Fischlexikon: Hartnasenhai (Carcharhinus macloti)
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Salzwasserfische"
| Name: | Hartnasenhai | |
| Ordnung: | Carcharhiniformes | |
| (deutsch) | Grundhaie | |
| Familie: | Carcharhinidae | |
| (deutsch) | Requiemhaie | |
| Gattung: | Carcharhinus | |
| Gattung+Art: | Carcharhinus macloti | |
| Gesamt: | 3174 Fischarten | |
Übersicht
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.
Der Hartnasenhai kann eine Länge von etwa 110 cm erreichen. Sein englischer Name lautet „Hardnose shark”.
Der Hartnasenhai ist im Indopazifik verbreitet. Er kommt unter anderem in Kenia, Tansania, Pakistan, Indien, Sri Lanka, der Andamanensee, Myanmar, Vietnam, China, Taiwan, Hongkong, auf den Philippinen und in Neuguinea vor.
Der Hartnasenhai bildet große Gruppen und gesellt sich oft zu Fleckzahnhaien (Carcharhinus sorrah ) und Australischen Schwarzspitzenhaien (Carcharhinus tilstoni).
Es sind keine Angriffe des Hartnasenhais auf Menschen dokumentiert. Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „Potenziell gefährdet“ (Near Threatened) geführt.
Merkmale
Merkmale des Hartnasenhais::
- der Hartnasenhai besitzt einen relativ schlanken Körperbau
- seine langgezogene, schmale Schnauze endet spitz und besitzt eine sehr harte Oberseite (namensgebend)
- im Gegensatz zu anderen Carcharhinus-Arten sind seine Rostralknorpel (Schnauzenknorpel) stark verkalkt
- die großen, runden Augen des Hartnasenhais sind mit einer Nickhaut ausgestattet, die wie ein drittes Augenlid wirkt und die Augen schützt
- am vorderen Rand jeder Nasenöffnung befindet sich ein schmaler Hautlappen
- das gewölbte Maul des Hartnasenhais weist an den Ecken unauffällige Furchen auf
- einige Quellen berichten, dass die Hyomandibularen Poren (eine Reihe von Poren oberhalb der Mundwinkel) vergrößert sind, während andere Quellen dies bestreiten
- die oberen Zähne des Hartnasenhais sind in 29–32 Reihen angeordnet. Sie haben einen schmalen, glattkantigen mittleren Höcker mit sehr groben Zacken an der Basis auf beiden Seiten
- die unteren Zähne sind in 26–29 Reihen angeordnet. Sie sind schmal und glattkantig
- wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch der Hartnasenhai fünf Kiemenspalten
- im Vergleich zu anderen Arten dieser Gattung sind die Kiemenspalten relativ kurz
- ein Spritzloch (Spiraculum) ist nicht vorhanden
- der Körper des Hartnasenhais ist mit überlappenden, ovalen Hautzähnchen bedeckt, die jeweils drei horizontale Grate aufweisen, welche zu Randzähnen führen
- die Körperfärbung des Hartnasenhais ist auf der oberen Körperhälfte bronzefarben
- die Bauchregion ist weißlich gefärbt
- entlang der Körperflanken kann ein kaum wahrnehmbares helles Längsband verlaufen
- die Ränder der Brust-, Bauch- und Afterflossen des Hartnasenhais sind manchmal heller gefärbt, während die erste Rückenflosse und der obere Lappen der Schwanzflosse dunklere Ränder aufweisen können
- die erste Rückenflosse ist mittelgroß, dreieckig und beginnt etwa über den freien hinteren Spitzen der Brustflossen
- die zweite Rückenflosse ist klein, niedrig und beginnt über der Mitte der Basis der Afterflosse
- deide Rückenflossen haben sehr lange, freie hintere Spitzen und zwischen ihnen befindet sich ein subtiler Interdorsalkamm
- die relativ kurzen und spitzen Brustflossen des Hartnasenhais sind sichelförmig
- am Schwanzstiel befindet sich eine markante Kerbe am dorsalen Ursprung der Schwanzflosse
- die Schwanzflosse des Hartnasenhais verfügt über einen gut ausgebildeten unteren Lappen sowie einen längeren oberen Lappen mit einer ventralen Kerbe nahe der Spitze
Größe
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) erreicht eine maximale Länge von etwa 110 cm.
Maximales Alter
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) kann ein Alter von mehr als 15 Jahren erreichen.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) ist im tropischen westlichen Indopazifik weit verbreitet. Er kommt im Indischen Ozean von Kenia bis Myanmar vor, einschließlich Sri Lanka und der Andamanen.
Im Pazifischen Ozean ist er von Vietnam bis Taiwan und Südjapan, in Indonesien sowie vor Neuguinea und Nordaustralien anzutreffen.
Normalerweise lebt der Hartnasenhai in flachen Küstengewässern, er wurde jedoch auch in einer Tiefe von 170 Metern gesichtet.
Auswertungen der Markierungsdaten haben gezeigt, dass dieser Hai keine langen Wanderungen unternimmt. 30 % der wiedergefangenen Tiere hatten sich weniger als 50 km von ihrem ursprünglichen Markierungsort entfernt. Die längste bekannte Wanderstrecke eines einzelnen Tieres beträgt 711 km.
Fortpflanzung
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). In den ersten 15 Wochen werden die sich entwickelnden Embryonen durch Dotter ernährt. Anschließend entwickelt sich der erschöpfte Dottersack zu einer Plazenta, die eine Verbindung zur Mutter herstellt.
Die Weibchen gebären nach einer Tragzeit von zwölf Monaten alle zwei Jahre ein oder zwei Junge. Die Neugeborenen sind 45–55 cm lang und erreichen bei einer Länge von 70–75 cm ihre Geschlechtsreife.
Nahrung
Der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) ernährt sich hauptsächlich von kleinen Knochenfischen. Gelegentlich frisst er auch Krebstiere und Kopffüßer.
Bedeutung als Speisefisch
Der Hartnasenhai wird als Speisefisch genutzt, wenngleich er aufgrund seiner geringen Größe nur eine begrenzte wirtschaftliche Bedeutung hat. Sein Fleisch wird wird frisch, getrocknet oder gesalzen angeboten.
Krankheiten
Zu den bekannten Parasiten dieser Art zählen der Fadenwurm Acanthocheilus rotundatus sowie der Bandwurm Otobothrium carcharidis.
Weitere Informationen zu Krankheiten des Hartnasenhais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.
Literaturhinweis
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