde von seiner ursprünglichen weißen Färbung zu einer goldenen Farbe gezüchtet.
Der Name „Reisfische” leitet sich davon ab, dass einige Arten in Reisfeldern vorkommen.
Diese Familie umfasst etwa 37 Arten in drei Gattungen. Mehrere Arten sind selten und bedroht, zwei bis vier sind möglicherweise bereits ausgestorben. Die vermeintliche Gattung Xenopoecilus besteht offenbar aus nicht miteinander verwandten, morphologisch stark unterschiedlichen Arten von Oryzias.
Reisfische (Adrianichthyidae) kommen von Indien bis Japan und im Malaiischen Archipel vor. Auf Sulawesi sind etwa 20 Arten aus dem Poso-See und dem Lore Lindu als Buntingi bekannt.
Ihr Lebensraum sind flache, langsam fließende oder stehende Gewässer. Sie sind sehr anpassungsfähig und besiedeln vorwiegend Reisfelder, Sümpfe, Teiche, Gräben und Gezeitentümpel.
Der Körper der Reisfische (Adrianichthyidae) ist meist schlank, gestreckt und seitlich abgeflacht.
Die Arten der Gattung Oryzias erreichen eine Größe von 1,6 bis 8 cm, die Arten der Gattung Adrianichthys werden 8,5 bis 20 cm groß.
Sie weisen eine Reihe von Besonderheiten auf, darunter eine ungewöhnliche Kieferstruktur. Eine Seitenlinie ist nicht vorhanden. Zudem fehlen ein Pflugscharbein (Vomer), das äußere Flügelbein (Pterygoid), Metapterygoid und Supracleithrum.
Die Fische besitzen vier bis sieben Branchiostegalstrahlen. Die Wirbelsäule ist charakteristisch gerade. Die Rückenflosse sitzt weit hinten am Körper, fast über der Afterflosse. Die Schwanzflosse ist meist abgerundet oder gerade abgeschnitten.
Die Männchen haben oft verlängerte Flossenstrahlen an der Afterflosse. Reisfische besitzen relativ große Cycloidschuppen.
Der Japanische Reisfisch (Oryzias latipes), auch Medaka genannt, ist ein beliebter Modellorganismus in der Entwicklungsbiologieforschung. Diese Art wurde ins All gebracht, wo sie als erstes Wirbeltier im Weltraum gepaart wurde und gesunde Nachkommen gezeugt hat.
Der Kopf der Reisfische ist oben oft abgeflacht. Das Maul ist oberständig, was ideal für die Nahrungsaufnahme direkt von der Wasseroberfläche ist.
Die Färbung der Reisfische ist bei Wildformen meist schlicht silbrig-grau oder durchscheinend. Zuchtformen (besonders beim Medaka) zeigen jedoch leuchtende Farben wie Orange, Gold, Weiß oder Blau sowie Glitzereffekte.
Literaturhinweise:
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