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Fischlexikon: Metallpanzerwels (Osteogaster aenea)


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Süßwasserfische"

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Name: Metallpanzerwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Osteogaster
Gattung+Art: Osteogaster aenea
Gesamt: 3206 Fischarten

Übersicht

Der Metallpanzerwels (Osteogaster aenea, Synonym: Corydoras aeneus), auch "Goldstreifenpanzerwels" genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Osteogaster. Er kann eine maximale Länge von etwa 7,5 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Bronze corydoras“.

Das Verbreitungsgebiet des Metallpanzerwelses erstreckt sich über Südamerika, von Kolumbien und Venezuela bis zum La-Plata-Becken. Er bewohnt sandige, weichgründige Gewässerbereiche. In der freien Natur leben sie in Schwärmen von bis zu 30 Tieren.


Merkmale

Metallpanzerwels (Osteogaster aenea)

Metallpanzerwels (Osteogaster aenea)

Die wichtigsten Merkmale des Metallpanzerwelses:

  • sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht
  • seine Körperfärbung ist variabel und reicht von gelblich über bronze- oder kupferfarben bis silbrig-grünlich
  • der Rückenbereich ist stets dunkler gefärbt.
  • an verschiedenen Stellen seiner Körperflanken sowie auf den Kiemendeckeln schimmert er metallisch
  • von den Kiemendeckeln bis zur Fettflosse zieht sich meist ein orangefarbenes bis kupferfarbenes Längsband
  • seine Flossen sind ohne besondere Zeichnung, meistens bräunlich gefärbt und halb transparent
  • es existieren spezielle Zuchtformen, darunter auch albinotische sowie Formen mit Schleierschwänzen
  • der Körper der Panzerwelse ist von Knochenplatten bedeckt
  • der 1. Brust- und Rückenflossenstrahl ist kräftig, stachelartig und arretierbar
  • er besitzt eine Fettflosse
  • sein Mund ist von kurzen Bartelpaaren umgeben
  • seine Augen sind relativ groß und sehr beweglich
  • weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Weibchen werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
  • Flossenformel: D (gesamt) I/7, A I/6-7, P I/7, V I/5

Größe

Der Metallpanzerwels (Osteogaster aenea) erreicht eine maximale Länge von etwa 7,5 cm.


Maximales Alter

Der Metallpanzerwels (Osteogaster aenea) kann bei guter Pflege in einem Aquarium etwa 12 bis 13 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Metallpanzerwelses ist Südamerika: Kolumbien, Venezuela und Trinidad bis zum La Plata-Becken. Er lebt in sandigen, weichgründigen Gewässerbereichen. In der freien Natur leben diese Welse in Schwärmen von bis zu 30 Tieren.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22° C - 28° C
pH-Wert: 6,0-7,5
Gesamthärte: 2°-19°
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 100 Liter
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex

Haltung:
Da der Metallpanzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben.

Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten (deshalb ist es am besten, das Becken abzudecken). Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser mit ein wenig Strömung.

Metallpanzerwels (Osteogaster aenea)

Metallpanzerwels (Osteogaster aenea)

Das Becken sollte gut bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen.

Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.

Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Moorkienwurzeln o. Ä.) vorhanden sein.

Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.

Zucht:
Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft. Wir empfehlen pro Männchen 2 Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen das Weibchen intensiv zuckend.

Das Weibchen klebt seine Eier an Pflanzen, Steinen oder den Beckenscheiben (Substratlaicher). Vorher putzt es diese Stellen. Nach dem Laichvorgang sollten die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernt werden (Laichräuber).

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 26°-27° C nach ca. 4 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Der Metallpanzerwels (Osteogaster aenea) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.


Krankheiten

Welse sind von Natur aus sehr robuste Fische, die nur selten erkranken. Voraussetzung dafür ist jedoch eine artgerechte Haltung, die unter anderem das passende Futter und die richtigen Wasserwerte umfasst.

Es kann jedoch zu Problemen kommen, wenn Welse zusammen mit anderen Fischarten gehalten werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies bei Welsen zum Tode führen. Auch Mittel zur Schnecken- oder Algenbekämpfung können Kupfer enthalten!

Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können jedoch auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
  4. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag 1990, ISBN 3-89350-991-7
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