Fischlexikon: Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi)
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Süßwasserfische"
| Name: | Schwartz’ Panzerwels | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Callichthyidae | |
| (deutsch) | Panzer- und Schwielenwelse | |
| Gattung: | Hoplisoma | |
| Gattung+Art: | Hoplisoma schwartzi | |
| Gesamt: | 3188 Fischarten | |
Übersicht
Der Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi, Synonym: Corydoras schwartzi), auch Bänder-Panzerwels genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplisoma. Er kann eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Schwartz's catfish”.
Der Schwartz’ Panzerwels stammt ursprünglich aus Südamerika, wo er im Rio-Purus-Flussbecken in Brasilien beheimatet ist.
Merkmale
wichtige Merkmale des Schwartz’ Panzerwelses:
- sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Die höchste Stelle seines Körpers befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse
- die Körperfärbung des Schwartz’ Panzerwelses ist meist silbrig oder hellbraun. Manche Exemplare schimmern leicht bläulich
- die Körperflanken sind mit einem horizontalen, linienförmigen Punktmuster in Schwarz oder Dunkelbraun überzogen
- über die Augen bis zum Rücken des Schwartz’ Panzerwelses zieht sich ein breites schwarzes oder dunkelbraunes Querband. Bei manchen Exemplaren ist dieses Querband so breit, dass fast der gesamte Kopf davon bedeckt wird
- die Kiemendeckel sind oft glänzend golden gefärbt
- wie bei allen Panzerwelsen fehlt zwischen der Rücken- und Fettflosse eine Knochenplattenreihe
- das Maul des Schwartz’ Panzerwelses ist von mehreren Bartelpaaren umgeben, seine Augen sind relativ groß
- die Flossen sind farblos, fast durchsichtig. Schwanz-, After-, Fett- und Rückenflossen sind ebenfalls von dunklen Linien durchzogen
- die Rückenflosse ist relativ hoch, der Stachelstrahl oft sehr lang
- wie alle Arten dieser Gattung besitzt der Schwartz’ Panzerwels eine Fettflosse
- weibliche Exemplare des Schwartz’ Panzerwelses werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Sie werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
- Flossenformel: D I/7, A II/5
Größe
Der Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi) erreicht eine maximale Länge von etwa sechs Zentimetern. Dabei werden die Weibchen etwas größer als die Männchen. Männchen bleiben etwa einen Zentimeter kleiner.
Maximales Alter
Bei guter Pflege kann der Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi) in einem Aquarium etwa 8 bis 10 Jahre alt werden.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Der Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi) stammt ursprünglich aus Südamerika, genauer gesagt aus dem Mündungsgebiet des Rio Purus in den Rio Solimões (Amazonas).
Er besiedelt kleine, flache und abgeschattete Urwaldgewässer mit sandigen oder schlammigen Untergründen. Er besiedelt auch die Uferbereiche überschwemmter Wälder sowie stehende Zonen von Stauseen und Seen.
Aquaristik-Info
Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 22 °C – 26 °C
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 15 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 80 cm Länge für eine Gruppe von 6 Tieren (Aquariumvolumen berechnen)
Fütterung:
abwechslungsreiche und schnellsinkendes Futter wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex, Algentabletten, Gemüse
Haltung:
Da der Schwartz’ Panzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Das Becken sollte daher am besten abgedeckt werden. Er liebt sauerstoffreiches, klares und schwach durchströmtes Wasser.
Das Becken sollte eine dichte Hintergrundbepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen wie beispielsweise Vallisneria natans, Anubias oder Javafarn, aufweisen, aber auch freien Schwimmraum bieten. Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.
Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Wurzeln o. Ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens fünf bis zehn Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.
Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen, wie beispielsweise Pistia stratiotes können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.
Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 4 bis 6 Monaten ein. Der entscheidende Auslöser für das Ablaichen ist oft die Simulation der Regenzeit durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser sowie eine proteinreiche Fütterung.
Bei der Paarung schwimmt das Weibchen unruhig durch das Becken und putzt potenzielle Laichstellen. Die Männchen folgen ihm aufgeregt. Bei der Befruchtung stellt sich das Männchen quer vor den Kopf des Weibchens, sodass ihre Körper die Form eines „T” bilden.
Während dieser Stellung gibt das Männchen Sperma ab. Das Weibchen nimmt dieses (vermutlich über das Maul oder die Kiemen) auf und leitet es zu den Eiern weiter.
Mit seinen Bauchflossen bildet das Weibchen eine kleine Tasche, in der es ein bis mehrere Eier auffängt. Anschließend schwimmt es zu einer zuvor gereinigten, glatten Fläche – meist die Aquarienscheibe, Pflanzenblätter oder Laichmopps – und klebt die Eier dort einzeln oder in kleinen Gruppen fest.
Da die Elterntiere Laichräuber sind, sollten die Eier oder die Elterntiere nach dem Ablaichen getrennt werden.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa vier bis acht Tagen. Nach weiteren zwei bis drei Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.
Nach ca. 10 bis 14 Tagen können gesiebte Cyclops, feines Frostfutter oder zerriebene Futtertabletten (z. B. mit Spirulina) gefüttert werden. Jungfische sollten 3–6 Mal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden.
weitere Informationen:Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.
Fortpflanzung
(siehe unter "Aquaristik")
Nahrung
Der Schwartz’ Panzerwels (Hoplisoma schwartzi) ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen (Detritus).
Krankheiten
Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.
Literaturhinweis
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Bildrechte
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