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Fischlexikon: Syncrossus beauforti


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Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
Syncrossus beauforti
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Syncrossus beauforti
Ordnung: Cypriniformes
(deutsch) Karpfenartige
Familie: Botiidae
(deutsch) Prachtschmerlen
Gattung: Syncrossus
Gattung+Art: Syncrossus beauforti
Gesamt: 3165 Fischarten

Übersicht

Syncrossus beauforti (Syn.: Botia beauforti), auch "Beaufort-Prachtschmerle" genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Prachtschmerlen (Botiidae). Syncrossus beauforti stammt aus Asien und kann eine maximale Länge von ca. 25 cm erreichen. Ihre englische Bezeichnung lautet "Chameleon loach".


Merkmale

wichtige Merkmale von Syncrossus beauforti:

  • der Körperbau von Syncrossus beauforti ist langgestreckt und seitlich abgeflacht. Der Körper ist, bis auf den niedrigeren Schwanzflossenstiel, konstant hoch (der Schwanzflossenstiel ist höher als lang)
  • die Grundfärbung des Körpers variiert von ockerfarben, bräunlich-grün bis gelblich. Die Helligkeit der Färbung hängt von ihrer Umgebung ab
  • auf dem Kopf von Syncrossus beauforti erlaufen 3 horizontale Streifen: auf der Oberseite des Kopfes, durch die Augen und der Dritte unter den Augen
  • auf den Körperflanken von Syncrossus beauforti verlaufen ca. 10-11 diffuse und bläulich-schwarze Querbänder, die bei manchen Exemplaren nicht sichtbar sind. Weiterhin ziehen sich durch die Körperflanken mehrere gepunktete Linien
  • die Rückenflosse von Syncrossus beauforti beginnt kurz vor dem Ansatz der Bauchflossen
  • die Rückenflosse und Schwanzflossen sind gelblich transparent und besitzen zahlreiche dunkle Punkte, die in Reihen angeordnet sind. Auf der Schwanzflosse können sich schwach rötliche Bereiche zeigen
  • Brust-, Bauch und Afterflossen sind am Ansatz gelblich-orange, die Afterflosse zeigt an der Flossenbasis einige dunkle Punkte
  • die Mundspalte von Syncrossus beauforti ist unterständig , die Barteln am Oberkiefer sind schwarz gefärbt
  • unter den Augen befindet sich eine kleine Hauttasche, in der sich ein Suborbitaldorn befindet, der durch einen Muskel nach vorn ausgeklappt und arretiert werden kann
  • Syncrossus beauforti ist in der Lage, mit Hilfe ihrer Schlundknochen knackende Geräusche zu erzeugen
  • die Geschlechter sind sehr schwer zu unterscheiden, Weibchen von Syncrossus beauforti können etwas größer werden als die Männchen
  • Flossenformel: D III/9, A II-III/4-6

Verwechslungsarten: Die Rotflossen-Tigerschmerle (Syncrossus berdmorei): bei dieser Prachtschmerle ist jedoch der Schwanzflossenstiel länger als hoch und die Rückenflosse beginnt weit hinter den Bauchflossen.


Größe

Syncrossus beauforti wird in freier Natur maximal etwa 25 cm lang. Im Aquarium bleibt diese Prachtschmerle in der Regel deutlich kleiner.


Maximales Alter

Das maximale Alter von Syncrossus beauforti ist uns zurzeit nicht bekannt.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Syncrossus beauforti lebt in Asien: dort lebt sie im Mekong, im Chao Phraya, im Mae Klong Becken und auf der nördlichen malaiischen Halbinsel.

Ihr Habitat sind klare, schnell fließende und sauerstoffreiche Gewässer mit sandigen oder kiesigen Untergründen. Sie lebt dort nahe am Gewässergrund in schattigen Bereichen (z.B. unter Wurzeln oder Steinen). Sie gräbt sich auch in den Sand ein. Während der Regenzeit wandert sie in überflutete Gebiete und kehrt danach (November und Dezember) wieder in die Flüsse zurück. Syncrossus beauforti reagiert empfindlich auf Wasserverschmutzungen (Nitrate, Düngemittel).


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C - 29 °C
pH-Wert: 6,0-7,0
Gesamthärte: 2-12 °dH
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 150 cm Seitenlänge
Schwierigkeit: Haltung normal, Zucht sehr schwierig (noch nicht gelungen)

Fütterung:
Allesfresser: Lebendfutter (bevorzugt), Frost- und Trockenfutter, Granulate, Flockenfutter, Obst u. Gemüse

Haltung:
Syncrossus beauforti sollte in Gruppen von mindestens 5-7 (besser 10 oder mehr) Tieren gehalten werden, dann sind diese Fische recht friedlich. Diese Schmerlen sind gesellig und bilden komplexe soziale Hierarchien.

Bei zu kleinen Becken bzw. zu enger Besatzdichte neigt diese Art zu Aggressionen. Syncrossus beauforti kann bedenkenlos mit anderen friedlichen und nicht zu kleinen Arten vergesellschaftet werden. Diese Schmerle ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber.

Der Beckenboden sollte mit feinkörnigem Kies bedeckt sein. Hierbei darf man unter keinen Umständen scharfkantigen Kies verwenden, damit sich die Tiere nicht ihre Barteln verletzen. Das Becken sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten wie z.B. Tonröhren, Wurzeln oder sonstige Höhlen wie z.B. Steinaufbauten enthalten. Wir empfehlen außerdem einige (robuste) Wasserpflanzen (bitte in Töpfen einsetzen, damit sie nicht ausgegraben werden). Die Nahrung wird vom Boden aufgenommen.

Zucht:
Zuchterfolge im Aquarium sind uns zurzeit nicht bekannt, alle Tiere im Handel sind Wildfänge.


Fortpflanzung

Zur Fortpflanzungsbiologie von Syncrossus beauforti liegen uns zurzeit keine gesicherten Informationen vor.


Nahrung

Syncrossus beauforti ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von tierischer Nahrung (z.B. Insektenlarven und kleinen Wirbellosen), jedoch auch von pflanzlicher Nahrung.


Krankheiten

mögliche Krankheiten bei Karpfenartigen:

  • Cyprinidenkrankheiten durch Flagellaten
    Erkrankungen durch Trypanosomen verlaufen in den meisten Fällen symptomfrei, lediglich bei stärkerem Befall kann es zu Nierenschäden, Bauchwassersucht und Glotzaugen kommen [weiterlesen...]
  • Fleckenseuche
    Die erkrankten Fische weisen in der Haut fleckenartige (runde, ovale oder längliche) Rötungen bzw. weißgraue Nekrosen auf. Später lösen sich an diesen Stellen die Schuppen ab [weiterlesen...]
  • Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)
    Insbesondere der aufgetriebene Bauch ermöglicht eine klinische Verdachtsdiagnose. Bei der pathologischen Untersuchung stellen sich ein blutig-seröses Exsudat in der Leibeshöhle, Ödeme und punktförmige Blutungen der inneren Organe dar [weiterlesen...]
  • Samtkrankheit
    Bei einem starken Befall erscheint die Haut "samtartig", daher der Name "Samtkrankheit". Die Färbung dieses samtartigen Belages ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...]
  • Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
    Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namengebenden weißen Pünktchen [weiterlesen...]

Weitere Informationen zu Fischkrankheiten erhaltet Ihr in dieser Übersicht.


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