Fischlexikon: Brachionichthys hirsutus
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Salzwasserfische"
| Name: | Brachionichthys hirsutus | |
| Ordnung: | Lophiiformes | |
| (deutsch) | Armflosser | |
| Familie: | Antennariidae | |
| (deutsch) | Anglerfische | |
| Gattung: | Brachionichthys | |
| Gattung+Art: | Brachionichthys hirsutus | |
| Gesamt: | 3232 Fischarten | |
Übersicht
Brachionichthys hirsutus, manchmal auch Gefleckter Handfisch genannt, ist ein seltener Salzwasserfisch aus der Familie der Anglerfische (Antennariidae) und der Unterfamilie der Handfische (Brachionichthyinae).
Er kann eine maximale Länge von etwa 15 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Spotted Handfish“.
Brachionichthys hirsutus stammt ursprünglich aus Australien und ist endemisch in Tasmanien in der Mündung des Flusses Derwent in Wassertiefen von etwa 2 bis 40 Metern auf dem Gewässergrund beheimatet. Da seine Laichbänder von dem Seestern Asterias amurensis gefressen werden, ist Brachionichthys hirsutus eine vom Aussterben bedrohte Fischart.
Brachionichthys hirsutus wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht („Critically Endangered“) geführt.
Merkmale
Merkmale von Brachionichthys hirsutus:
- sein Vorderkörper ist kräftig, während sich der Körper in Richtung Schwanzflosse zusehends verjüngt
- der Kopf ist groß, das Maul verhältnismäßig klein und die Augen sind mittelgroß
- sein Körper ist dicht mit nicht überlappenden Schuppen bedeckt. Mit Ausnahme der Schuppen entlang der Seitenlinie haben alle Schuppen in der Schuppenbasis einen spitzen Dorn bzw. Stachel unterschiedlicher Länge
- die Kiemenöffnungen sind zu kleinen, röhrenförmigen Poren reduziert und befinden sich direkt hinter der Brustflossenbasis
- über dem Maul von Brachionichthys hirsutus befindet sich ein modifizierter Rückenflossenstrahl, die sogenannte Angel („Illicium”), an deren Spitze sich ein kleiner, fleischiger Köder (Esca) befindet. Mit diesem lockt er kleine Beutetiere an
- da die Arten der Gattung Brachionichthys keine Schwimmblase besitzen, fehlt ihnen der nötige Auftrieb, um frei im Wasser zu schwimmen. Stattdessen nutzt er seine handähnlichen Bauchflossen zusammen mit den Brustflossen, um sich gangartig über den Gewässergrund zu bewegen
- die Grundfärbung des Körpers variiert von Weiß über Rosé bis hin zu Hellbraun oder einem hellen Cremeton
- der komplette Körper ist mit einem einzigartigen Muster aus zahlreichen kleinen, dunkelbraunen, orangefarbenen oder schwärzlichen Punkten und kurzen Strichen übersät. Diese Musterung ist bei jedem Individuum so einzigartig wie ein menschlicher Fingerabdruck, sodass Forscher einzelne Fische wiedererkennen können
- Flossenformel: D II/17-19, A 8-10, P 0/7
Größe
Brachionichthys hirsutus erreicht eine maximale Länge von etwa 15 Zentimetern.
Maximales Alter
Brachionichthys hirsutus kann in freier Wildbahn ein Alter von voraussichtlich 5 bis 10 Jahren erreichen.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Brachionichthys hirsutus stammt ursprünglich aus Australien, wo er endemisch in den Küstengewässern des südöstlichen Tasmaniens weit verbreitet war.
Heute findet man ihn fast ausschließlich nur noch bei der Mündung des Derwent River.
Dort lebt er in Wassertiefen von etwa 2 bis 40 Metern auf dem Gewässergrund. Dieser Handfisch lebt vor allem auf unbefestigtem Untergrund aus feinem bis grobem Sand, Schlamm oder Schluff.
Häufig findet man ihn in flachen mit Muschelschalen gefüllten Mulden oder in Vertiefungen, die beispielsweise von Rochen im Sediment hinterlassen wurden.
Brachionichthys hirsutus ist eine vom Aussterben bedrohte Fischart, da die Laichbänder der Tiere von dem (eingeschleppten) Seestern Asterias amurensis gefressen werden.
Aquaristik-Info
Gelegentlich werden Anglerfische zur Haltung in Meerwasseraquarien im Fachhandel angeboten. Die Fische verweigern jedoch oft das Futter oder verfetten, wenn sie zu viel Futter aufnehmen.
In der Regel sterben Anglerfische innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Im Aquazoo Düsseldorf und im Vivarium Karlsruhe hatte man allerdings mehr Erfolg und konnte Anglerfische über 4 Jahre pflegen.
Fortpflanzung
Die Laichzeit von Brachionichthys hirsutus liegt zwischen September und Oktober. Anders als die meisten Meeresfische, die ihre Eier in die Strömung abgeben, heftet das Weibchen seine Eier im Frühjahr gezielt an aufrecht stehende Strukturen wie Seescheiden, Schwämme oder Seegras. Es bewacht das Gelege intensiv, bis nach einigen Wochen fertig entwickelte, 6 bis 7 mm lange Jungfische schlüpfen.
Nahrung
Brachionichthys hirsutus ernährt sich hauptsächlich von Wirbellosen wie kleinen Krebstieren und Würmern sowie von kleinen Fischen und Zoobenthos auf dem Meeresgrund.
Literaturhinweis
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