SPONSOREN
Die Abenteuer von Fernando und Enrique: eine Reise um die Welt (Hörbuch)
Web-Statistiken
Besucher
Online: Heute: Gesamt:
58
8.695
31.055.098
 

Fischlexikon: Schwarzer Schwielenwels (Hoplosternum littorale)


JAVASCRIPT ist deaktiviert!
Ativiere Javascript oder wechsle zu unserer Seite
Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Schwarzer Schwielenwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Hoplosternum
Gattung+Art: Hoplosternum littorale
Gesamt: 3186 Fischarten

Übersicht

Der Schwarze Schwielenwels (Hoplosternum littorale), auch "Lehmpanzerwels" oder "Küstenschwielenwels" genannt, auf Englisch "Atipa" oder "Brown hoplo", ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplosternum.


Merkmale

Schleie (Tinca tinca)

Schwarzer Schwielenwels

wichtige Merkmale des Schwarzen Schwielenwelses:

  • sein Körperbau ist plump, nahezu walzenförmig
  • seine Körperflanken sind bläulich-grau bis dunkelgrau gefärbt. Die obere Körperhälfte ist grünlich-schwarz bis schwarz, die Unterseite ist heller
  • Körper und Flossen besitzen keinerlei Zeichnungen oder Flecken
  • alle Flossen sind in der Regel gräulich bis farblos, fast transparent
  • die äußeren Strahlen der Schwanzflosse sind verdickt
  • am Oberkiefer sitzen 2 relativ lange Bartelpaare
  • die männliche Exemplare besitzen eine gut erkennbare Genitalpapille
  • Flossenformel: D I/8, A II/5
  • Knochenschilder: 25/23

Größe

Der Schwarze Schwielenwels (Hoplosternum littorale) wird max. ca. 24 cm lang.


Maximales Alter

Der Schwarze Schwielenwels (Hoplosternum littorale) wird maximal ca. 4 Jahre alt.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Schwarzen Schwielenwelses ist Südamerika: östlich der Anden und nördlich von Buenos Aires, einschließlich des Orinoco, Trinidad, Küstenflüsse von Guayana, Amazonas Drainage, Paraguay, der untere Paraná Fluss und die Küstensysteme im Süden Brasiliens (11°N - 37°S). Sein Habitat sind sumpfige Süß- und Brackwasserregionen (bis zu einer Salinität von 16 ppt).


Aquaristik-Info

Temperatur: 18° C - 25° C
pH-Wert: 5,9-7,2
Gesamthärte: ?
Wasserregion: unten

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven, Chironomidenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Wels Tabletten, Trockenfutter, Tubifex, pflanzliches Futter.

Haltung:
Der Schwarze Schwielenwels ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit er sich nicht erkältet (Becken daher am besten abdecken). Die Fähigkeit zur Darmatmung tritt erst ein, nachdem dieser Wels mehr als 32 Tage alt ist.

Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweisen sollte. Das Becken sollte mit Schwimmpflanzen bepflanzt und auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten und Laichhöhlen (Pflanzen, Moorkienwurzeln, Tonröhren o.ä.) vorhanden sein.

Zucht:
Der Schwarze Schwielenwels wird mit 1 Jahr geschlechtsreif. Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, starke und abrupte Teilwasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft.

Zunächst baut das Männchen in einer Höhle oder unter einem größeren Blatt ein Schaumnest gebaut. Dieses Nest wird vom Männchen aggressiv verteidigt.

Die Paarung erfolgt in unmittelbarer Nähe des Schaumnestes. Bei der Paarung klemmt das Männchen mit seinen Brustflossen die Barteln des Weibchens an seinen Körper, drückt das Weibchen dadurch gegen seine Bauchseite und stößt dabei gleichzeitig Samenfäden aus. Danach laicht das Weibchen 2-4 Eier und fängt diese mit Ihren Bauchflossen auf. Nun lässt das Männchen das Weibchen wieder frei und dieses schwimmt durch die Spermawolke und befruchtet damit die Eier. Das Weibchen klebt nun nacheinander die Eier an bzw. in das Schaumnest.

Manche Quellen berichten, dass das Weibchen die Eier und das Sperma in den Mund nimmt und im Mund die Befruchtung stattfindet.

Das Pärchen wiederholt diesen Vorgang, bis die Eier befruchtet und angeklebt wurden. Ein Männchen kann auch mit mehreren Weibchen laichen.

Das Männchen bewacht das Gelege und auch die Fischlarven. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen entfernt werden.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 23°-24° C nach ca. 3-4 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.


Fortpflanzung

(siehe unter Aquaristik-Info)


Nahrung

Der Schwarze Schwielenwels (Hoplosternum littorale) ernährt sich in freier Natur als Jungfisch hauptsächlich von kleinen Krebstieren (Conchostraca, Ostracoda, Copepoden, Branchiopoda) und Zuckmückenlarven (Chironomidenlarven). Ältere Exemplare ernähren sich außerdem von Detritus, Insekten, Wasserkäfern und Zuckmückenlarven.


Krankheiten

Welse sind eigentlich äußerst robuste Fische und erkranken auch selten. Voraussetzung ist jedoch eine artgerechte Haltung (Futter, Wasserwerte usw.).

Es kann jedoch zu Problemen kommen, wenn Welse zusammen mit anderen Fischarten gehalten werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies bei Welsen zum Tode führen. Auch Schnecken- oder Algenbekämpfungsmittel können Kupfer enthalten!

Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können jedoch auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.


Urheberrechte für den Text
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
Bildrechte

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) oder andere Urheberrechte geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu Creative Commons Lizenzen findet Ihr [hier].

Informationen zur GNU-Lizenz für freie Dokumentation (kurz: GFDL) findet ihr [hier].

Die Urheber und Lizenzrechte für die Bilder auf dieser Seite werden angezeigt, wenn Ihr auf das jeweilige Bild oder auf "Bildrechte anzeigen" klickt.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und in der Größe beschnitten.

Haftungsausschluss, Youtube-Videos

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

Wenn diese Seite Videos enthält und Ihr ein Video anklickt (öffnet), werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an den Betreiber des Videoportals (YouTube) gesendet. Daher ist es möglich, dass der Videoanbieter Eure Zugriffe speichert und Euer Verhalten analysieren kann. Dies geschieht jedoch erst, wenn Ihr ein Video auf dieser Seite öffnet.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und beschnitten. Weitere Infos unter "Bildrechte".