Fischlexikon: Walbuchthai (Carcharhinus fitzroyensis)
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Salzwasserfische"
| Name: | Walbuchthai | |
| Ordnung: | Carcharhiniformes | |
| (deutsch) | Grundhaie | |
| Familie: | Carcharhinidae | |
| (deutsch) | Requiemhaie | |
| Gattung: | Carcharhinus | |
| Gattung+Art: | Carcharhinus fitzroyensis | |
| Gesamt: | 3174 Fischarten | |
Übersicht
Der Walbuchthai (Carcharhinus fitzroyensis) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.
Er kann eine Länge von etwa 150 cm erreichen, im Durchschnitt werden diese Haie jedoch nur 110 bis 130 cm lang. Sein englischer Name lautet „Creek whaler”.
Das Verbreitungsgebiet des Walbuchthais (Carcharhinus fitzroyensis) ist der Westpazifik: Nordaustralien, von Westaustralien bis Queensland und die Arafurasee (ein tropisches Meer zwischen dem australischen Kontinent und Neuguinea, 10° S – 26° S).
Ist der Walbuchthai für den Menschen gefährlich?
Nein, der Walbuchthai gilt im Allgemeinen als ungefährlich für den Menschen. Diese Art gilt als scheu und nicht aggressiv gegenüber Menschen. Es wurden bisher keine Vorfälle mit dieser Art verzeichnet.
Ist der Walbuchthai gefährdet?
Nein, der Walbuchthai wird derzeit auf der Roten Liste der IUCN wird er als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft.
Merkmale
Merkmale des Walbuchthais:
- der Walbuchthai hat einen spindelförmigen, stämmigen Körperbau
- er hat eine lange, schmale und parabolförmige Schnauze
- die großen Nasenlöcher sind von kleinen, nippenförmigen Hautlappen umgeben
- seine mittelgroßen runden Augen sind mit einer Nickhaut ausgestattet, die wie ein drittes Augenlid wirkt und die Augen schützt
- das gewölbte Maul des Walbuchthais weist an den Ecken sehr kurze Furchen auf
- auf dem Oberkiefer gibt es 30 Zahnreihen, auf dem Unterkiefer 28 bis 30
- die Zähne des Oberkiefers sind lang, dreieckig und stark gezackt. Sie sind zu den Seiten des Kiefers hin zunehmend abgewinkelt
- die Zähne des Unterkiefers sind schlank, aufrecht und haben fein gezackte Kanten
- wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch der Walbuchthai fünf Kiemenspalten, die beim Walbuchthai relativ kurz sind
- ein Spritzloch (Spiraculum) ist nicht vorhanden
- die Haut ist dicht mit überlappenden Hautzähnchen bedeckt, die jeweils drei bis fünf horizontale Grate aufweisen, welche zu Randzähnen führen
- die Körperfärbung des Walbuchthais ist in der Regel auf der oberen Körperhälfte bronzefarben bis bräunlich-grau. In seltenen Fällen können einzelne Tiere auf der Oberseite hellblaugrau gefärbt sein
- die Bauchregion des Walbuchthais ist weißlich gefärbt, ohne dass ein deutlicher hellerer Streifen an den Flanken erkennbar ist
- die erste Rückenflosse ist relativ groß. Sie beginnt hinter hinter den Basen der Brustflossen
- die zweite, relativ hohe und lange Rückenflosse des Walbuchthais beginnt über oder etwas hinter dem Ansatz der Afterflosse
- zwischen den Rückenflossen ist kein Interdorsalkamm vorhanden
- die Afterflosse des Walbuchthais ist größer als die zweite Rückenflosse
- am Schwanzstiel befindet sich kurz vor dem Ansatz des oberen Schwanzflossenlappens eine halbmondförmige Kerbe
- die asymmetrische Schwanzflosse verfügt über einen gut ausgebildeten unteren Lappen sowie einen längeren oberen Lappen, der nahe seiner Spitze eine ventrale Kerbe aufweist
Größe
Der Walbuchthai (Carcharhinus fitzroyensis) kann eine maximale Länge von etwa 150 cm erreichen. Im Durchschnitt werden diese Haie jedoch nur 110–130 cm lang.
Maximales Alter
Die Weibchen des Walbuchthais (Carcharhinus fitzroyensis) erreichen ein Alter von etwa 13 Jahren, die Männchen von etwa 9 Jahren.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Walbuchthais (Carcharhinus fitzroyensis) ist der Westpazifik, genauer gesagt Nordaustralien von Westaustralien bis Queensland sowie die Arafurasee (ein tropisches Meer zwischen dem australischen Kontinent und Neuguinea) zwischen 10° und 26° südlicher Breite.
Er lebt sowohl küstennah als auch in tieferen Regionen über dem Kontinentalschelf in Wassertiefen von mindestens 40 Metern.
Fortpflanzung
Der Walbuchthai (Carcharhinus fitzroyensis) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). Sobald der sich entwickelnde Embryo seinen Vorrat an Dotter aufgebraucht hat, wird der leere Dottersack in eine Plazenta umgewandelt. Über diese führt die Mutter dem Nachwuchs Nährstoffe zu.
Die Weibchen bringen jedes Jahr ein bis sieben Junge zur Welt. Die Paarung findet zwischen Mai und Juli statt, wobei die Weibchen das Sperma bis zum Eisprung zwischen Juli und September speichern.
Nach einer Tragzeit von sieben bis neun Monaten erfolgt die Geburt zwischen Februar und Mai des folgenden Jahres.
Die Neugeborenen sind 35–50 cm lang und verbringen ihre ersten Lebensmonate in flachen, küstennahen Aufzuchtgebieten wie der Cleveland Bay im Norden von Queensland. Männchen und Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife bei einer Länge von etwa 83–88 cm bzw. 90–100 cm.
Nahrung
Der Walbuchthai (Carcharhinus fitzroyensis) ernährt sich hauptsächlich von kleinen Knochenfischen. Manchmal frisst er auch Krebstiere, seltener Kopffüßer.
Bedeutung als Speisefisch
Der Walbuchthai wird als Speisefisch genutzt. In seinem Hauptverbreitungsgebiet Nordaustralien wird er sowohl für den menschlichen Verzehr als auch für den asiatischen Handel mit Haifischflossen genutzt.
Sein Fleisch wird oft frisch oder getrocknet und gesalzen verkauft. Wie bei anderen australischen Haiarten (z. B. dem Bronzehai) wird das Fleisch kleinerer Exemplare oft als "Flake" (typisch für Fish and Chips) geschätzt.
Wie viele langlebige Raubfische reichert auch der Walbuchthai erhöhte Mengen an Quecksilber in seinem Gewebe an. Daher sollte der Verzehr großer oder alter Tiere stark eingeschränkt oder gänzlich vermieden werden.
Krankheiten
Zu den bekannten Parasiten dieser Art zählen der Bandwurm Callitetrarhynchus gracilis und ein Fadenwurm der Gattung Pulchrascaris.
Weitere Informationen zu Krankheiten des Walbuchthais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.
Literaturhinweis
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