Fortpflanzung
Schwarzreuter (Schwarzreiter)
Der Seesaibling (Salvelinus umbla) wird im Alter von zwei bis sechs Jahren geschlechtsreif. Er ist ein Winterlaicher und laicht hauptsächlich zwischen November und Januar
Die Weibchen (Rogner) laichen ihre Eier an Kies- oder Geröllböden in Wassertiefen von bis zu 80 Metern (manchmal bis zu 120 Metern) ab.
Ein Weibchen (Rogner) produziert etwa 2.000 bis 4.000 Eier pro Kilogramm Körpergewicht.
Das Weibchen sucht einen sauerstoffreichen Platz mit Grundwasserzustrom. Durch heftige Schläge mit der Schwanzflosse schlägt es eine flache Laichgrube in den Kies.
Ein oder mehrere Männchen umschwimmen das Weibchen, drängen sich eng an seine Flanke und versetzen ihren Körper in zitternde Bewegungen. Unter synchronem Zittern und dem Öffnen des Mauls geben beide Partner gleichzeitig Eier und Samen ab.
Nachdem das Weibchen alle Eier abgelaicht hat, werden diese vom Männchen befruchtet. Anschließend bedeckt das Weibchen die Eier vorsichtig mit Kies, um sie vor Strömung und Räubern zu schützen.
Im Gegensatz zu anderen Saiblingen zeigt die biochemische Verhaltensforschung, dass die Weibchen des Seesaiblings nach dem Laichakt auf ein bestimmtes, wellenförmiges Fächeln verzichten. Es findet keine Brutpflege statt.
Die Entwicklung der Eier im kalten Wasser der Bergseen dauert vergleichsweise lange und ist stark temperaturabhängig. Sie benötigt etwa 440 Tagesgrade (Tagesgrade = Wassertemperatur in °C multipliziert mit der Anzahl der Tage; bei konstant 4 °C dauert es somit etwa 110 Tage).
Die Larven schlüpfen im zeitigen Frühjahr und ernähren sich zunächst von ihrem Dottersack, bevor sie als Jungfische im Flachwasser aktiv auf Planktonjagd gehen.