SPONSOREN
Die Abenteuer von Fernando und Enrique: eine Reise um die Welt (Hörbuch)
Web-Statistiken
Besucher
Online: Heute: Gesamt:
44
5.560
30.026.276
 

Fischlexikon: Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus)


JAVASCRIPT ist deaktiviert!
Ativiere Javascript oder wechsle zu unserer Seite
Salzwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Schwarznasenhai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus acronotus
Gesamt: 3164 Fischarten

Übersicht

Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus)

Schwarznasenhai (C. acronotus)

Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.

Er kann eine Länge von etwa 200 cm und ein Gewicht von etwa 19 kg erreichen. Seine durchschnittliche Länge beträgt 120–130 cm.

Sein englischer Name lautet „Blacknose shark”. Die Bezeichnung leitet sich von einem charakteristischen schwarzen Fleck an der Spitze seiner Schnauze ab, der jedoch bei älteren Exemplaren stark verblassen kann.

Der Schwarznasenhai ist in den tropischen und subtropischen Gewässern des westlichen Atlantiks verbreitet. Dort lebt er in der Regel in Küstengebieten mit Seegras, Sand oder Geröll.

Ist der Schwarznasenhai für den Menschen gefährlich?

Der Schwarznasenhai wurde noch nie mit Angriffen auf Menschen in Verbindung gebracht. Dennoch ist Vorsicht geboten, wenn er Drohgebärden wie das sogenannte Drohschwimmen zeigt, bei dem er sich krümmt und einen Buckel macht.

Ist der Schwarznasenhai gefährdet?

Der Schwarznasenhai ist von regionaler wirtschaftlicher Bedeutung und wird sowohl gezielt als auch als Beifang mit Kiemennetzen und Oberflächen-Langleinen in seinem gesamten Verbreitungsgebiet, vor allem vor der Südwestküste Floridas, Venezuelas und Brasiliens, gefangen.

Von 1999 bis 2005 wurden vor der Küste der USA durchschnittlich 27.484 Schwarznasenhaie (62 Tonnen) pro Jahr gefangen. Jüngste Bestandsabschätzungen der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) haben ergeben, dass die Populationen dieser Art sowohl im Atlantik als auch im Golf von Mexiko überfischt sind.

Im Jahr 2009 schlug die NOAA vor, eine separate Quote von 6.065 Haien pro Jahr für Schwarznasenhaie einzuführen und den Einsatz von Kiemennetzen zum Haifang im Atlantik zu verbieten.

Sein Fleisch wird getrocknet und gesalzen verkauft. Große Mengen an Schwarznasenhaien werden auch versehentlich von Garnelenschiffen gefangen. Dies kann eine größere Bedrohung für die Population darstellen, da viele der gefangenen Haie noch nicht geschlechtsreif sind. Laut der Roten Liste der IUCN gilt diese Art als „gefährdet”.


Merkmale

Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus)

der Oberkiefer des Hais

Merkmale des Schwarznasenhais:

  • der Körper des Schwarznasenhais ist gestreckt und stromlinienförmig
  • seine Schnauze ist lang und vorne zugespitzt
  • wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch er fünf lange Kiemenspalten. Ein Spritzloch ist nicht vorhanden
  • die Augen des des Schwarznasenhais sind groß und annähernd rund. Eine Nickhaut ist nicht vorhanden
  • die Färbung des Rückens ist bräunlich bis bronzefarben, die Bauchseite ist weißlich. Weitere Zeichnungen oder Musterungen sind nicht vorhanden
  • die erste Rückenflosse beginnt ungefähr über oder kurz hinter dem Brustflossenansatz. Sie ist relativ hoch, sichelförmig und läuft oben spitz zu. Die zweite Rückenflosse ist deutlich kleiner und beginnt über dem Ansatz der Afterflosse. Sie besitzt schwarze Flecken
  • ein Interdorsalkamm (leistenförmiger Hautkamm auf dem Rücken) ist nicht vorhanden
  • die vergleichsweise großen Brustflossen sind sichelförmig ausgebildet
  • die Schwanzflosse des Schwarznasenhais besitzt einen vergleichsweise kleinen unteren und einen großen oberen Lobus mit dunklen Flecken

Größe

Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) kann eine Länge von etwa 200 cm und ein Gewicht von etwa 19 kg erreichen. Seine durchschnittliche Länge beträgt 120–130 cm.


Maximales Alter

Das Höchstalter des Schwarznasenhais (Carcharhinus acronotus) wurde früher auf sechs bis zehn Jahre geschätzt. Aktuelle Studien belegen jedoch eine deutlich höhere Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) ist in den tropischen und subtropischen Gewässern des westlichen Atlantiks verbreitet.

Dieser Hai bewohnt in der Regel Küstengebiete mit Seegras, Sand oder Geröll. Dabei bevorzugen erwachsene Tiere tiefere Gewässer als Jungtiere.


Fortpflanzung

Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). Er erreicht nach etwa zwei Jahren und einer Körperlänge von ca. 100 cm die Geschlechtsreife.

Die Tragzeit wird unterschiedlich geschätzt und beträgt vor der Nordostküste Brasiliens acht Monate sowie vor der Südostküste der Vereinigten Staaten neun bis elf Monate. Die drei bis sechs Jungfische werden mit einer Länge von etwa 50 cm in küstennahen Regionen geboren.

Vor der Küste der Vereinigten Staaten vermehren sich die Männchen vermutlich jedes Jahr, während die Weibchen sich alle zwei Jahre fortpflanzen. Vor der Nordostküste Brasiliens ist der Fortpflanzungszyklus der Weibchen jedoch kurz genug, um jährlich stattzufinden.

Die Vitellogenese (die Bildung und Einlagerung von Dotter im Eierstock) findet im Spätsommer statt, unmittelbar gefolgt von der Paarung und Befruchtung im Herbst.


Nahrung

Der Schwarznasenhai (Carcharhinus acronotus) ernährt sich hauptsächlich von kleinen Knochenfischen und Kopffüßern.


Bedeutung als Speisefisch

Aufgrund seines kleinen Lebensraums und seines Bestandsrückgangs ist der Schwarznasenhai eine stark gefährdete Art, die nicht verzehrt werden sollte.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten des Schwarznasenhaiss findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
Urheberrechte für den Text
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
Bildrechte

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) oder andere Urheberrechte geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu Creative Commons Lizenzen findet Ihr [hier].

Informationen zur GNU-Lizenz für freie Dokumentation (kurz: GFDL) findet ihr [hier].

Die Urheber und Lizenzrechte für die Bilder auf dieser Seite werden angezeigt, wenn Ihr auf das jeweilige Bild oder auf "Bildrechte anzeigen" klickt.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und in der Größe beschnitten.

Haftungsausschluss, Youtube-Videos

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

Wenn diese Seite Videos enthält und Ihr ein Video anklickt (öffnet), werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an den Betreiber des Videoportals (YouTube) gesendet. Daher ist es möglich, dass der Videoanbieter Eure Zugriffe speichert und Euer Verhalten analysieren kann. Dies geschieht jedoch erst, wenn Ihr ein Video auf dieser Seite öffnet.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und beschnitten. Weitere Infos unter "Bildrechte".