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Fischlexikon: Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis)


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Salzwasserfische"

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Name: Japan-Saibling
Ordnung: Salmoniformes
(deutsch) Lachsartige
Familie: Salmonidae
(deutsch) Lachsfische
Gattung: Salvelinus
Gattung+Art: Salvelinus leucomaenis
Gesamt: 3226 Fischarten

Übersicht

Der Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis) ist ein Lachsfisch aus der Gattung Salvelinus und der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Sein englischer Name lautet „Whitespotted char”.

Es existieren sowohl stationäre Süßwasser-Populationen in kalten Gebirgsbächen als auch eine anadrome Wanderform.Die Wanderform wächst die ersten zwei Jahre im Fluss auf, zieht dann für zwei bis drei Jahre ins Meer und kehrt zum Laichen in die Flüsse zurück.

Die anadrome Wanderform des Japan-Saiblings erreicht eine maximale Länge von etwa 120 cm und ein Gewicht von 15 kg, die Süßwasserform eine Länge von etwa 35 cm und ein Gewicht von etwa 3 kg.


Merkmale

Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis)

Japan-Saibling (S. leucomaenis)

Merkmale des Japan-Saiblings

  • der Japan-Saibling besitzt einen forellenartigen, leicht zylindrischen und langgestreckten Körperbau. Unter der Rückenflosse ist sein Körper am höchsten
  • die Körperfärbung des Japan-Saiblings ist im oberen Körperbereich und auf den Seiten gräulich-braun bis olivgrün, die Bauchseite ist schmutzig-weiß
  • seine Körperseiten sind mit gelblichen bis rosafarbenen Punkten bedeckt. Auf den Körperseiten verlaufen außerdem mehrere dunkle Querbänder von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzflossenbasis
  • während der Paarungszeit färbt sich die Bauchseite der Männchen rot und sie entwickeln in dieser Phase am Oberkiefer einen sogenannten "Laichhaken"
  • Brust-, Bauch- und Afterflossen des Japan-Saiblings besitzen einen weißen Saum
  • der Japan-Saibling besitzt, wie alle Arten der Gattung Saiblinge (Salvelinus), eine Fettflosse

Größe

Die anadrome Wanderform des Japan-Saiblings erreicht eine maximale Länge von etwa 120 cm und ein Gewicht von 15 kg, die Süßwasserform eine Länge von etwa 35 cm und ein Gewicht von etwa 3 kg.


Maximales Alter

Der Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis) erreicht ein maximales Alter von etwa 9 Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Japanische Saibling (Salvelinus leucomaenis) ist im ostasiatischen Raum heimisch, insbesondere in Japan (Hokkaidō und Honshū), im Nordosten der koreanischen Halbinsel sowie im Osten Russlands (Sachalin, Kurilen und Kamtschatka).

Er bevorzugt sehr kalte Gewässer mit Sommertemperaturen unter 15 °C. Die Art teilt sich in reine Süßwasserpopulationen, die stationär in kalten Gebirgsbächen leben, und anadrome Wanderformen auf. Letztere wachsen die ersten zwei Jahre im Fluss auf, ziehen dann für zwei bis drei Jahre ins Meer und kehren zum Laichen in die Flüsse zurück.


Fortpflanzung

Der Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis) wird im Alter von etwa 3 bis 5 Jahren geschlechtsreif. Dabei werden die Männchen früher geschlechtsreif als die Weibchen. Die Laichzeit ist in den Herbstmonaten (September bis November).

Das Weibchen sucht dazu flache, strömungsreiche Abschnitte in den Oberläufen von Flüssen oder Bächen auf. Der Untergrund muss aus sauberem, lockerem Kies oder Schotter bestehen. Mit kraftvollen Bewegungen seiner Schwanzflosse schlägt es dort eine Mulde, eine sogenannte Laichgrube, in den Kies. Dadurch wird feines Sediment weggespült.

Ein oder mehrere Männchen umschwimmen das Weibchen, drängen sich eng an seine Flanke und versetzen ihren Körper in zitternde Bewegungen. Unter synchronem Zittern und dem Öffnen des Mauls geben beide Partner gleichzeitig Eier und Samen ab. Ein Weibchen laicht, je nach Körpergröße, Alter und Unterart, zwischen 1.000 und 4.000 Eier ab.

Die Elternfische betreiben keine aktive Brutpflege. Das Weibchen deckt die Eier direkt nach der Befruchtung lediglich durch erneute Schwanzschläge mit einer schützenden Schicht Kies ab.

Danach verlassen die Elterntiere das Nest. Im Gegensatz zu vielen Pazifischen Lachsen sterben Saiblinge nicht zwingend nach dem Laichen, sondern können im nächsten Jahr erneut laichen.

Aufgrund der kalten Wassertemperaturen im Winter dauert die Entwicklung der Fischlarven sehr lange. Sie schlüpfen erst im Spätwinter oder Frühjahr (meist zwischen Februar und April).

Nach dem Schlüpfen verbleiben die Larven zunächst noch wochenlang tief im schützenden Kiesbett. Sie ernähren sich in dieser Zeit ausschließlich von ihrem körpereigenen Dottersack. Sobald dieser aufgezehrt ist, steigen die kleinen Saiblinge aus dem Kies auf. Dann beginnen sie, im Fluss aktiv nach Plankton und kleinen Insektenlarven zu jagen.


Nahrung

Die Süßwasserform des Japan-Saiblings (Salvelinus leucomaenis) ernährt sich vorwiegend von Larven der Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen und Zuckmücken sowie von ins Wasser gefallenen Landinsekten, beispielsweise Heuschrecken.

Ältere und größere Exemplare der anadromen Form jagen aktiv Jungfische und kleinere Fischarten, Wirbellose, kleine Krebstiere und andere marine Organismen.


Bedeutung als Speisefisch

Omega 3 Fettsäuren

Der Japan-Saibling (Salvelinus leucomaenis) ist ein beliebter Speisefisch. Sein Fleisch ist fest, aromatisch und fettarm. Der Japan-Saibling hat nur wenige Gräten, die sich leicht entfernen lassen. Er kann gebraten, gegrillt, gedünstet oder geräuchert werden.

Zudem versorgt er unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen wie den Vitaminen A, B2, B6 und B12, Jod, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren. Hier erhaltet ihr weitere Informationen zu den Nährwerten von Süß- und Salzwasserfischen.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Lachsfischen findet ihr in der Beschreibung der Familie Salmonidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. FishBase (englisch)
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