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Fischlexikon: Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus)


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Salzwasserfische"

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Name: Dolchnasenhai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus oxyrhynchus
Gesamt: 3174 Fischarten

Übersicht

Der Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus, Synonym: Isogomphodon oxyrhynchus) ist ein Hai aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus. Sein englischer Name lautet "Daggernose shark".

Der Dolchnasenhai kann eine Länge von etwa 160 cm erreichen, die durchschnittliche Länge beträgt jedoch nur etwa 100 cm.

Das Verbreitungsgebiet des Dolchnasenhais ist der Westatlantik. Er bewohnt flache tropische Gewässer vor der Nordostküste Südamerikas von Trinidad bis Nordbrasilien und bevorzugt schlammige Lebensräume wie Mangroven und Flussmündungen. Er verträgt jedoch kein Süßwasser.

Ist der Dolchnasenhai gefährlich für den Menschen?

Aufgrund seiner geringen Größe und seiner schwachen Bezahnung ist der Dolchnasenhai nicht gefährlich für den Menschen. Seine Zähne fungieren dabei wie eine Art Fangreuse, die ideal zum Packen kleiner Beute, aber nicht zum Reißen großer Säugetiere geeignet ist.

Bedrohung des Dolchnasenhais durch den Menschen

Da der Dolchnasenhai häufig als Beifang in Fischernetzen landet, ist er mittlerweile vom Aussterben bedroht. Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „Kritisch gefährdet“ (Critically Endangered) geführt.


Merkmale

Dolchnasenhai (C. oxyrhynchus)

Dolchnasenhai (C. oxyrhynchus)

Merkmale des Dolchnasenhais::

  • der Dolchnasenhai besitzt einen robusten und stromlinienförmigen Körperbau
  • seine lange, abgeflachte Schnauze ist spitz ausgezogen. Von oben betrachtet ist das Profil dreieckig
  • die winzigen, rundlichen Augen des Dolchnasenhais sind mit einer Nickhaut ausgestattet, die wie ein drittes Augenlid wirkt und die Augen schützt
  • die kleinen Nasenlöcher des Dolchnasenhais besitzen keine ausgeprägten Hautlappen
  • an den Mundwinkeln beider Kiefer befinden sich kurze, aber tiefe Furchen
  • die Zahnreihen umfassen 49 bis 60 Zähne im Oberkiefer und 49 bis 56 Zähne im Unterkiefer
  • jeder Zahn hat eine schmale, aufrechte Spitze. Die oberen Zähne sind etwas breiter und flacher als die unteren Zähne und haben gezackte statt glatte Kanten
  • wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch der Dolchnasenhai fünf Kiemenspalten
  • ein Spritzloch (Spiraculum) ist nicht vorhanden
  • die Färbung des Dolchnasenhais ist auf der Oberseite einfarbig grau, manchmal mit einem bräunlichen oder gelblichen Stich
  • die Bauchseite ist heller gefärbt
  • die großen, breiten und paddelartigen Brustflossen entspringen unter dem fünften Kiemenschlitz
  • die erste Rückenflosse entspringt über der hinteren Hälfte der Brustflossenbasis
  • die zweite Rückenflosse ist etwa halb so hoch wie die erste und befindet sich über oder leicht vor der Afterflosse
  • ein Interdorsalkamm zwischen den Rückenflossen ist nicht vorhanden
  • die Afterflosse des Dolchnasenhais ist kleiner als die zweite Rückenflosse und weist eine tiefe Kerbe am hinteren Rand auf
  • die Schwanzflosse verfügt über einen gut ausgebildeten unteren Lappen und wird von einer halbmondförmigen Kerbe auf der Oberseite des Schwanzstiels eingerahmt

Größe

Der Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus) erreicht eine maximale Länge von etwa 160 cm (Weibchen) bzw. 140 cm (Männchen) und ein Gewicht von etwa 13 kg.


Maximales Alter

Die Männchen des Dolchnasenhais (Carcharhinus oxyrhynchus) erreichen ein Alter von etwa sieben Jahren, die Weibchen von etwa zwölf Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Dolchnasenhai (C. oxyrhynchus)

Dolchnasenhai (C. oxyrhynchus)

Der Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus) ist entlang der Nordostküste Südamerikas verbreitet, unter anderem vor Trinidad, Guyana, Suriname, Französisch-Guayana und Nordbrasilien.

