Fischarten






Fischname:
Paratrygon aiereba
(Paratrygon aiereba)
Ordnung:
Stechrochenartige
(Myliobatiformes)
Familie:
Süßwasserstechrochen
(Potamotrygonidae)
Gattung:
Paratrygon
Paratrygon aiereba (Synonym: Trygon aiereba, Raja ajereba) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Süßwasserstechrochen. Er stammt aus Südamerika und kann einen Scheibendurchmesser von über 140 cm und ein Gewicht von ca. 70 kg erreichen. Seine englische Bezeichnung lautet " Discus ray".
Das maximale Alter von Paratrygon aiereba ist uns zurzeit nicht bekannt.
wichtige Merkmale von Paratrygon aiereba:
Paratrygon aiereba kann einen maximalen Scheibendurchmesser von über 140 cm erreichen. Dieser Süßwasserstechrochen kann ca. 70 kg schwer werden. Weibchen bleiben etwas kleiner.
Paratrygon aiereba stammt aus Südamerika, wo er im Amazonas-Becken und dem Orinoco-Becken lebt. Das Habitat juveniler Exemplare sind flache, ufernahe Bereiche und Flussmündungen mit schlammigen bzw. weichen Untergründen, große adulte Exemplare ziehen sich in tiefere Bereiche großer Flüsse zurück. Diese Rochen sind nachtaktive Räuber.
Temperatur: 25 °C - 28 °C
pH-Wert: 6,0-7,0
Gesamthärte: 5° - 8° dH (optimal 7°)
Nitrat: bis 200 mg/l (besser 100 mg/l)
Nitrit: unter 0,1 mg/l (sollte im nicht messbaren Bereich liegen)
Wasserregion: unten
Aquarium (Empfehlung): 8 x 2,4 x 1,2 m (Länge x Breite x Höhe)
Fütterung:
Insektenlarven, Mollusken, Mysis, Futterfische, Süßwassergarnelen, kleine Krebse, Regenwürmer, Krill
Haltung:
Da Rochen sehr viel Nahrung zu sich nehmen, können sich durch die Ausscheidungen die Wasserwerte schnell verschlechtern. Daher sind eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel unbedingt notwendig.
Der Bodengrund sollte aus einem weichen Kiesgrund (kein Quarzsand!) bestehen. Zu scharfer Sand oder Kies wie z.B. Quarzsand kann Mikroverletzungen der Haut verursachen, aus denen dann Infektionen resultieren.
Es besteht auch die Möglichkeit, Rochen ohne Bodensubstrat auf dem blanken Boden zu pflegen (erfordert jedoch eine Eingewöhnung des Tieres)
Wir empfehlen die Haltung als kleine Gruppe (z.B. 1 Männchen + 2 Weibchen). Rochen sind in der Regel friedlich und nicht territorial. Die Tiere sollten jedoch ausreichend gefüttert werden (mindestens 2 x pro Tag), damit kein Futterneid entsteht.
Weitere wichtige Informationen zur Haltung von Süßwasserstechrochen und der Giftigkeit ihres Stachels findet Ihr bei der Familienbeschreibung der Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae).
Paratrygon aiereba ist, wie alle Süßwasserstechrochen, lebendgebärend (ovovivipar - "Ei-Lebend-Geburt"). Diese Rochen besitzen eine innere Befruchtung. Paratrygon aiereba erreicht seine Geschlechtsreife mit einer Größe von ca. 60 cm. Das Weibchen gebärt normalerweise 2 Jungtiere, die bei der Geburt eine Größe von ca. 15-18 cm aufweisen.
Paratrygon aiereba ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von Fischen, Krustentieren, Insektenlarven und Würmern.
Einen gesunden Rochen erkennt man an seinem Verhalten: gesunde Tiere sind aktiv, schwimmen im Becken herum und suchen nach Futter. Gesunde Rochen haben klare Augen und weisen keine optischen Verletzungen auf.
Verweigert ein Rochen das Futter, stimmt etwas nicht. Ausgehungerte Rochen erkennt man an den hervorstehenden Beckenknochen links und rechts vom Schwanz. Auch wenn ein Rochen apathisch auf dem Boden liegt, ist das Tier mit Sicherheit nicht gesund.
Eine gefürchtete Krankheit, die immer zum Tode des Tieres führt, ist der sog. "death Curl (Todes-Rollen)": befallene Tiere rollen die Scheibenränder nach oben auf. Am Anfang sind nur die Flossenränder links und rechts vom Schwanz leicht angehoben. Im letzten Stadium ist die komplette Körperscheibe aufgerollt und das Tier wird in Kürze sterben. Die Ursachen für diese Krankheit sind noch immer ungeklärt. Bei einem gesunden Rochen liegt die Körperscheibe immer flach auf dem Bodensubstrat.
Süßwasserstechrochen können auch an der Karpfenlaus (Argulus foliacaeus), an der Flossenfäule (Columnaris-Krankheit), an Kiemenwürmern (Dactylogyrus) oder an (sekundären) Pilzinfektionen erkranken.
Eine Übersicht über Fischkrankheiten (bakterielle Erkrankungen, parasitäre Erkrankungen, Viruskrankheiten oder Pilzerkrankungen findet Ihr hier.
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