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Fischlexikon: Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus)


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Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
Prachtschmerle (C.  macracanthus)
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Prachtschmerle
Ordnung: Cypriniformes
(deutsch) Karpfenartige
Familie: Botiidae
(deutsch) Prachtschmerlen
Gattung: Chromobotia
Gattung+Art: Chromobotia macracanthus
Gesamt: 3165 Fischarten

Übersicht

Die Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Prachtschmerlen (Botiidae). Die Prachtschmerle lebt endemisch in Sumatra und Borneo und erreicht eine maximale Länge von ungefähr 31 cm. Ihre englische Bezeichnung lautet "Clown loach". In ihrer Heimat ist die Prachtschmerle ein beliebter Speisefisch.


Merkmale

wichtige Merkmale der Prachtschmerle:

  • der Körperbau der Prachtschmerle ist langgestreckt, leicht hochrückig und seitlich abgeflacht
  • der Körper ist mit extrem kleinen Schuppen bedeckt
  • die Grundfärbung des Körpers ist orangefarben
  • auf dem Körper zeigen sich 3 schwarze Querbänder: das 1. verläuft auf dem Kopf durch die Augen, das 2. Querband endet am Beginn der Rückenflosse (Dorsale) und das 3. beginnt kurz vor dem Ende der Rückenflosse und nimmt oben fast die gesamte Rückenflosse ein
  • die Mundspalte ist unterständig und mit 2 Paar Rostralbarteln besetzt
  • unter den Augen befindet sich eine kleine Hauttasche, in der sich ein Dorn befindet, der durch einen Muskel nach vorn ausgeklappt und arretiert werden kann
  • die Prachtschmerle ist in der Lage, mit Hilfe ihrer Schlundknochen knackende Geräusche zu erzeugen
  • Brust- und Schwanzflossen sind rot, die Bauchflossen rot mit schwarzem Rand. Die Afterflosse ist zum größten Teil schwarz, der Rest schwach gelblich
  • adulte Weibchen sind während der Laichzeit erheblich fülliger als die Männchen und können dadurch von diesen unterschieden werden

Größe

Die Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) wird in freier Natur maximal etwa 31 cm lang, im Aquarium selten größer als 12-15 cm.


Maximales Alter

Das maximale Alter der Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) ist uns zurzeit nicht bekannt.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Die Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) stammt aus Asien: dort lebt sie endemisch in Sumatra und Borneo. Ihr Habitat sind klare, schnell fließende Gewässer mit sandigen oder kiesigen Untergründen und schwacher Vegetation. Sie lebt dort nahe am Gewässergrund.


Aquaristik-Info

Temperatur: 24 °C - 28 °C
pH-Wert: 6,0-7,5
Gesamthärte: 5-18 °dH
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 150 cm Kantenlänge für eine Gruppe von 5 Tieren
Schwierigkeit: Haltung einfach, Zucht sehr schwierig

Fütterung:
Lebendfutter (Mückenlarven, Würmer, Schnecken), Frost- und Trockenfutter

Haltung:
Prachtschmerlen sollten in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden, dann sind sie recht friedlich. Bei nur wenigen Exemplaren (1-3) können sie sich aggressiv oder auch ängstlich (scheu) zeigen. Sie können bedenkenlos mit anderen friedlichen Arten (z.B. Barben) vergesellschaftet werden.

Der Beckenboden sollte mit feinkörnigem Kies bedeckt sein. Hierbei darf man unter keinen Umständen scharfkantigen Kies verwenden, damit sich die Tiere nicht ihre Barteln verletzen.

Zucht:
Die Prachtschmerle laicht nur selten im Aquarium ab. Abgelaicht wird in der Regel in Höhlen. Kommerziell wird diese Art mit Hilfe von Hormonen gezüchtet.


Fortpflanzung

Zur Fortpflanzungsbiologie der Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) liegen uns zurzeit nur wenig Informationen vor. Sie unternimmt zu Beginn der Regenzeit Laichwanderungen in die Oberläufe schnellfließender Flüsse. Die frisch geschlüpften Fischlarven lassen sich mit der Strömung zurück in die Unterläufe treiben, da sie hier genügend Nährstoffe vorfinden.


Nahrung

Die Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus) ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von tierischer Nahrung (z.B. Insektenlarven und kleinen Wirbellosen), jedoch auch von Detritus.


Krankheiten

mögliche Krankheiten bei Karpfenartigen:

  • Cyprinidenkrankheiten durch Flagellaten
    Erkrankungen durch Trypanosomen verlaufen in den meisten Fällen symptomfrei, lediglich bei stärkerem Befall kann es zu Nierenschäden, Bauchwassersucht und Glotzaugen kommen [weiterlesen...]
  • Fleckenseuche
    Die erkrankten Fische weisen in der Haut fleckenartige (runde, ovale oder längliche) Rötungen bzw. weißgraue Nekrosen auf. Später lösen sich an diesen Stellen die Schuppen ab [weiterlesen...]
  • Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)
    Insbesondere der aufgetriebene Bauch ermöglicht eine klinische Verdachtsdiagnose. Bei der pathologischen Untersuchung stellen sich ein blutig-seröses Exsudat in der Leibeshöhle, Ödeme und punktförmige Blutungen der inneren Organe dar [weiterlesen...]
  • Samtkrankheit
    Bei einem starken Befall erscheint die Haut "samtartig", daher der Name "Samtkrankheit". Die Färbung dieses samtartigen Belages ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...]
  • Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
    Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namengebenden weißen Pünktchen [weiterlesen...]

Weitere Informationen zu Fischkrankheiten erhaltet Ihr in dieser Übersicht.


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