SPONSOREN
Die Abenteuer von Fernando und Enrique: eine Reise um die Welt (Hörbuch)
Web-Statistiken
Besucher
Online: Heute: Gesamt:
64
6.406
32.605.684
 

Steckbrief: Brochis incolicana


JAVASCRIPT ist deaktiviert!
Aktiviere Javascript oder wechsle zu unserer Seite
Süßwasserfische"

 Süß- und Salzwasserfische suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Brochis incolicana
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Brochis
Gattung+Art: Brochis incolicana
Gesamt: 3235 Fischarten

Übersicht

Brochis incolicana (Synonym: Corydoras incolicana) ist ein südamerikanischer Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Brochis. Er kann eine maximale Länge von etwa 7 bis 8 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Icana cory“.


Merkmale

Brochis incolicana

Brochis incolicana

wichtige Merkmale von Brochis incolicana:

  • sein Körperbau ist schwach hochrückig, kräftig, kompakt und seitlich abgeflacht
  • die Schnauze ist langgestreckt (intermediärer Langschnäuzer) und läuft vorne spitz zu. Das Profil ist leicht konkav
  • die Grundfärbung von Brochis incolicana variiert von weißlich über cremefarben bis gräulich. Bei entsprechendem Lichteinfall kann sich ein metallisch bläulicher Schimmer zeigen. Die Kiemendeckel können golden schimmern
  • oberhalb des Kopfes von Brochis incolicana zeigt sich oft ein charakteristischer, farblich abgesetzter, orangefarbener Fleck
  • die Körperflanken sind mit unregelmäßigen braunen bis schwarzen Flecken oder breiten Bändern gezeichnet. An der Basis der Rückenflosse befindet sich ein markanter, dunkler Fleck. Auch die vorderen Flossenstrahlen sind schwarz
  • von der Stirn bis über die Augen verläuft eine vertikale Augenbinde
  • die Flossenränder sind oftmals hell gesäumt
  • die mittig stark eingebuchtete Schwanzflosse zeigt ein gestreiftes Muster, das aus mehreren vertikalen, dunklen Bändern besteht, die sich wiederum aus kleinen Strichen oder Flecken zusammensetzen
  • weibliche Exemplare von Brochis incolicana werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Männchen besitzen eine höhere und spitzere Rückenflosse und sind etwas intensiver gefärbt

Weitere Informationen zu den anatomischen Merkmalen dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.


Größe

Brochis incolicana erreicht eine maximale Länge von etwa 7 bis 8 cm. Dabei werden die Weibchen etwas größer als die Männchen.


Maximales Alter

Brochis incolicana kann unter guten Pflegebedingungen in einem Aquarium 7 bis 10 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Brochis incolicana stammt ursprünglich aus Südamerika und ist im Rio Içana im oberen Rio-Negro-Becken in Brasilien beheimatet.

Brochis incolicana bewohnt die flachen, langsam strömenden, sauren, extrem weichen und teefarbenen Schwarzwassergebiete des Rio Içana sowie die überschwemmten Waldbereiche.

Der sandige oder feinkiesige Untergrund ist mit dichten Laubschichten, Wurzeln und Totholz bedeckt. Die Ufer sind dicht bewachsen. Der pH-Wert dieser Gewässer beträgt in der Regel 4,0 bis 6,0 und das Wasser ist sehr weich.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 bis 26 °C
pH-Wert: 4,0 bis 6,8
Gesamthärte:unter 10 °dH
Aquariumgröße: bei einer kleinen Gruppe ab etwa 100-120 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Schwierigkeitsgrad: einfach, die Zucht ist jedoch schwieriger

Fütterung:

Wir empfehlen abwechslungsreiches und schnell sinkendes Futter, zum Beispiel kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter oder Tubifex. Ab und zu kann auch etwas überbrühtes Gemüse gegeben werden. Verfüttern Sie mehrmals täglich kleine Portionen.

Haltung:

Brochis incolicana

Brochis incolicana

Panzerwelse sind akzessorische Darmatmer. Sie müssen daher freien Zugang zur Wasseroberfläche haben. Die Wasseroberfläche darf niemals vollständig mit Schwimmpflanzen zugewuchert sein.

Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen wie Hornkraut (Ceratophyllum), Tausendblatt (Myriophyllum) oder Sumpffreunde (Limnophila) vorhanden sein.

Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum und bewuchsfreie Bodenfläche zum Gründeln vorhanden sein. Wichtiger als die Höhe ist die Grundfläche des Aquariums.

Da dieser Fisch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt und sehr gesellig ist, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6 (besser jedoch 10 oder mehr) Tieren gehalten werden.

Er darf niemals allein gehalten werden. Auch in kleineren Gruppen können diese Fische verkümmern. Er lässt sich gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei großen Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.

Weitere Informationen zur Haltung und Lebensweise dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.

Zucht:

In der Regel tritt die Geschlechtsreife im Alter von etwa 8 bis 12 Monaten ein. Das Ablaichen wird häufig durch die Simulation der Regenzeit ausgelöst. Dies kann beispielsweise durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine längere, intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie durch weiches Wasser mit einer Gesamthärte von unter 5 °dH und einem pH-Wert von 5,0 bis 6,5 erreicht werden.

Um die Regenzeit zu simulieren, sollte die Wassertemperatur im Zuchtbecken von etwa 25 °C auf 21 bis 22 °C gesenkt werden.

Für die Aufzucht der Larven sollte der Wasserstand im Aufzuchtbehälter auf etwa 8 bis 12 cm abgesenkt werden. Da die Larven nach dem Aufbrauchen des Dottersacks zur Wasseroberfläche schwimmen müssen, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen, verkürzt ein niedriger Wasserstand diese Distanz und verhindert so das Ertrinken der Larven.

Weitere Informationen zur Zucht und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Brochis.


Fortpflanzung

(siehe unter „Aquaristik“)


Nahrung

Brochis incolicana ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Zooplankton, kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Würmern sowie gelegentlich von Detritus und Algen.


Krankheiten

Werden Welse gemeinsam mit anderen Fischarten gehalten, die mit dem Medikament „Malachitgrün” behandelt werden, sollte dieses nur mit Vorsicht und in der vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und führen in der Regel zu ihrem Tod.

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
  3. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag 1990, ISBN 3-89350-991-7
Urheberrechte für den Text
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
Bildrechte

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) oder andere Urheberrechte geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu Creative Commons Lizenzen findet Ihr [hier].

Informationen zur GNU-Lizenz für freie Dokumentation (kurz: GFDL) findet ihr [hier].

Die Urheber und Lizenzrechte für die Bilder auf dieser Seite werden angezeigt, wenn Ihr auf das jeweilige Bild oder auf "Bildrechte anzeigen" klickt.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und in der Größe beschnitten.

Haftungsausschluss, Youtube-Videos

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

Wenn diese Seite Videos enthält und Ihr ein Video anklickt (öffnet), werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an den Betreiber des Videoportals (YouTube) gesendet. Daher ist es möglich, dass der Videoanbieter Eure Zugriffe speichert und Euer Verhalten analysieren kann. Dies geschieht jedoch erst, wenn Ihr ein Video auf dieser Seite öffnet.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und beschnitten. Weitere Infos unter "Bildrechte".