Fischlexikon: Zebra-Prachtschmerle (Botia striata)
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Süßwasserfische"
| Name: | Zebra-Prachtschmerle | |
| Ordnung: | Cypriniformes | |
| (deutsch) | Karpfenartige | |
| Familie: | Botiidae | |
| (deutsch) | Prachtschmerlen | |
| Gattung: | Botia | |
| Gattung+Art: | Botia striata | |
| Gesamt: | 3165 Fischarten | |
Übersicht
Die Zebra-Prachtschmerle (Botia striata), auch "Streifenschmerle" genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Prachtschmerlen (Botiidae). Die Zebra-Prachtschmerle lebt endemisch in Indien und erreicht eine maximale Länge von ca. 8-9 cm. Ihre englische Bezeichnung lautet "Zebra loach". Die IUCN stuft diesen Fisch als stark gefährdet ein.
Merkmale
wichtige Merkmale der Zebra-Prachtschmerle:
- der Körperbau der Zebra-Prachtschmerle ist langgestreckt, relativ hochrückig und seitlich abgeflacht
- der Körper ist mit extrem kleinen Schuppen bedeckt, der Kopf ist Schuppenlos
- die Grundfärbung des Körpers ist gelblich, orangefarben oder schwach rötlich, die Brust- und Bauchseite können grünlich schimmern
- der komplette Körper der Zebra-Prachtschmerle ist mit zahlreichen bräunlichen, dunkelgrünen oder bläulichen schrägen Querbändern bedeckt. Auf dem Vorderkörper (kurz hinter den Kiemen bis zur Schnauze) verlaufen die Querbänder schräg nach vorne (in Richtung Maul), dahinter leicht schräg nach hinten
- die Flossen sind hell-transparent gefärbt und besitzen unterschiedliche Streifen oder Strichmuster
- die Mundspalte ist unterständig und mit 3 Paar Barteln besetzt
- unter den Augen befindet sich eine kleine Hauttasche, in der sich ein Suborbitaldorn befindet, der durch einen Muskel nach vorn ausgeklappt und arretiert werden kann
- die Zebra-Prachtschmerle ist in der Lage, mit Hilfe ihrer Schlundknochen knackende Geräusche zu erzeugen
- die Geschlechter sind sehr schwer zu unterscheiden (Weibchen sind während der Lauchzeit fülliger)
- Flossenformel: D II/9-10, A I/6-7, P 0/13-14, V 0/8
Größe
Die Zebra-Prachtschmerle (Botia striata) wird in freier Natur maximal etwa 8-9 cm lang.
Maximales Alter
Das maximale Alter der Zebra-Prachtschmerle (Botia striata) beträgt ungefähr 15 Jahre.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Die Zebra-Prachtschmerle (Botia striata) stammt aus Indien: dort lebt sie endemisch in den Western Ghats und in Maharashtra. Ihr Habitat sind klare, schnell fließende Gewässer (Gebirgsbäche) mit sandigen oder kiesigen Untergründen. Sie lebt dort nahe am Gewässergrund.
Aquaristik-Info
Temperatur: 23 °C - 28 °C
pH-Wert: 6,0-7,0
Gesamthärte: 2-15 °dH
Wasserregion: unten
Aquarium: ca. 350 Liter
Schwierigkeit: Haltung
normal, Zucht sehr schwierig
Fütterung:
Lebendfutter (Mückenlarven, Würmer, Wasserschnecken), Frost- und Trockenfutter, Algen (bitte nicht überfüttern)
Haltung:
Zebra-Prachtschmerlen sollten in Gruppen von mindestens 8-10 Tieren gehalten werden, dann sind sie recht friedlich. Bei zu kleinen Becken bzw. zu enger Besatzdichte neigt diese Art zu Aggressionen. Sie können bedenkenlos mit anderen friedlichen Arten (z.B. Barben) vergesellschaftet werden.
Der Beckenboden sollte mit feinkörnigem Kies bedeckt sein. Hierbei darf man unter keinen Umständen scharfkantigen Kies verwenden, damit sich die Tiere nicht ihre Barteln verletzen. Das Becken sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten wie z.B. Tonröhren, Wurzeln oder sonstige Höhlen wie z.B. Steinaufbauten enthalten. Wir empfehlen außerdem einige (robuste) Wasserpflanzen (bitte in Töpfen einsetzen, damit sie nicht ausgegraben werden). Die Nahrung wird vom Boden aufgenommen.
Zucht:
Über Zuchterfolge im Aquarium ist uns zurzeit nichts bekannt.
Fortpflanzung
Zur Fortpflanzungsbiologie der Zebra-Prachtschmerle (Botia striata) liegen uns zurzeit keine gesicherten Informationen vor.
Nahrung
Die Zebra-Prachtschmerle (Botia striata) ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von tierischer Nahrung (z.B. Insektenlarven und kleinen Wirbellosen), jedoch auch von Algen.
Krankheiten
mögliche Krankheiten bei Karpfenartigen:
- Cyprinidenkrankheiten durch Flagellaten
Erkrankungen durch Trypanosomen verlaufen in den meisten Fällen symptomfrei, lediglich bei stärkerem Befall kann es zu Nierenschäden, Bauchwassersucht und Glotzaugen kommen [weiterlesen...] - Fleckenseuche
Die erkrankten Fische weisen in der Haut fleckenartige (runde, ovale oder längliche) Rötungen bzw. weißgraue Nekrosen auf. Später lösen sich an diesen Stellen die Schuppen ab [weiterlesen...] - Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)
Insbesondere der aufgetriebene Bauch ermöglicht eine klinische Verdachtsdiagnose. Bei der pathologischen Untersuchung stellen sich ein blutig-seröses Exsudat in der Leibeshöhle, Ödeme und punktförmige Blutungen der inneren Organe dar [weiterlesen...] - Samtkrankheit
Bei einem starken Befall erscheint die Haut "samtartig", daher der Name "Samtkrankheit". Die Färbung dieses samtartigen Belages ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...] - Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namengebenden weißen Pünktchen [weiterlesen...]
Weitere Informationen zu Fischkrankheiten erhaltet Ihr in dieser Übersicht.
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