Fischarten






Fischname:
Brochis geryi
(Brochis geryi)
Ordnung:
Welsartige
(Siluriformes)
Familie:
Panzer- und Schwielenwelse
(Callichthyidae)
Gattung:
Brochis
Brochis geryi (Synonym: Corydoras geryi), im Handel auch Smaragdgrüner Panzerwels genannt, ist ein südamerikanischer Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Brochis. Dieser Panzerwels kann eine maximale Länge von etwa 6 bis 7 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Bolivian cory“.
Bei guten Pflegebedingungen kann Brochis geryi in einem Aquarium voraussichtlich etwa 8 bis 10 Jahre alt werden.
Merkmale von Brochis geryi:
Weitere Informationen zu den anatomischen Merkmalen dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.
Brochis geryi erreicht eine maximale Länge von etwa 6 bis 7 Zentimetern. Dabei werden die Weibchen etwas größer als die Männchen.
Brochis geryi stammt ursprünglich aus Südamerika. In Bolivien ist er im Einzugsgebiet des Río Mamoré in der Provinz Beni verbreitet. Er bewohnt flache, langsam fließende bis stehende Gewässer, kleinere Nebenflüsse und saisonale Überschwemmungsgebiete.
Der feine, weiche und sandige oder schlammige Grund ist mit dichten Laubschichten, Wurzeln und Totholz bedeckt. Das Wasser ist weich bis mittelhart, leicht sauer bis alkalisch und tropisch warm (22 bis 28 °C).
Temperatur: 22 bis 28 °C
pH-Wert: 6,0 bis 7,5
Gesamthärte: 2 bis 18 °dH
Aquariumgröße: bei einer kleinen Gruppe ab etwa 100 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Schwierigkeit: einfach, Zucht jedoch schwieriger
Fütterung:
Wir empfehlen abwechslungsreiches und schnell sinkendes Futter, zum Beispiel kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter oder Tubifex. Ab und zu kann auch etwas überbrühtes Gemüse gegeben werden. Verfüttern Sie mehrmals täglich kleine Portionen.
Haltung:
Panzerwelse sind akzessorische Darmatmer. Sie müssen daher freien Zugang zur Wasseroberfläche haben. Die Wasseroberfläche darf niemals vollständig mit Schwimmpflanzen zugewuchert sein.
Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen wie Hornkraut (Ceratophyllum), Tausendblatt (Myriophyllum) oder Sumpffreunde (Limnophila) vorhanden sein.
Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum und bewuchsfreie Bodenfläche zum Gründeln vorhanden sein. Wichtiger als die Höhe ist die Grundfläche des Aquariums.
Da dieser Fisch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt und sehr gesellig ist, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6 (besser jedoch 10 oder mehr) Tieren gehalten werden.
Er darf niemals allein gehalten werden. Auch in kleineren Gruppen können diese Fische verkümmern. Er lässt sich gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei großen Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.
Weitere Informationen zur Haltung und Lebensweise dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.
Zucht:
In der Regel tritt die Geschlechtsreife im Alter von etwa 8 bis 10 Monaten ein. Das Ablaichen wird häufig durch die Simulation der Regenzeit ausgelöst. Dies kann beispielsweise durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine längere, intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie durch weiches Wasser mit einer Gesamthärte von unter 5 °dH und einem pH-Wert von 6,0 bis 6,8 erreicht werden.
Um die Regenzeit zu simulieren, sollte die Wassertemperatur im Zuchtbecken von etwa 25 °C auf 21 bis 22 °C gesenkt werden.
Für die Aufzucht der Larven sollte der Wasserstand im Aufzuchtbehälter auf etwa 8 bis 12 cm abgesenkt werden. Da die Larven nach dem Aufbrauchen des Dottersacks zur Wasseroberfläche schwimmen müssen, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen, verkürzt ein niedriger Wasserstand diese Distanz und verhindert so das Ertrinken der Larven.
Weitere Informationen zur Zucht und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.
(siehe unter „Aquaristik“)
Brochis geryi ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Zooplankton, kleinen Krebstieren, Insektenlarven, Würmern sowie gelegentlich von Detritus und Algen.
Werden Welse gemeinsam mit anderen Fischarten gehalten, die mit dem Medikament „Malachitgrün” behandelt werden, sollte dieses nur mit Vorsicht und in der vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und führen in der Regel zu ihrem Tod.
Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.
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