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Fischlexikon: Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus)


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Salzwasserfische"

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Name: Silberspitzenhai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus albimarginatus
Gesamt: 3164 Fischarten

Übersicht

Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus)

Silberspitzenhai (C. albimarginatus)

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.

Er kann eine Länge von etwa 300 cm und ein Gewicht von etwa 160 kg erreichen. Seine durchschnittliche Länge beträgt etwa 200 cm. Sein englischer Name lautet „Silvertip shark”.

Der Silberspitzenhai ist im tropischen Indischen und Pazifischen Ozean verbreitet. Er kommt häufig in der Nähe von vorgelagerten Inseln und Korallenriffen in Wassertiefen bis etwa 800 Meter vor.

Ist der Silberspitzenhai für den Menschen gefährlich?

Der Silberspitzenhai wird aufgrund seiner Größe, Kühnheit und seines Verhaltens als potentiell gefährlich für Menschen eingestuft.

Bei Provokation oder wenn sie sich bedroht fühlen, können Silberspitzenhaie eine deutliche Drohgebärde zeigen. Diese beinhaltet ein „Buckeln”, das Senken der Brustflossen, heftige Bewegungen („Shivering”) und offene Kiefer.

Da es jedoch nur sehr wenige dokumentierte Angriffe (keine tödlichen) gibt, wird das Risiko als gering eingeschätzt. Taucher sollten diesen Haien trotzdem mit Respekt und Vorsicht begegnen und bei Drohgebärden den Rückzug antreten.

Ist der Silberspitzenhai gefährdet?

Der Silberspitzenhai gilt als gefährdete Art. Aufgrund seiner langsamen Reproduktionsrate, seiner Abhängigkeit von korallenriffnahen Lebensräumen sowie der gezielten Fischerei auf seine Flossen sind die Bestände rückläufig. Laut der Roten Liste der IUCN wird diese Art als „gefährdet” eingestuft.


Merkmale

Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus)

Silberspitzenhai (C. albimarginatus)

Merkmale des Silberspitzenhais:

  • der Körper des Silberspitzenhais ist gestreckt und relativ schlank
  • seine Schnauze ist vergleichsweise lang und breit
  • wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch er fünf kurze Kiemenspalten. Ein Spritzloch ist nicht vorhanden
  • die Augen des des Silberspitzenhais sind groß und annähernd rund
  • er hat 12–14 Zahnreihen auf jeder Seite beider Kiefer, wobei sich an der Symphyse (Mitte der Kiefer) ein oder zwei kleine Zähne befinden
  • die oberen Zähne sind breit, haben schräg stehende, dreieckige Höcker und grobe Zacken nahe der Basis. Die unteren Zähne haben aufrechte Höcker und feine Zacken
  • die Färbung des Rückens ist blaugrau mit einem bronzefarbenen Schimmer, die Bauchseite ist weißlich
  • entlang der Körperseiten verläuft ein dezentes weißes Band und alle Flossen weisen markante weiße Spitzen und Ränder auf.
  • die erste Rückenflosse ist groß und dreieckig. Sie beginnt oberhalb oder leicht vor den Spitzen der Brustflossen
  • ein Interdorsalkamm (leistenförmiger Hautkamm auf dem Rücken) ist vorhanden
  • die Brustflossen sind im Vergleich zu den meisten Requiemhaien proportional länger, sichelförmig und haben spitze Enden

Größe

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) kann eine Länge von etwa 300 cm erreichen. Das maximal gemeldete Gewicht beträgt 162,2 Kilogramm. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 200 cm. Weibchen werden größer als Männchen.


Maximales Alter

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) kann vermutlich mehr als 20 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) ist im tropischen Indischen und Pazifischen Ozean verbreitet.

Im westlichen Indischen Ozean kommt diese Art vom Roten Meer bis nach Südafrika vor, wobei sie auch Madagaskar, die Seychellen, die Aldabra-Gruppe, Mauritius und den Chagos-Archipel umfasst.

Im westlichen Pazifik ist er von Südjapan bis Nordaustralien verbreitet, einschließlich Taiwan, der Philippinen, Indonesiens, Papua-Neuguineas, Neukaledoniens, Guams, Palaus, der Salomonen, der Marshallinseln, der Phoenix-Inseln und Tahitis. Im östlichen Pazifik kommt er vom Süden der Baja California bis nach Kolumbien vor, einschließlich der Kokosinseln, der Galapagosinseln und der Revillagigedo-Inseln.

Silberspitzenhaie besiedeln alle Ebenen der Wassersäule und kommen über Kontinental- und Inselplattformen in einer Tiefe von 30 bis 800 Metern vor.

Am häufigsten sind sie in der Nähe von isolierten Inseln, Korallenbänken und Riffabbrüchen anzutreffen. Jungtiere halten sich meist in küstennahen Bereichen oder Lagunen auf, während erwachsene Tiere in tieferen Gewässern vorkommen. Zwischen den beiden Altersgruppen gibt es kaum Überschneidungen.


Fortpflanzung

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar).

In der südlichen Hemisphäre finden Paarung und Geburt im Sommer statt. Während der Balz beißt das Männchen das Weibchen, um es für die Kopulation festzuhalten. Dabei wurde bei einem beobachteten Weibchen die Spitze der ersten Rückenflosse abgebissen.

Nach einer Tragzeit von etwa einem Jahr bringen Weibchen in einem zweijährigen Zyklus ein bis elf (in der Regel fünf oder sechs) Junge zur Welt.

Verschiedene Autoren berichten, dass die Neugeborenen eine Länge von 63–68 cm bzw. 73–81 cm haben und sich bevorzugt in in flacheren Gewässern als die erwachsenen Tiere aufhalten.

Die Wachstumsrate ist in freier Wildbahn sehr unterschiedlich. Die Angaben schwanken zwischen 3,8 cm und 20,8 cm pro Jahr.

Berichten zufolge werden Männchen bei einer Länge von 1,6–1,8 m bzw. 1,9–2,0 m und Weibchen bei einer Länge von 1,6–2,0 m geschlechtsreif.


Nahrung

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus) ernährt sich hauptsächlich von Knochenfischen. Gelegentlich werden auch Adlerrochen, kleinere Haie und Kopffüßer gefressen.


Bedeutung als Speisefisch

Der Silberspitzenhai wird zwar regional als Speisefisch genutzt, aufgrund seiner Rolle im Ökosystem, seiner langsamen Fortpflanzungsrate sowie seiner potenziellen Quecksilberbelastung ist er jedoch kein bedeutender oder empfohlener Speisefisch. Er wird häufig als Beifang in der Langleinenfischerei gefangen und wird als „gefährdet” eingestuft.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten des Silberspitzenhais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
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Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
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