Allgemeines
Gelbflossen-Thun (Thunnus albacares)
Der Gelbflossen-Thun (Thunnus albacares) ist eine Thunfischart, die in allen tropischen und subtropischen Meeren (mit Ausnahme des Mittelmeers) vorkommt.
Der Gelbflossen-Thun kann eine Länge von etwa 240 cm und ein Gewicht von etwa 200 kg erreichen.
Der Weltrekord für den schwersten jemals offiziell mit der Angel gefangenen Roten Thun beträgt 200,94 kg. Fänger war Earl Gill IV, Fangort war vor den Lower Banks bei Baja, Mexiko.
Der Gelbflossen-Thun gehört zur Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae) sowie zur Gattung der Thunfische (Thunnus). Er wird auch Ahi (hawaiisch) genannt. Sein englischer Name lautet „Yellowfin tuna”.
Im Gegensatz zu den meisten Fischen sind Thunfische warmblütig. Ihr einzigartiges Herz-Kreislauf-System, ihre warme Körpertemperatur, ihr erhöhter Stoffwechsel und ihr gut entwickeltes Lymphsystem tragen dazu bei, dass sie sowohl schnelle Sprints als auch lange Schwimmphasen bewältigen können.
Wenn ein Thunfisch schnell schwimmt, ziehen sich seine Flossen in Rillen zurück. Dadurch entsteht eine glatte, hydrodynamische Oberfläche, die seine Geschwindigkeit erhöht. Dies ist auf ein biologisches Hydrauliksystem zurückzuführen, an dem das Lymphsystem beteiligt ist.
Im Jahr 2010 nahm Greenpeace International den Gelbflossen-Thun in seine Rote Liste für Meeresfrüchte auf. Diese Liste enthält Fischarten, die weltweit häufig in Supermärkten verkauft werden und bei denen ein sehr hohes Risiko besteht, dass sie aus nicht nachhaltiger Fischerei stammen.
Durch schlechte Kühlung nach dem Fang kann eine Histaminvergiftung (Scombroidvergiftung) auftreten, die durch Bakterien verursacht wird, welche Histidin in Histamin umwandeln.
Auch die Belastung mit Quecksilber und anderen Schwermetallen, die die Fische über die Nahrungskette aufnehmen, kann beim Verzehr größerer Mengen für den Menschen schädlich sein. Besonders Schwangere sollten den Verzehr einschränken.