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Schwarznasenhai (C. acronotus)
Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.
Er kann eine Länge von etwa 200 cm und ein Gewicht von etwa 19 kg erreichen. Seine durchschnittliche Länge beträgt 120–130 cm.
Sein englischer Name lautet „Blacknose shark”. Die Bezeichnung leitet sich von einem charakteristischen schwarzen Fleck an der Spitze seiner Schnauze ab, der jedoch bei älteren Exemplaren stark verblassen kann.
Der Schwarznasenhai ist in den tropischen und subtropischen Gewässern des westlichen Atlantiks verbreitet. Dort lebt er in der Regel in Küstengebieten mit Seegras, Sand oder Geröll.
Ist der Schwarznasenhai für den Menschen gefährlich?
Der Schwarznasenhai wurde noch nie mit Angriffen auf Menschen in Verbindung gebracht. Dennoch ist Vorsicht geboten, wenn er Drohgebärden wie das sogenannte Drohschwimmen zeigt, bei dem er sich krümmt und einen Buckel macht.
Ist der Schwarznasenhai gefährdet?
Der Schwarznasenhai ist von regionaler wirtschaftlicher Bedeutung und wird sowohl gezielt als auch als Beifang mit Kiemennetzen und Oberflächen-Langleinen in seinem gesamten Verbreitungsgebiet, vor allem vor der Südwestküste Floridas, Venezuelas und Brasiliens, gefangen.
Von 1999 bis 2005 wurden vor der Küste der USA durchschnittlich 27.484 Schwarznasenhaie (62 Tonnen) pro Jahr gefangen. Jüngste Bestandsabschätzungen der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) haben ergeben, dass die Populationen dieser Art sowohl im Atlantik als auch im Golf von Mexiko überfischt sind.
Im Jahr 2009 schlug die NOAA vor, eine separate Quote von 6.065 Haien pro Jahr für Schwarznasenhaie einzuführen und den Einsatz von Kiemennetzen zum Haifang im Atlantik zu verbieten.
Sein Fleisch wird getrocknet und gesalzen verkauft. Große Mengen an Schwarznasenhaien werden auch versehentlich von Garnelenschiffen gefangen. Dies kann eine größere Bedrohung für die Population darstellen, da viele der gefangenen Haie noch nicht geschlechtsreif sind. Laut der Roten Liste der IUCN gilt diese Art als „gefährdet”.