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Fischlexikon: Gewellter Panzerwels (Gastrodermus undulatus)


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Süßwasserfische"

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Name: Gewellter Panzerwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Gastrodermus
Gattung+Art: Gastrodermus undulatus
Gesamt: 3235 Fischarten

Übersicht

Der Gewellte Panzerwels (Gastrodermus undulatus, Synonym: Corydoras undulatus) ist ein südamerikanischer Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Gastrodermus. Er kann eine maximale Länge von etwa 5 bis 5,5 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Wavy catfish“.


Merkmale

Gewellter Panzerwels (Gastrodermus undulatus)

Gewellter Panzerwels (G. undulatus)

Merkmale des Gewellten Panzerwelses:

  • sein Körperbau ist gedrungen, hochrückig und seitlich abgeflacht
  • wie bei allen Vertretern der Elegans-Gruppe ist seine Schnauze kurz und vorne stumpf abgerundet
  • die Grundfärbung des Gewellten Panzerwelses variiert von gelblich über ockerfarben bis leicht olivbräunlich. Die Bauchseite ist heller als der Rest des Körpers
  • auf den Kiemendeckeln und den Körperflanken zeigen sich zahlreiche dunkle Punkte und Flecken, die wellen- oder netzartig angeordnet sind
  • in der Mitte der Körperflanken laufen diese Punkte oft zu wellenförmigen Linien zusammen. Zwischen den dunklen Linien schimmern feine, gold- oder messingfarbene Glanzpunkte
  • die transparenten Flossen des Gewellten Panzerwelses zeigen oft ein zartes, dunkles Punktmuster
  • die Männchen des Gewellten Panzerwelses zeigen deutlich kontrastreichere dunkle Zeichnungen auf gelbem Hintergrund. Sie sind jedoch kleiner und schlanker als die Weibchen
  • die Weibchen sind blasser (graubraun) gefärbt und das gewellte Linienmuster ist schwächer oder verwaschener ausgeprägt. Sie sind jedoch, besonders während der Laichzeit, deutlich fülliger und größer als die Männchen

Weitere Informationen zu den anatomischen Merkmalen dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Gastrodermus.


Größe

Der Gewellte Panzerwels (Gastrodermus undulatus) erreicht eine maximale Länge von etwa 5 bis 5,5 Zentimetern. Dabei werden die Weibchen größer und kräftiger als die Männchen.


Maximales Alter

Der Gewellte Panzerwels (Gastrodermus undulatus) kann unter artgerechten Haltungsbedingungen in einem Aquarium ein Alter von etwa 5 bis 8 Jahren erreichen.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Gewellte Panzerwels (Gastrodermus undulatus) stammt aus Südamerika. Er bewohnt das Stromgebiet des unteren Río Paraná, das La-Plata-System nahe Buenos Aires in Argentinien sowie die küstennahen Flüsse des südöstlichen Brasiliens.

Er bewohnt meist flache, langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichter Vegetation, Wurzelholz und feinem, sandigem Bodengrund. Er lebt im Uferbereich dieser Gewässer. Die Wassertemperatur dieser Gewässer beträgt 22 °C bis 26 °C, der pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5 und die Gesamthärte beträgt 2 bis 15 °dGH.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 bis 26 °C
pH-Wert: 6,0 bis 7,5
Gesamthärte: bis 15 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 100 cm Länge für eine Gruppe von 10 Tieren (Aquariumvolumen berechnen)

Fütterung:

Wir empfehlen abwechslungsreiches und schnell sinkendes Futter, zum Beispiel kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter oder Tubifex. Ab und zu kann auch etwas überbrühtes Gemüse gegeben werden. Verfüttern Sie mehrmals täglich kleine Portionen.

Haltung:

Panzerwelse sind akzessorische Darmatmer. Sie müssen daher freien Zugang zur Wasseroberfläche haben. Die Wasseroberfläche darf niemals vollständig mit Schwimmpflanzen zugewuchert sein.

Gewellter Panzerwels (Gastrodermus undulatus)

Gewellter Panzerwels (G. undulatus)

Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen wie Hornkraut (Ceratophyllum), Tausendblatt (Myriophyllum) oder dem Blütenstiellosen Sumpffreund (Limnophila sessiliflora) vorhanden sein.

Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum und bewuchsfreie Bodenfläche zum Gründeln vorhanden sein. Wichtiger als die Höhe ist die Grundfläche des Aquariums.

Diese Fische sind schwimmfreudig und halten sich im mittleren Beckenbereich auf. Das Wasser sollte moderat bis schwach durchströmt sein.

Da dieser Fisch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt und sehr gesellig ist, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6 (besser jedoch 10 oder mehr) Tieren gehalten werden. Er darf niemals allein gehalten werden. Auch in kleineren Gruppen können diese Fische verkümmern.

Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei großen Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.

Weitere Informationen zur Haltung und Lebensweise dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Gastrodermus.

Zucht:

In der Regel tritt die Geschlechtsreife im Alter von 8 bis 12 Monaten ein. Das Zuchtbecken sollte mit deutlich mehr Männchen als Weibchen besetzt werden (2–3 M, 1 W).

Häufig wird das Ablaichen durch die Simulation der Regenzeit ausgelöst. Dies kann beispielsweise durch einen Wasserwechsel von bis zu 50 % mit kühlerem Wasser, eine intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie die Zugabe von sehr weichem (bis 8 °dH) und saurem Wasser (pH-Wert 6,0 bis 6,8) erfolgen.

Für die Aufzucht der Larven sollte der Wasserstand im Aufzuchtbehälter auf 8 bis 12 cm abgesenkt werden. Da die Larven nach dem Aufbrauchen des Dottersacks zur Wasseroberfläche schwimmen müssen, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen, verkürzt ein niedriger Wasserstand diesen kraftzehrenden Weg und verhindert, dass sie ertrinken.

Weitere Informationen zur Zucht und zum Paarungsverhalten dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Gastrodermus.


Fortpflanzung

(siehe unter „Aquaristik“)


Nahrung

Der Gewellte Panzerwels (Gastrodermus undulatus) ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Zooplankton, kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Würmern, aber auch von Detritus.


Krankheiten

Werden Welse gemeinsam mit anderen Fischarten gehalten, die mit dem Medikament „Malachitgrün“ behandelt werden, sollte dieses nur mit Vorsicht und in der vorgeschriebenen Dosierung verwendet werden. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und führen in der Regel zu ihrem Tod.

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer– und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag 1990, ISBN 3-89350-991-7
Urheberrechte für den Text
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