Berichten zufolge kommt er sogar bis nach Valença im zentralbrasilianischen Bundesstaat Bahia vor, obwohl Fischereistudien diese Art in diesem Gebiet nicht nachweisen konnten und sie den lokalen Fischern offenbar unbekannt ist.

Der Dolchnasenhai lebt in einer Tiefe von 4 bis 40 Metern in Küstengewässern und bevorzugt stark trübes Wasser. Mit zunehmender Wasserklarheit nimmt seine Population ab.

Weibchen sind tendenziell in größeren Tiefen anzutreffen als Männchen. Sein Verbreitungsgebiet umfasst einen breiten Kontinentalschelf mit feuchtem tropischem Klima, ausgedehnten Mangrovenwäldern und zahlreichen Flüssen, darunter der Amazonas.

Der Salzgehalt des Wassers in diesem Gebiet reicht von 20 bis 34 ppt, während die Gezeitenamplitude bis zu 7 m betragen kann.

Dolchnasenhaie kommen am häufigsten an flachen, schlammigen Ufern sowie in Flussmündungen vor. Sie scheinen einen niedrigen Salzgehalt nicht zu vertragen und bewegen sich während der Trockenzeit (Juni bis November) in Küstennähe, während sie sich während der Regenzeit (Dezember bis Mai) weiter vor die Küste bewegen.

Es ist nicht bekannt, dass diese Art lange Wanderungen unternimmt, wenngleich einige lokale saisonale Wanderungen möglich sind.

Ihre längliche Schnauze und die winzigen Augen sind wahrscheinlich eine Anpassung an das Leben in trüben, sedimentreichen Gewässern. Sie spiegeln eine Ausrichtung auf Elektrorezeption und andere rostrale Sinne statt auf das Sehen wider.

Die Schnauze weist eine oberflächliche Ähnlichkeit mit der des Koboldhais (Mitsukurina owstoni), einiger Apristurus-Katzenhaie und der langnasigen Chimären auf, die alle in der Tiefsee vorkommen.


Fortpflanzung

Der Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). In den ersten 15 Wochen werden die sich entwickelnden Embryonen durch Dotter ernährt. Anschließend entwickelt sich der erschöpfte Dottersack zu einer Plazenta, die eine Verbindung zur Mutter herstellt.

Männchen werden mit einer Länge von 103 cm geschlechtsreif, was einem Alter von fünf bis sechs Jahren entspricht. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Länge von 115 cm, was einem Alter von sechs bis sieben Jahren entspricht.

Die Paarung und Geburt finden über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten vom Beginn bis zum Ende der Regenzeit statt.

Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von einem Jahr alle zwei Jahre zwei bis acht Junge zur Welt. Die Anzahl der Nachkommen steht nicht im Zusammenhang mit der Größe der Weibchen. Neugeborene Dolchnasenhaie sind 38–43 cm lang.

Der Dolchnasenhai ist jedoch in der Lage, den Zeitpunkt seines Fortpflanzungszyklus um mindestens vier Monate zu verschieben, möglicherweise als Reaktion auf unterschiedliche Umweltbedingungen.

Zur Geburt ziehen die Weibchen in flache Küstengewässer, wo sie ihre Jungen aufziehen. Ein wichtiges Aufzuchtgebiet befindet sich vor der brasilianischen Küste im Bundesstaat Maranhão.


Nahrung

Mit seinen langen Kiefern und zahlreichen kleinen Zähnen ist der Dolchnasenhai (Carcharhinus oxyrhynchus) sehr gut dafür geeignet, die kleinen Schwarmfische zu fangen, die den Großteil seiner Nahrung ausmachen. Zu seinen bekannten Beutetieren gehören unter anderem Heringe, Sardellen, Kreuzwelse und Umberfische.


Bedeutung als Speisefisch

Der Dolchnasenhai ist kein Speisefisch. Aufgrund stark zurückgegangener Populationen gilt er als vom Aussterben bedroht und ist geschützt. Er landet als unerwünschter Beifang in Stellnetzen. Aufgrund seiner extremen Seltenheit ist er nicht zum Verzehr vorgesehen und auch nicht im Handel erhältlich.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten des Dolchnasenhais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
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