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Fischlexikon: Hoplisoma atropersonatum


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Süßwasserfische"

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Name: Hoplisoma atropersonatum
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Hoplisoma
Gattung+Art: Hoplisoma atropersonatum
Gesamt: 3186 Fischarten

Übersicht

Hoplisoma atropersonatum, Synonym: Corydoras araguaiaense, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Hoplisoma. Er kann eine maximale Länge von etwa 4-5 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet "Fairy catfish".

Hoplisoma atropersonatum stammt ursprünglich aus Südamerika, wo er im oberen Amazonasbecken in Ecuador und Peru vorkommt.


Merkmale

Hoplisoma atropersonatum

Hoplisoma atropersonatum

wichtige Merkmale von Hoplisoma atropersonatum:

  • sein Körperbau ist leicht hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Die höchste Stelle seines Körpers befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse
  • die Schnauze von Hoplisoma atropersonatum ist kurz und vorne dorsal abgerundet
  • das unterständige Maul ist von mehreren Bartelpaaren umgeben
  • die relativ großen Augen sitzen weit oben
  • auf den Körperseiten verlaufen 2 Reihen von sich überlappenden Knochenplatten: Die obere Reihe enthält etwa 21 bis 23 Platten, die untere etwa 19 bis 21
  • die Grundfärbung von Hoplisoma atropersonatum ist silbrig-weiß bis hellbraun mit perlmuttartigem Glanz
  • der gesamte Körper (außer der Bauchseite) ist mit feinen, schwarzen Punkten übersät. Das markanteste Merkmal ist die tiefschwarze Augenbinde, die senkrecht über die Augen verläuft
  • die Flossen sind weitgehend transparent. Die Rückenflosse von Hoplisoma atropersonatum kann bei manchen Exemplaren feine dunkle Punkte auf den Flossenstrahlen aufweisen
  • auf den Kiemendeckeln kann sich ein schwach goldener Schimmer zeigen
  • wie alle Arten dieser Gattung besitzt auch Hoplisoma atropersonatum eine Fettflosse
  • wie bei allen Panzerwelsen fehlt zwischen der Rücken- und der Fettflosse eine Knochenplattenreihe
  • weibliche Exemplare werden etwas größer und hochrückiger, sie wirken deutlich massiver. Sie werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen

Größe

Hoplisoma atropersonatum erreicht eine maximale Länge von etwa 4-5 Zentimetern. Dabei werden die Weibchen etwas größer als die Männchen. Männchen bleiben etwa einen Zentimeter kleiner.


Maximales Alter

Hoplisoma atropersonatum kann bei guter Pflege in einem Aquarium etwa 8 bis etwa 10 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Hoplisoma atropersonatum stammt ursprünglich aus Südamerika, wo er im oberen Amazonasbecken vorkommt. Er ist vor allem in Ecuador (zum Beispiel im Rio-Tigre-System und im Rio Shionayacu) und Peru (zum Beispiel im Rio Nanay und im Rio Ambiyacu) verbreitet.

In seinem natürlichen Lebensraum bewohnt er bevorzugt leicht fließende Gewässer und Nebenflüsse mit schattigen Bereichen. Dort hält er sich meist über weichem, schlammigem oder sandigem Untergrund auf.


Aquaristik-Info

Lebensraum: Süßwasser
Klimazone: tropisch
Temperatur: 22 °C – 26 °C
pH-Wert: 5,5 - 7,5
Gesamthärte: 2 – 15 °dH
Aquariumgröße: ab etwa 80 cm Länge für eine Gruppe von 6 Tieren (Aquariumvolumen berechnen)

Fütterung:
abwechslungsreiche und schnellsinkendes Futter wie kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex, ab und zu etwas überbrühtes Gemüse

Haltung:
Da auch dieser Panzerwels ein Darmatmer ist, nimmt er auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Am besten wird das Becken daher abgedeckt.

Die Zugabe von Seemandelbaumblättern oder Erlenzapfen senkt den pH-Wert, puffert Schwankungen der Wasserwerte ab und stärkt das Immunsystem dieser Fische.

Hoplisoma atropersonatum

Adolfos Panzerwels (H. adolfoi)

Das Becken sollte im Hintergrund eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen – beispielsweise Vallisneria natans, Anubias oder Javafarn – aufweisen, aber auch freien Schwimmraum bieten.

Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen.

Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln (Moorkienholz), Steinaufbauten oder Tonröhren vorhanden sein.

Dieser sehr gesellige Fisch besitzt ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sollte daher unbedingt in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften.

Da diese Welse empfindlich auf Nitrat reagieren, ist eine regelmäßige Reinigung des Bodengrundes und ein wöchentlicher Wasserwechsel zwingend erforderlich.

Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen, wie beispielsweise Pistia stratiotes können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.

Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 4 bis 6 Monaten ein. Der entscheidende Auslöser für das Ablaichen ist häufig die Simulation der Regenzeit durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie sehr weiches (2–15 °dH) und leicht saures (6,0–7,0) Wasser.

Bei der Paarung schwimmt das Weibchen unruhig durch das Becken und putzt potenzielle Laichstellen. Die Männchen folgen ihm aufgeregt. Bei der Befruchtung stellt sich das Männchen quer vor den Kopf des Weibchens, sodass ihre Körper die Form eines „T” bilden.

Während dieser Stellung gibt das Männchen Sperma ab. Das Weibchen nimmt dieses (vermutlich über das Maul oder die Kiemen) auf und leitet es zu den Eiern weiter.

Mit seinen Bauchflossen bildet das Weibchen eine kleine Tasche, in der es 1 bis 5 Eier auffängt. Anschließend schwimmt es zu einer zuvor gereinigten, glatten Fläche – meist die Aquarienscheibe, Pflanzenblätter oder Laichmopps – und klebt die Eier dort einzeln oder in kleinen Gruppen fest.

Ein Weibchen kann pro Laichgang etwa 100 bis 160 stark klebende Eier legen. Da die Elterntiere Laichräuber sind, sollten die Eier oder die Elterntiere nach dem Ablaichen getrennt werden.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa 3 bis 5 Tagen. Nach weiteren 2 bis 3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien, Essigälchen, Mikrowürmern oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.

Nach ca. 10 bis 14 Tagen können gesiebte Cyclops, feines Frostfutter oder zerriebene Futtertabletten (z. B. mit Spirulina) gefüttert werden. Jungfische sollten 3–6 Mal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden.

weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Haltung und Fortpflanzung dieser Panzerwelse findet ihr in der Beschreibung der Gattung Hoplisoma.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Hoplisoma atropersonatum ist ein Allesfresser. In der freien Natur ernährt er sich vorwiegend von Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Würmern, jedoch auch von Detritus.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
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